14.11.2012 - 6 Präsentation der Ergebnisse der Elternbefragung...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 14.11.2012
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Kaufhold vom Forschungsverbund Institut für soziale Arbeit Münster präsentiert die Ergebnisse der Elternbefragung U3 (siehe Anlage zu TOP 5).
Herr Homm berichtet, dass es diesen Fragebogen auch als Elternteil bekommen habe. Dieser sei sehr komplex und teilweise schwer zu verstehen bzw. auszufüllen.
Das fange schon damit an, dass man angeben solle, in welchem Stadtbezirk man wohne. Die Zuordnung zu den aufgeführten Bezirken sei nicht eindeutig gewesen.
Er gehe davon aus, dass man anhand der Befragung Anhaltspunkte sammeln könne, aber einen richtigen empirischen Beleg für einen Bedarf habe man durch eine solche Befragung nicht. Die persönlichen Bedarfe änderten sich auch mit dem Zeitablauf.
Herr Strüwer nimmt Bezug auf den Teil der Aufarbeitung, in der angegeben wurde, wie viele Betreuungsstunden nachgefragt werden. Derzeit würde in Hagen der überwiegende Teil der Eltern 45 Betreuungsstunden abrufen. In der Aufarbeitung sei eine viel geringere Nachfrage nach Betreuungsstunden erkennbar. Wie könne man diese Diskrepanz erklären?
Frau Kaufhold vermutet, dass Herr Strüwer zwei unterschiedliche Personengruppen vergleiche. Das hinge mit dem Alter der Kinder zusammen. Bei jüngeren Kindern unter zwei Jahren wünschten die Eltern eine zeitlich geringere Betreuung. Erst ab 2 Jahren sei der Wunsch nach einer umfassenderen Betreuung vorhanden.
Frau Haack bestätigt die Annahme von Frau Kaufhold. Man habe nur einen geringen Anteil von Kindern von ca. 20 %, die nur 25 Stunden betreut würden. Der Hauptanteil von ca. 50 % werde 35 Stunden betreut. Der restliche Teil von ca. 30 % werde 45 Stunden betreut. Wie bereits angemerkt, unterscheide sich der Ist-Zustand von den Ergebnissen der Befragungen.
Herr Strüwer stellt fest, dass man die Quote von 38 % bemessen habe für alle Kinder von 0 – 3 Jahren. Man sei natürlich aus verständlichen Gründen auf den Rechtsanspruch fokussiert, der ja nur für 1 -2 –jährige Kinder gelte. Wie hoch sei die Quote für diese Altersgruppe?
Frau Kaufhold beziffert diesen Wert auch auf 38 %.
Frau Haack weist darauf hin, dass es sich hier nur um einen Durchschnittswert handele. Sie erläutert, in welchen Fällen ein Rechtsanspruch besteht. Das hinge nicht nur mit dem Alter des Kindes zusammen.
Herr Goldbach berichtet, es habe einen Austausch der Jugendamtsleiter der großen Städte in Nordrhein-Westfalen gegeben. Hagen befände sich in vergleichbarer Gesellschaft. Man könne feststellen, dass je ländlicher der Raum sei, je geringer sei der Bedarf an U-3-Betreuung. Je größer die Stadt sei, je größer sei der Bedarf. Er sei froh, dass man sich an diesem Vorhaben beteiligt habe, weil man im Groben aktualisiert für das ganze Stadtgebiet eine realistische Zielmarke habe. Man schätze es so ein, dass diese sich in den Folgejahren auch noch nach oben bewegen werde. Wenn das Angebot da sei, werde es auch stärker nachgefragt werden. Ihm sei wichtig, dass der Ausschuss in der Dezembersitzung die Zielmarke von 38 % beschließen werde. Das würde der Verwaltung bei der weiteren Planung und Ressourcensicherung weiterhelfen.
Herr Dr. Schmidt schlägt den Ausschussmitgliedern vor, die vorgestellten Folien in Ruhe zu studieren. Dieser Punkt solle dann in der nächsten Sitzung noch mal auf die Tagesordnung gesetzt werden. Die Entscheidung über die Zukunftszahl habe dann politische Bindungswirkung. Es sei festzustellen, dass es schwer sein werde, die Zielmarke von 32 % im nächsten Jahr zu garantieren.
Herr Strüwer dankt Frau Kaufhold für ihren Vortrag und wünscht ihr weiterhin alles Gute.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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2,3 MB
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