26.02.2013 - 3 Psychisch Krank in Hagen – Auf dem Weg in eine ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Behindertenbeirates
- Datum:
- Di., 26.02.2013
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Wirth begrüßt Herrn Eickelmann, Leiter des Liboriuswohnheimes für psychisch erkrankte Menschen in Hagen, und übergibt ihm das Wort. Herr Eickelmann berichtet über die Situation von psychisch erkrankten Menschen anhand eines Powerpoint-Vortrages. Der Vortrag greift folgende Themen auf:
1. Lebenswelt psychisch erkrankter Behinderter
2. Demographische Entwicklung Tendenzen Kennzahlen
3. Strukturelle Angebote in Hagen
4. Herausforderungen und Perspektiven
Einen Überblick geben einige Folien, die dem Protokoll als Anlage beigefügt sind.
Nachdem Herr Eickelmann ausführlich auf die möglichen Ursachen psychischer Erkrankungen eingegangen ist, stellt er heraus, dass es für psychisch kranke Menschen in Hagen schwierig ist, einen Wohnheimplatz zu erhalten, da es in Hagen nur ein Wohnheim mit 24 Plätzen für diesen Personenkreis gibt. Viele Betroffene müssen daher in Wohnheime in Nachbargemeinden ausweichen. Zum Stichtag 31.12.2011 waren insgesamt 113 psychisch kranke Menschen aus Hagen in Wohnheimen untergebracht, nur 24 davon in Hagen. Des Weiteren werden psychisch Kranke im Ambulant Betreuten Wohnen, im Intensiv Betreuten Wohnen, in Wohngruppen und in Gastfamilien betreut. Im Bereich Westfalen Lippe bekommen aktuell 4.855 psychisch behinderte Menschen Eingliederungshilfe für stationäres Wohnen, für ambulantes Wohnen erhalten 11.506 Menschen diese Leistung.
Bezogen auf den Bereich Arbeit erwähnt Herr Eickelmann den Integrationsfachdienst, der psychisch kranke Menschen im Arbeitsleben unterstützt. Ist eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht möglich, können diese Menschen in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder auch in einer Integrationsfirma eine Beschäftigung finden. Für die Bereiche Tagesstruktur und Freizeit gibt es in Hagen eine Tagesstätte, eine Begegnungsstätte und andere niederschwellige Tagesstrukturangebote. Für den Bereich der Werkstätten erhalten in Westfalen Lippe 8.384 psychisch behinderte Menschen Eingliederungshilfe. In den Tagesstätten sind es 1.627 und für tagesstrukturierende Maßnahmen nach dem LT 23 oder 24 erhalten 2.892 psychisch behinderte Menschen Eingliederungshilfe.
Herr Eickelmann weist auch auf die sozialpolitischen Entwicklungen und auf aktuelle Probleme hin. Er weist auf die deutlich gesunkene Verweildauer in den Fachkrankenhäusern hin. Positiv ist dagegen die Entwicklung bei der Facharztquote. Weitere Herausforderungen sind die Spezialisierung von Pflegeeinrichtungen für psychisch kranke Menschen, Stärkung des ambulant betreuten Wohnens, Differenzierte Angebote im Bereich Arbeit, Reduzierung der Wartezeiten im Bereich der Psychotherapie und die therapeutische Versorgung für geistig behinderte Menschen mit psychischer Erkrankung.
Abstimmungsergebnis:
| Ja | Nein | Enthaltung |
OB |
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CDU |
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SPD |
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Bündnis 90/ Die Grünen |
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Hagen Aktiv |
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FDP |
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Die Linke |
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Parteilos |
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Bürger für Hagen |
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Pro NRW |
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| Einstimmig beschlossen | ||
| Mit Mehrheit beschlossen | ||
| Einstimmig abgelehnt | ||
| Mit Mehrheit abgelehnt | ||
| Abgelehnt bei Stimmengleichheit | ||
| Ohne Beschlussfassung | ||
| Zur Kenntnis genommen | ||
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Dafür: | |||
Dagegen: | |||
Enthaltungen: | |||
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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102,7 kB
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