13.09.2012 - 3 Vorstellung des Projektes "Baumwipfelpfad"

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Frau Fischer, HAGENagentur, führt unter der Berücksichtigung touristischer Aspekte in die Thematik ein. Sodann stellt Herr Gräfer, Fa. Forest Adventures, die Struktur der Firma vor, beschreibt die Errichtung eines Baumwipfelpfades und weiterer möglicher Elemente wie Baumhaushotels, Waldtheater und Erlebnisgastronomie. Die Investitionshöhe liege bei ca. 3-5 Mio. €, ca. 20 – 30 Vollzeitarbeitsplätze würden geschaffen. Herr Dr. Schmidt berichtet, der Verwaltungsvorstand sei zu dem Ergebnis gelangt, die Lösung der Infrastruktur, vorrangig die verkehrliche sowie die Parksituation, müsse geklärt sein und ein nachhaltiges Konzept vorgelegt werden. Herr Gräfer antwortet auf die Fragen der Herren Sieling, Meier, Warmeling und Dr. Hülsbusch, die Vorlage einer UVP sei üblich, die Verweildauer der Besucher schwanke sehr stark und liege zwischen 2 Stunden und einem halben Tag. Die Besucherzahl hänge von der Ausgestaltung des Pfades (Informationstafeln, Aktionsangeboten, etc.) ab, in Hagen werde mit 150.000 bis 200.000 Besuchern gerechnet, der Eintritt werde etwa 5 – 10 €/Person betragen. Die Fa. Forest Adventures habe an der Erstellung der DIN  im Normenausschuss mitgewirkt, die Norm sei mittlerweile erstellt. Hinsichtlich der Diskrepanz der Stellen beim Kletterwald und Baumwipfelpfad sei der Betreuungsaufwand maßgebend, der im Kletterwald wesentlich geringer sei. Die Grundstücke, auf denen bisher Kletterwälder errichtet wurden, seien langfristig auf 15 Jahre gepachtet. Insgesamt entstehen für die Stadt Hagen keine Kosten, die Instandhaltung sei für Forest Adventures selbstverständlich, so dass der Baumbestand gepflegt werde. Da die Bäume nicht als Tragwerk dienen, sei die Pflege kein Problem. Ein alternatives Verkehrskonzept gebe es noch nicht, dies werde noch zu erstellen sein. Herr Prof. Dr. Ullrich sieht das Projekt sehr kritisch und formuliert seine Bedenken. Er sieht weder ökologische noch pädagogische Ziele sondern eher Belastungen für Wald und Tiere. Herr Dücker betont die Verantwortung der Politik, zu einem frühen Zeitraum zu entscheiden, ob das Projekt befürwortet oder abgelehnt werde. Wichtig sei das Verkehrskonzept. Herr Dr. Schmidt signalisiert die Unterstützung des Verwaltungsvorstandes, sofern Vorteile auszumachen seien. Solange Grundsatzfragen jedoch nicht grundsätzlich geklärt seien, dürfe der Investor nicht in Planungen gedrängt werden. Herr Gräfer verdeutlicht, die Zufahrtssituation müsse von Fachleuten geklärt werden. Die vorgesehene und markierte Parkplatzfläche sei 1 ha groß; für Besucherströme von ca. 200.000 Personen würde die Hälfte der Fläche ausreichen, jedoch seien Spitzenereignisse abzufangen und eine vorausschauende Planung für zukünftige Maßnahmen notwendig. Eine alternative Parkfläche zu finden, sei aufgrund der Topographie nicht einfach, der Parkplatz dürfe nicht zu weit entfernt sein. Zunächst sei geplant, mit 6 Baumhäusern (Holzbauweise) zu starten. Vorteilhaft sei, dass der Pfad nicht über den Waldboden geführt werde und somit Verdichtungen vermieden werden. Entsorgung könne über feste Kanalanschlüsse bereits vorhandener Bebauung oder mit Regenwasser erfolgen. Für den Fall eines notwendigen Rückbaus würden Bankbürgschaften hinterlegt. Eine behindertengerechte Gestaltung und Ausführung des Pfades schließt Herr Gräfer aufgrund der Örtlichkeiten aus.

Frau Kingreen betont, die Probleme seien angesprochen, hofft auf konkrete und rechtzeitige Informationen, so dass die Diskussion problematischer Aspekte in den betroffenen Gremien erfolgen könne.

Frau Kingreen dankt Frau Fischer und Herrn Gräfer für die Informationen.

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Beschluss:

Der Umweltausschuss nimmt den Bericht dankend zur Kenntnis.

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Abstimmungsergebnis:

x

Zur Kenntnis genommen