02.02.2012 - 5 Anfragen gemäß § 18 der Geschäftsordnung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 02.02.2012
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Die aus seiner Sicht problematischen Äußerungen
in der WP von Herrn Dr. Belgin zu Verkäufen von Kunstwerken veranlassen Herrn
Asbeck folgende Anfrage zu stellen: Ist geplant, den KWA vor Veräußerungen
von Kunstwerken aus dem Bestand des Osthaus Museums einzuschalten und die
Genehmigung dem KWA vorzubehalten? Wie ist überhaupt die derzeitige
Beschlusslage hinsichtlich der Veräußerung von Kunstwerken?
Herr Asbeck erinnert an die Diskussionen im KWA, als
seinerzeit das Richter-Bild veräußert wurde. Er vertritt die Auffassung, dass
solche Fragen vor einer Veräußerung von Kunstwerken im KWA abgehandelt
werden sollten, deshalb interessiere ihn auch die Beschlusslage. Außerdem
möchte er wissen, ob die Absicht bestehe, das Depot einmal durch den KWA
besichtigen zu lassen, damit man überhaupt wisse, welche Kunstwerke zum Verkauf
anstehen könnten.
Herr Dr. Belgin betont, er habe gesagt, dass es ihm nicht darum gehe, den Hodler
zu verkaufen. Dies wisse auch Herr Dehm, mit dem er darüber gesprochen habe.
Dass dieses Thema durch eine Indiskretion von der überregionalen Presse
aufgegriffen wurde, sei bedauerlich. Es entbehre jeder Grundlage, dass mit dem
Verkauf eines solchen Kunstwerkes Haushaltslöcher geschlossen werden sollten
oder könnten. Es gehe auch nicht darum, irgendwelche Werke wild zu verkaufen,
dieser Eindruck dürfe nicht entstehen.
Er erinnere sich an die Diskussion in der Ratssitzung, an der auch
Mitglieder des KWA teilgenommen haben und in der man mehrheitlich damit
einverstanden war, in das Depot des Osthaus Museums zu gehen, um zu schauen,
was von den Kunstwerken brauchbar sei und was nicht. Natürlich werden die besten
dieser Werke ausgestellt und aufgehängt. Aber bei bestimmten Werken, die dort
eingelagert werden und die niemand - weder seine Vorgänger noch seine späteren
Nachfolger - jemals zeigen werden, müsse er sich fragen, ob es einen Sinn
mache, diese Werke einzulagern. Es gehe lediglich um diese Frage, ob man sich
mit solchen Werken noch beschäftigen müsse oder nicht.
Er spricht auch das gängige Verfahren benachbarter ausländischer Museen
an, die durchaus bestimmte Kunstwerke untereinander austauschen, was aber in
Deutschland eher problematisch sei.
Es sollte aber hier in der Stadt den Konsens geben, als Museum zumindest die Frage stellen zu können, ob man sich von
bestimmten Dingen trennen könnte oder nicht. Das könnte so aussehen, dass z.B.
ein Arbeitskreis bestehend aus dem Vorsitzenden dieses Ausschusses, dem
Kulturdezernenten und einigen anderen Mitgliedern des KWA dem Depot einmal
einen Besuch abstattet um zu sondieren, ob es sich überhaupt lohnt über
bestimmte Dinge zu diskutieren. Diese Frage zu stellen sollte möglich sein und
dafür stehe er.
Herr Röspel bedankt sich
bei Herrn Dr. Belgin für dessen ausführliche Stellungnahme.
Herr Asbeck meint dennoch,
das die Beschlusslage noch einmal nachvollzogen werden sollte.
Herr Dr. Fischer fragt den
Vorsitzenden, ob es möglich sei, dieses Thema auf die Tagesordnung einer
nichtöffentlichen Sitzung des KWA zu setzen. Er würde gerne darüber
diskutieren.
In diesem Zusammenhang fragt Herr Dücker, ob es richtig sei, dass
der Oberbürgermeister in der letzten Ratssitzung zugesagt hat, dass der KWA
sich in einer Sitzung mit diesem Thema beschäftigen soll.
Herr Röspel antwortet,
dies sei angeregt worden.
