10.02.2005 - 1 Mitteilungen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 10.02.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung
des Diskussionsergebnisses:
Herr Demnitz
teilt mit, dass Herr
Minister Dr. Michael Vesper gestern persönlich den Zuwendungsbescheid des
Landes Nordrhein-Westfalen für den Bau des Emil Schumacher-Museums an ihn
übergeben habe. Die Vorsitzenden der Ratsfraktionen seien zu diesem Anlass
vertreten gewesen.
Nach diesem Zuwendungsbescheid werde der Stadt Hagen auf der
Basis der beantragten zuwendungsfähigen Gesamtkosten in Höhe von 21.164.115,11
. eine Zuwendung in Höhe von insgesamt 11.237.130 bewilligt.
Herr Dr. Vesper habe sich im Vorfeld dafür eingesetzt, zur
bisher zugesagten Fördersumme weitere Mittel aus allgemeinen Museumsmitteln des
Landes zur Verfügung zu stellen.
Dieser persönliche Einsatz des Ministers habe die glückliche
Folge, dass mit der nun bewilligten
Summe die Förderung des Landes sogar noch um 500.000 EURO erhöht werden konnte.
Die Zuwendung des Landes beziehe sich auch auf die
Erweiterung und den Umbau des Karl-Ernst-Osthaus-Museums.
Von der Zuwendung entfallen als
Ausgabeermächtigung für das Jahr 2005 11.213.130,00
und als Verpflichtungsermächtigung im Jahr 2006
24.000,00 .
Der Bewilligungsbescheid sei an folgende auflösende
Bedingungen geknüpft:
Innerhalb von drei Monaten nach Erhalt des
Zuwendungsbescheides sei der Bezirksregierung nachzuweisen, dass die
Verfügbarkeit über Mittel Dritter in Form von Sponsoring in Höhe von insgesamt
mindestens 4.244.451,01 als teilweiser Ersatz des kommunalen Eigenanteils
belegt werde.
Ebenfalls spätestens nach Ablauf von 3 Monaten nach Erhalt
des Zuwendungsbescheides müsse die geänderte Satzung der
Emil-Schumacher-Stiftung Rechtskraft erhalten und von der Bezirksregierung
genehmigt worden sein. Außerdem müsse der vorgesehene Vertrag zwischen der
Stadt Hagen und der Emil-Schumacher-Stiftung bis zu diesem Zeitpunkt
rechtsverbindlich zustande gekommen sein.
Damit habe die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ihre
Zusage zur Förderung des Baus des Emil-Schumacher-Museums eingehalten.
Hierfür sei er der Landesregierung gerade auch vor dem
Hintergrund der ernsten Lage des Landeshaushaltes sehr dankbar.
Durch diese Entscheidung werde dokumentiert, dass die
Landesregierung das Emil-Schumacher-Museum nicht nur für eine wichtige
Bereicherung der regionalen Kulturlandschaft bewerte, sondern dem Museum
nationale und internationale Bedeutung beimesse.
Er dürfe an dieser Stelle weiter mitteilen, dass von ihm im Vorfeld der
Übergabe des Bewilligungsbescheides ein Gespräch mit der Familie Schumacher
geführt wurde. Dieses Gespräch habe am vergangenen Samstag stattgefunden.
Bei diesem Gespräch habe er sein Bedauern über die
Irritationen und Verletzungen zum Ausdruck gebracht, die zu der Rücknahme des
Angebotes der Familie Schumacher im vergangenen Herbst geführt haben und sich
dafür entschuldigt.
Er habe noch einmal betont, dass auch der neue Rat durch
seinen mit überwältigender Mehrheit gefassten Beschluss vom 16. 12. 2004 zum
Ausdruck gebracht habe, wie wichtig der Stadt das Verbleiben des Werkes Emil
Schumachers in Hagen sei.
Er habe die Familie Schumacher gebeten, ihr Angebot zur
Überlassung des Werkes zu erneuern.
Als Ergebnis des Gespräches könne er dem Haupt- und
Finanzausschuss heute folgendes mitteilen:
Die bestehenden Differenzen seien ausgeräumt worden. Die
Familie Schumacher erneuere ihr Angebot an die Stadt. Dies geschehe durch
Unterzeichnung des zwischen der Stadt und der Stiftung abzuschließenden
Vertrages, sobald die noch aufzubringenden Sponsorengelder zur Verfügung stehen
und damit die Finanzierung gesichert sei.
Der Vertrag sei zwischen der Stiftung und der Stadt bereits
seit Jahren ausgehandelt, wenn er auch jetzt noch den geänderten Modalitäten
anzupassen sei. Insbesondere sei darin ein verbindlicher Terminplan für die
weitere Realisierung aufzunehmen.
Er danke der Familie Schumacher für ihre Entscheidung und
sei sehr zuversichtlich, dass sehr bald mit der Realisierung des Projektes
begonnen werden könne.
