02.03.2005 - 7.4 Vorschlag der SPD-Fraktion in der Bezirksvertre...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.4
- Sitzung:
-
Sitzung der Bezirksvertretung Haspe
- Gremium:
- Bezirksvertretung Haspe
- Datum:
- Mi., 02.03.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Schürg erklärt anhand des
ausgehängten Planes die Lage der Deponie und berichtet, dass die Firma
Bamberger anstrebt, den Deponiebetrieb bereits im Sommer 2005 zu schließen, da
die gesetzlichen Vorschriften die Lagerung danach erheblich verteuern werden.
Danach erfolgt eine Rekultivierung. Formsände und Bauschutt sowie Industrieabfälle
und –schlämme, die in dem ehemaligen Tonschieferbruch abgekippt wurden,
werden dann mit einem Meter kulturfähigem Boden bedeckt und mit Buschwerk
begrünt. Die Mauer an der Seite wird unter Denkmalschutz gestellt. Zur
Entwässerung erklärt er, dass Gräben zum Geweke-Bach und ein Rückhaltebecken
angelegt werden, die die Wasserströme, die z.Z. noch bachartig die Straße
hinunterfließen, aufnehmen sollen. Mitte 2006 sollen diese Arbeiten
abgeschlossen sein. Die Frage von Frau Baltuttis aus der Einwohnerfragestunde,
ob bei aufgeschüttetem Boden das Regenwasser aufs Nachbargrundstück abgeleitet
werden darf, beantwortet er dahingehend, dass dies eine privatrechtliche
Angelegenheit sei. Die Rechtslage sei nur anders, wenn das Wasser zielgerichtet
zugeführt würde.
Herr Dr. Geiersbach gibt zu Bedenken,
dass die Anlieger schwere Verschmutzungen der Straße durch wegfahrende LKW und
viel Fahrzeugverkehr der Firma Bamberger hinnehmen müssen. Hierzu gebe es viele
Beschwerden. Er regt stärkere Auflagen zur Sauberkeit an, wie z.B. eine
Reifenwaschanlage. Außerdem sollten die Mengen, die hier abgekippt werden,
kontrolliert werden. Auch besteht die Frage, ob sich bei den darunter liegenden
Grundstücken der Grundwasserspiegel erhöht.
Herr Wedegärtner möchte wissen, was
mit Sickerwässern passiert, wenn diese in Altlasten gelangen.
Herr Schürg nimmt zu den Bedenken des
Herrn Dr. Geiersbach Stellung, dass der Bau einer Reifenwaschanlage zu
schwierig sei; es sollen Kehrmaschinen fahren. Das Kippvolumen entspreche der
Genehmigung, aber es könne noch einmal vermessen werden. Auf die Frage von
Herrn Wedegärtner antwortet er, dass es unwahrscheinlich sei, dass Sickerwässer
bei einer Abdeckung von einem Meter Höhe entstünden. Alle 5-10 Jahre wird das
Grundwasser auf Schadstoffe untersucht. Ein Gutachter wird diese Fragen stellen.
Z.Z. läuft das Genehmigungs-und
Prüfverfahren.
Herr Dietrich wünscht
Analyseergebnisse von Bohrungen, die einer Vorlage beigefügt sein sollen.
Herr Weber fordert einen nochmaligen
Bericht von Herrn Schürg in 2-3 Monaten über die Ergebnisse.
Ein Beschluss wird nicht gefasst, aber
es soll eine Nachfrage erfolgen.
