24.08.2005 - 2 Einwohnerfragestunde

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Wortprotokoll

Herr Bernhard Tetampel erkundigt sich, mit welchen konkreten Vorstellungen die Bezirksvertretung Hohenlimburg zum Erhalt des Kirchenbergfreibades in die Beratungen über das Bäderkonzept der HVG gehe.

 

Herr Palsherm weist darauf hin, dass das Bäderkonzept inhaltlich noch nicht bekannt sei. Man müsse zunächst die Fakten kennen.

 

Herr Hulvershorn verweist auf einen später noch kommenden seperaten Tagesordnungspunkt zum Kirchenbergbad.

 

Herr Leisten erklärt, die Bezirksvertretung vertrete in dieser Angelegenheit einen eindeutigen Standpunkt. Inwieweit sich dieser in Hagen durchsetzen lasse, sei eine andere Frage. Eventuell sei im Laufe des Septembers zu diesem Thema eine Sondersitzung nötig. Aus Hagen-Nord habe er ähnliche Bestrebungen gehört. Im übrigen gebe er Herrn Palsherm Recht.

 

Herr Buschkühl erläutert ausführlich die wichtige Bedeutung des Kirchenbergbades mit seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, die ein “Fun-Bad” mit seinen überhöhten Eintrittspreisen nicht bieten könne.

Damit spreche er ein deutliches “Ja” für den Erhalt des Bades aus. Es gehöre nach Hohenlimburg und sei nicht so marode, da es erst 1986 in Betrieb genommen wurde.

 

Frau Sauerwein erklärt, dass sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen richtungsmäßig für die Errichtung eines zentralen Spaßbades zentral in Hagen am Ischeland ausgesprochen habe, jedoch mit einigen Zusatzfragen, die noch geklärt werden sollten, z.B. die Fragen des Schul- und Vereinssports sowie stadtgrenzenüberschreitende Nutzung und die Preisgestaltung. Zu dem Thema müssten auch noch einige Initiativen gehört werden. Inzwischen habe sie sich bereits mit der Bürgerinitiative ausgetauscht und habe einige Probleme aufgenommen. Es werde weiter beraten. Sobald ein Konzept vorliege, werde man noch einmal mit den Vereinen und Bürgerinitiativen in Kontakt treten.

 

Herr Niederköppern macht deutlich, dass das Schwimmen ein erschwinglicher Volkssport bleiben müsse. Deshalb stimme auch er für einen Erhalt und Instandsetzung des Kirchenbergbades mit einer evtl. ganzjährigen Nutzung.

 

Herr Dr. Neimeier meint, soweit er es beurteilen könne, gebe es in Hagen keine ernsthafte Gruppierung, die das Kirchenbergbad in Frage stellen wolle. Man möge kein Feindbild Hagen aufbauen.

 

 

Frau Sabine Schiller erkundigt sich nach bevorstehenden möglichen Änderungen im Flächennutzungsplan (FNP). Sie spreche stellvertretend für viele Familien wohnhaft in der Schälker Landstraße in Hohenlimburg-Reh. Es seien schon verschiedene Eingaben gemacht worden, auf die sie auch Antorten bekommen habe, jedoch wünsche sie sich endlich konkretere Antworten, was für Änderungen der FNP beinhalten werde. Dabei interessiere sie sich vor allem für Änderungen, die die Lebensqualität der dort zahlreich wohnenden Kinder beeinträchtigen könnte.

 

Herr Bleja verweist auf eine Vorlage zu diesem Thema in dieser Sitzung. Der Konflikt zwischen Freizeitnutzung und Wohnbebauung sei bekannt. Betroffen seien auch der Reitsport und ein Gärtnereibetrieb.

Man müsse zu einer Entscheidung kommen, ob und inwieweit zusätzliche Wohnbebauung vertretbar sei. Ein Vorentwurf, der dann in den Gremien vorzustellen sei, müsse erstellt werden.

Dies könne erst im nächsten Jahr geschehen, nachdem alle Stadtbezirke beteiligt worden seien.

 

Herr Dr. Schmidt stimmt zu, dass niemand zu diesem Zeitpunkt wissen könne, welche Entscheidung getroffen werde. Dies sei tatsächlich noch ein langwieriger Prozess. Zur Zeit befinde man sich noch in der Vorlaufphase.

 

 

Frau Andrea Schlumm stellt eine Zusatzfrage zu diesem Thema.

Sie habe bereits Vermessungstechniker bei der Arbeit im oberen Teil der Schälker Landstraße gesehen, die ihr auf Anfrage einen Bebauungsplan gezeigt hätten. Scheinbar stünden ja doch schon Ergebnisse zur FNP-Änderung fest, sonst würde ja nicht bereits vermessen werden.

 

Herr Hulvershorn bemerkt an dieser Stelle, ein Bebauungsplan existiere noch gar nicht.

 

Herr Leisten bemerkt dazu, soweit er wisse, gäbe es für die fragliche Fläche mittelfristig nur eine Friedhofsplanung. Alles andere werde noch erörtert.

 

Frau Schiller fragt nach, warum es überhaupt eine Friedhofsplanung gäbe? Ob es dafür keine Bürgerbeteiligung gegeben habe?

 

Herr Dr. Schmidt weist auf die eindeutige Rechtslage hin. Zur Zeit weise der gültige FNP die Nutzung Friedhof aus.

 

Frau Schiller erläutert, ihr lägen jedoch Pläne mit Wohnbebauung vor, der FNP solle zu 95 % geändert werden, wozu die Stadt ja auch Workshops eingerichtet habe.

 

Herr Bleja macht deutlich, dass es für die Politik wichtig sei, mit Bürgern, Verwaltung und Interessenvertretern zu diskutieren. Es werde über die zukünftige Nutzung vieler Gebiete diskutiert, nicht nur über die Schälker Landstraße. Bis jetzt sei noch alles offen, noch alles in der Diskussion. Was bis jetzt auf dem Papier zu sehen sei, sei nur ein allererster Entwurf, wie eine Nutzung aussehen könnte.

 

Frau Schiller spricht sich noch einmal gegen eine Bebauung aus.

 

Herr Leisten teilt mit, die Friedhofsplanung sei 15 – 20 Jahre alt. Ob tatsächlich dort gebaut werden müsste, darüber könne man diskutieren. Allerdings stünden aus wasserrechtlichen Gründen für Friedhöfe nur bestimmte Flächen zu Verfügung.

 

Frau Schiller fragt, ob die Bezirksvertretung für die Kontigentierung der gelben Säcke verantwortlich sei.

Frau Schiller wird zuständigkeitshalber an den HEB verwiesen.

 

 

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