01.02.2012 - 6 Bericht aus dem Arbeitskreis Trinkerszene Hbf
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 01.02.2012
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Gierke berichtet aus
dem Arbeitskreis Trinkerszene.
Dieser habe am 12.12. des letzten Jahres getagt. Man habe sich darauf
verständigt, dass zunächst eine Beschreibung der als störend empfundenen
Situation erfolge, dann Ziele zu
beschreiben und zuletzt Maßnahmen zu diskutieren.
Man habe festgestellt, dass es sich auf dem Bahnhofsvorplatz nicht um
eine homogene Gruppe handele. Die verschiedenen Gruppen grenzten sich zum Teil
stark voneinander ab. Die Bundespolizei habe festgestellt, dass es eine größere
Gruppe von Nicht -Hagenern dort geben solle, die sich regelmäßig träfe. Für
Menschen, die sich dort träfen und Alkohol konsumieren wollten, gebe es dort
eine gute Infrastruktur. Sie seien nicht wohnungslos und ihnen sei in der Regel
das Hilfesystem in Form von Suchtberatung
durchaus bekannt. Festgestellte Störung sei das Urinieren in der
Öffentlichkeit. Eine Bedrohungslage gebe es grundsätzlich nicht. Aggressives
Verhalten könne bei den Gruppen untereinander festgestellt werden. Es gebe
allerdings eine subjektive Bedrohungslage unter den Arkaden, unter denen sich
auch größere Gruppen zum Teil mit Hunden aufhielten.
Man habe sich die Frage gestellt, ob es Möglichkeiten gebe, rechtlich
dagegen vorzugehen. Die gebe es in Form der Ortsatzung. In dieser seien die
Störungen klar beschrieben und die politischen Vertreter seien der Meinung
gewesen, dass die dort beschriebenen Störungen ausreichend seien, um die nichtakzeptablen Verhaltensweisen zu beschreiben
und dort auch einzugreifen. Das Problem bestehe in der Durchsetzbarkeit.
Polizei und Ordnungsbehörden könnten erst dann eingreifen, wenn es zu
massiven Störungen gekommen sei.
Die
Es habe den Wunsch gegeben, dass die Vertreter der Politik in den
Fraktionen noch einmal die politischen Ziele diskutierten und diese in der
nächsten Sitzung des Arbeitskreises am 22.02.2012 einbrächten.
Herr Dr. Schmidt schlägt
vor, ein oder zwei Sitzungen des Arbeitskreises abzuwarten, bevor hier im
Ausschuss noch einmal eine sehr intensive Diskussion stattfinde.
Frau Fischbach möchte
wissen, in welcher Zahl Nicht-Hagener Trinker dort vor Ort seien. Könne man
klären, woher diese kämen?
Herr Gierke antwortet,
dass das nicht erhoben worden sei.
Er stellt Herrn Eickhoff vom Polizeipräsidium Hagen vor, der auch zu
diesem Thema für Fragen zur Verfügung stünde.
Herr Eickhoff macht
deutlich, dass die Ausführungen von Herrn Gierke umfassend gewesen seien und
auch die Sicht der Hagener Polizei träfen. Die Polizei habe seit Jahren ein
Projekt „Innenstadt“. Im Jahre 2011 seien 1202 Platzverweise
getätigt worden. Diese Zahl beträfe
nicht nur den Bahnhof. 246 Personen seien in Gewahrsam genommen worden. Die
Trinkerszene sei ein Schwerpunkt der Hagener Polizei in diesem Bereich. Eine
Beteiligung der Ordnungspartner sei nicht nur erwünscht, sondern werde auch erwartet.
Es handele sich um ein subjektives Sicherheitsgefühl, das gestört sei. Das
könne er persönlich auch nachvollziehen. Objektiv müsse man sich nicht
gefährdet fühlen.
Frau Priester-Büdenbender
stellt noch mal fest, dass die zweite Sitzung des Arbeitskreises am 22. Februar
terminiert ist.
Herr Hentschel bittet um
zeitnahe Übersendung des Protokolls aus der Arbeitsgruppe.
Frau Priester-Büdenbender
lädt Herrn Hentschel ein, an der Sitzung des Arbeitskreises teilzunehmen.
