15.05.2013 - 5 Jugendhilfe im StrafverfahrenMündlicher Bericht

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Haltner berichtet über die Jugendhilfe im Strafverfahren

(siehe Anlage zu TOP 5).

 

Herr Schurgacz weist darauf hin, dass es nach der vorgestellten Statistik in Hagen keine politisch motivierten Straftaten jugendlicher Straftäter gebe.

 

Frau Haltner erklärt, dass diese in der Spalte „Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates“ enthalten seien. Der Anteil sei jedoch verschwindend gering.

 

Herr Fischer erklärt, dass er nicht nachvollziehen könne, dass die Verrohung bei Jugendlichen zunehme. Dass es nicht aufhöre, sei Fakt. 

Gebe es eine Statistik für Hagen, die belege, dass die Verrohung zunehme.

 

Frau Haltner verneint diese Frage. Das sei mehr ein gefühlter Eindruck, der beim Lesen der Anklageschriften entstanden sei.

 

Herr Goebels nimmt ergänzend dazu Stellung, dass Berichte der Polizei aufzeigten, dass die sogenannten „Spontanangriffe“ zunähmen. Diese geschähen ohne Vorwarnung und Täter und Opfer würden sich gar nicht kennen.

 

Frau Klos-Eckermann bedankt sich herzlich für den informativen Vortrag. Sie spricht  die Diversionsverfahren und das Präventionsprojekt „Kurve Kriegen“ an. Auf beide Themen sei Frau Haltner eingegangen. Sie fragt, wann man mit Erfahrungsberichten zum Präventionsprojekt „Kurve kriegen“ rechnen könne. Das würde sie sehr interessieren.

 

Herr Strüwer erklärt, dass man bereits einen ersten Erfahrungsbericht im vorigen Jahr nach der Sommerpause  gehört habe.

 

Frau Haltner geht davon aus, dass ein weiterer Bericht folgen werde. Der erste Eindruck sei, dass es tatsächlich Sinn mache, die jungen Menschen so früh wie möglich zu erreichen. Zugangsvoraussetzung für das Projekt  sei jedoch, dass die Kinder und Jugendlichen angezeigt würden. Das mache man in der Regel nicht so gern. Es habe eine Weile gedauert, das zu verändern.

 

Herr Strüwer spricht die Zusammenarbeit der Jugendgerichtshilfe mit anderen Institutionen an und  fragt nach Kontakten, die über Hagen hinaus bestünden. Könne man einen Vergleich zu anderen Städten anstellen? Klappe die Zusammenarbeit in Hagen besonders gut oder habe überall ein Umdenken stattgefunden, dass man gemeinsam versuche, in diesem Bereich erfolgreich für die jungen Menschen zu arbeiten?

 

Frau Haltner  ist der Meinung, dass es allgemein eine Tendenz zu mehr Netzwerkarbeit gebe. Man setzte natürlich unterschiedliche Schwerpunkte.

 

Herr Goebels stellt fest, dass die Zusammenarbeit mit der Polizei in Hagen hervorragend. Hagen habe es aufgrund seiner relative kleinen Größe da sicher leichter als größere Kommunen.

 

Herr Strüwer bedankt sich für den guten Vortrag und wünscht bei der weiteren Arbeit viel Erfolg.  

 

Abschließend weist Frau Haltner noch auf den mitgebrachten Flyer der Jugendgerichtshilfe hin, der die jungen Menschen ansprechen soll und bei Interesse angeschaut werden kann.

 

 

  

 

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Anlagen

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