21.06.2013 - 2 Errichtung von Sekundarschulen in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Fr., 21.06.2013
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Hermann
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Zu Beginn der Diskussion führt Herr Becker in das Thema ein und stellt folgende Informationen zur Verfügung:
? In der heutigen Sitzung geht es um eine politische Leitlinienentscheidung, um die Planungsgruppen einberufen zu können. Die konkreten Vorlagen, z. B. zu Schulschließungen, werden danach erarbeitet.
? Die Interessenbekundungen lassen mit relativ hoher Sicherheit nur auf das Elterninteresse für 2 Sekundarschulen schließen. Der Versuch, 3 Sekundarschulen zu gründen, kann dazu führen, dass es am Ende keine Sekundarschule in Hagen geben wird, da die benötigten Anmeldungen in Höhe von 75 je Standort auch in dieser Verteilung vorliegen müssen.
? Wer also auf jeden Fall den Standort Haspe favorisiert, sollte auf einen der beiden Standorte in Mitte verzichten. Selbst wenn die Befürchtungen der Verwaltung, dass das Elterninteresse eine Sekundarschule in Haspe nicht trägt, sich bewahrheiten, würde dann zumindest eine Sekundarschule in Mitte zustande kommen.
Weiterhin weist Herr Becker noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Gründung von Sekundarschulen Auswirkungen auf die bestehende Schullandschaft hat.
Eine Übersicht der somit zu schließenden Schulen ist aus der Vorlage ersichtlich.
Herr Walter führt aus, dass die CDU ausdrücklich den Verwaltungsvorschlag unterstützt und erklärt, dass seitens der CDU 2 Sekundarschulen für das Hagener Stadtgebiet als realistisch angesehen werden. Eine höhere Anzahl von Sekundar5schulgründungen zum nächsten Schuljahr gefährdet seiner Meinung nach das gesamte Projekt.
Frau Heukeroth erklärt, dass die Fraktion Bündnis90/Dir Grünen eine möglichst hohe Anzahl von Sekundarschulen in Hagen möchte. Seitens ihrer Fraktion wird die Verwaltungsvorlage kritisch gesehen und deshalb schlägt sie die Gründung einer Sekundarschule in Mitte mit 2 Standorten vor. Die zweite Sekundarschule soll dann in Haspe ihren Standort haben. Sie sieht aber ebenso, wie Herr Walter das Projekt in Gefahr, wenn mehr als zwei Sekundarschulen gegründet werden.
Gleichzeitig stellt sie aber auch klar, dass Bündnis90/Die Grünen einem SPD-Vorschlag, der 3 Standorte beinhaltet, zustimmen würden.
Herr Dr. Geiersbach beantragt im Folgenden die Gründung von 3 Sekundarschulen an den Standorten Remberg, Altenhagen und Haspe mit der Begründung, ansonsten den Elternwillen massiv zu missachten. Eine Gefährdung des gesamten Projektes kann er nicht erkennen.
Herr Hermann erklärt die rechtliche Situation, dass ein Standort Mitte mit 2 Teilstandorten nur in einer horizontalen Organisationsform möglich ist.
Herr Dr. Schmidt verweist auf die kritische Lehrersituation bei einer Schule im Aufbau hin und führt aus, dass die Eltern bei einer solchen Lösung nicht wissen, an welchem Standort ihr Kind dann tatsächlich räumlich zur Schule geht. Bezüglich des Antrages von Herrn Dr. Geiersbach äußert Herr Dr. Schmidt Verständnis für die Situation der Hasper Eltern, aber weist gleichzeitig auf die massive Gefährdung des Gesamtprojektes bei gleichzeitiger Gründung von 3 Sekundarschulen hin.
Im weiteren Verlauf der Diskussion beantragt Frau Heukeroth, dass die neu zu gründenden integrativen Schulsysteme des längeren gemeinsamen Lernens anfänglich keine GU-Schulen sein sollen.
Nach einer Sitzungsunterbrechung und einer weiteren Diskussion, insbesondere über die rechtlichen Aspekte der Schulgründungen, wird der unten stehende Beschlussvorschlag einstimmig gefasst:
Der Rat der Stadt Hagen beschließt die Gründung von teilintegrierten Sekundar-Schulen an den Standorten Mitte/Remberg mit bis zu 6 Zügen und Haspe. Falls im Bereich Mitte/Remberg mehr als 3 Züge zustande kommen, wird der Standort Altenhagen mit hinzugenommen. Er beauftragt die Verwaltung, die hierfür notwendigen Vorlagen zu erarbeiten. Weiterhin werden die Planungsgruppen der betroffenen Standorte beauftragt, die Planung weiter zu führen.
Nach der Abstimmung weist Herr Dr. Geiersbach darauf hin, dass im Vorlagentext bei der Aufzählung der zu schließenden Schulen auch die HS Vorhalle mit dem Zusatz Nachnutzung durch FS Wilhelm Busch genannt wird. Er stellt klar, dass mit dem Beschluss zu dieser Vorlage keine Festlegung bezüglich der Nachnutzung des Schulgebäudes der HS Vorhalle getroffen wird.
