02.02.2012 - 5 Anfragen gemäß § 18 der Geschäftsordnung

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Wortprotokoll

Die aus seiner Sicht problematischen Äußerungen in der WP von Herrn Dr. Belgin zu Verkäufen von Kunstwerken veranlassen Herrn Asbeck folgende Anfrage zu stellen: Ist geplant, den KWA vor Veräußerungen von Kunstwerken aus dem Bestand des Osthaus Museums einzuschalten und die Genehmigung dem KWA vorzubehalten? Wie ist überhaupt die derzeitige Beschlusslage hinsichtlich der Veräußerung von Kunstwerken?

 

Herr Asbeck erinnert an die Diskussionen im KWA, als seinerzeit das Richter-Bild veräußert wurde. Er vertritt die Auffassung, dass solche Fragen vor einer Veräußerung von Kunstwerken im KWA abgehandelt werden sollten, deshalb interessiere ihn auch die Beschlusslage. Außerdem möchte er wissen, ob die Absicht bestehe, das Depot einmal durch den KWA besichtigen zu lassen, damit man überhaupt wisse, welche Kunstwerke zum Verkauf anstehen könnten.

 

Herr Dr. Belgin betont, er habe gesagt, dass es ihm nicht darum gehe, den Hodler zu verkaufen. Dies wisse auch Herr Dehm, mit dem er darüber gesprochen habe. Dass dieses Thema durch eine Indiskretion von der überregionalen Presse aufgegriffen wurde, sei bedauerlich. Es entbehre jeder Grundlage, dass mit dem Verkauf eines solchen Kunstwerkes Haushaltslöcher geschlossen werden sollten oder könnten. Es gehe auch nicht darum, irgendwelche Werke wild zu verkaufen, dieser Eindruck dürfe nicht entstehen.

Er erinnere sich an die Diskussion in der Ratssitzung, an der auch Mitglieder des KWA teilgenommen haben und in der man mehrheitlich damit einverstanden war, in das Depot des Osthaus Museums zu gehen, um zu schauen, was von den Kunstwerken brauchbar sei und was nicht. Natürlich werden die besten dieser Werke ausgestellt und aufgehängt. Aber bei bestimmten Werken, die dort eingelagert werden und die niemand - weder seine Vorgänger noch seine späteren Nachfolger - jemals zeigen werden, müsse er sich fragen, ob es einen Sinn mache, diese Werke einzulagern. Es gehe lediglich um diese Frage, ob man sich mit solchen Werken noch beschäftigen müsse oder nicht.

Er spricht auch das gängige Verfahren benachbarter ausländischer Museen an, die durchaus bestimmte Kunstwerke untereinander austauschen, was aber in Deutschland eher problematisch sei.

Es sollte aber hier in der Stadt den Konsens geben, als Museum zumindest die  Frage stellen zu können, ob man sich von bestimmten Dingen trennen könnte oder nicht. Das könnte so aussehen, dass z.B. ein Arbeitskreis bestehend aus dem Vorsitzenden dieses Ausschusses, dem Kulturdezernenten und einigen anderen Mitgliedern des KWA dem Depot einmal einen Besuch abstattet um zu sondieren, ob es sich überhaupt lohnt über bestimmte Dinge zu diskutieren. Diese Frage zu stellen sollte möglich sein und dafür stehe er.

 

Herr Röspel bedankt sich bei Herrn Dr. Belgin für dessen ausführliche Stellungnahme.

 

Herr Asbeck meint dennoch, das die Beschlusslage noch einmal nachvollzogen werden sollte.

 

Herr Dr. Fischer fragt den Vorsitzenden, ob es möglich sei, dieses Thema auf die Tagesordnung einer nichtöffentlichen Sitzung des KWA zu setzen. Er würde gerne darüber diskutieren.

 

In diesem Zusammenhang fragt Herr Dücker, ob es richtig sei, dass der Oberbürgermeister in der letzten Ratssitzung zugesagt hat, dass der KWA sich in einer Sitzung mit diesem Thema beschäftigen soll.

 

Herr Röspel antwortet, dies sei angeregt worden.

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Beschluss: