21.03.2012 - 4.5 Schulentwicklungsplanung 2011 für den Bereich d...

Beschluss:
vertagt
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Wortprotokoll

Anmerkung: Dieser TOP wurde nach TOP beraten.

 

Beantwortung der Einwohnerfragen

 

Zu Frage 1

Herr Dr. Schmidt beantwortet die Frage mit den Ausführungen im Gutachten von Herrn Krämer-Mandeau, wonach die Anmeldezahlen der GS Reh schwächeln und für einen dauerhaften Erhalt der Schule nicht ausreichen.

 

Zu Frage 2

Herr Dr. Schmidt führt aus, dass die GS Reh dauerhaft auch nicht die Minimalanforderungen an eine Dorfschule erfüllt. Hinzu kommt, dass ausreichende Räumlichkeiten in der benachbarten Hauptschule Hohenlimburg vorhanden sind. Grundsätzlich weist Herr Dr. Schmidt darauf hin, dass es für jede Grundschulklasse mehr nicht automatisch auch mehr Lehrer von der Bezirksregierung zur Verfügung gestellt werden. Je mehr Grundschulklassen, umso schwieriger bis unmöglich wird eine gerechte Lehrerverteilung auf die Grundschulen.

 

Zu Frage 3

Herr Hermann erläutert, dass die meisten Schüler in einem Radius von 2 km zur GS Kley wohnen. Schüler, die außerhalb dieses Radius wohnen, bekämen dann von der Stadt ein Busticket.

 

Zu Frage 4

Herr Hermann relativiert die Befürchtungen hinsichtlich eines möglichen Konfliktpotentials aufgrund der auf 414 anwachsenden Schülerzahlen am Standort Kley. Zum einen funktionieren schon heute Grundschulen mit über 350 Schülern, zum anderen geht der Gutachter bis  zum Schuljahr 2016/17 von einer Reduzierung der Schülerzahlen auf 317 aus. Hinzu kommt eine räumliche Entspannung der Situation dadurch, dass der s.g. Turmtrakt mit vier Klassenräumen der Hauptschule Hohenlimburg gezielt durch die Grundschüler genutzt werden soll.

 

Zu Frage 5

Herr Hermann geht davon aus, dass bei einer Aufgabe des GS-Standortes Reh die Offene-Ganztags-Schulplätze mit zur GS Kley verlagert werden.

 

Zu Frage 7

Herr Hermann sagt zu, dass der Schulträger auch zukünftig die notwendigen Unterhaltungs- und Anpassungsinvestitionen bezüglich der Sanitäranlagen tätigen wird.

 

Zu Frage 8

Herr Hermann widerspricht der Aussage einer Zusammenlegung von einer Grundschule mit einer Hauptschule. Beide Schulformen bleiben erhalten. Es werden nur Räumlichkeiten der Hauptschule durch eine Grundschule genutzt.

 

 

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Hermann führt aus, dass die GS Berchum / Garenfeld zur Zeit über knapp unter 100 Schüler verfügt und sich diese Anzahl im nächsten Schuljahr auf ca. 82 Schüler reduziert. Damit wird die Mindestschülerzahl von 92 deutlich unterschritten. Daraus ergibt sich die Handlungsnotwendigkeit, diese Grundschule an die GS Kley anzubinden, die bereits im Verbund mit dem Teilstandort Reh ist.

 

Aufgrund der Rückläufigkeit der Schülerzahlen an den GS Wesselbach, Regenbogen und Heideschule, so führt Herr Hermann weiter aus,  können perspektivisch nur zwei dieser Standorte erhalten bleiben.

 

Herr Leisten führt aus, dass sich die CDU-Fraktion seit Mitte Dezember 2011 intensivst mit der Thematik beschäftigt hat und präsentiert den anderen BV-Mitgliedern seinen Beschlussvorschlag zu diesem TOP. Um den anderen BV-Mitgliedern Zeit zu geben, sich mit diesem Vorschlag auseinander zu setzen und um einen breiten Konsens zu erzielen, regt er die Vertagung dieses TOP auf die nächste Sitzung an.

 

Frau Buddeberg, Frau Schlößer und Herr Arnusch sind mit diesem Prozedere einverstanden. Herr Arnusch ergänzt, dass sich seine Fraktion dem demografischen Wandel nicht verschließen wird und steht, ebenso wie die Mehrheit der Schulleiter, für eine Übergangsphase hinter dem Verbundkonzept bei den Grundschulen.

 

Herr Schmidt ist vom Grundsatz her ebenfalls für eine Vertagung dieses TOPs, kann jedoch für seine Fraktion dem CDU-Beschlussvorschlag in den Punkten 2 und 3 nicht zustimmen. Er spricht sich eindeutig für einen Erhalt aller Grundschulstandorte in Hohenlimburg aus, so lange es die Anmeldezahlen hergeben, und bemängelt, dass die Verwaltung Grundschulen hinsichtlich des Anmeldeverhaltens der Eltern gegeneinander ausspiele.

 

Herr Dr. Schmidt widerspricht Herrn Schmidt ausdrücklich und verteidigt das Grundschulkonzept als richtig und zukunftsfähig. Anders als es die Verwaltungsvorlage vorsieht, ist er persönlich für eine Aufgabe der Wesselbachschule (in ca. 2 Jahren) und steht für eine Weiterführung der Wesselbachschule nur noch als Filialstandort der Heideschule. Bezüglich des Verbundkonzeptes merkt er weiter an, das dies für die Lehrer eine erhebliche Mehrbelastung darstellt.

 

Herr Arnusch fragt, wann die Klassenräume im Turmtrakt der Hauptschule Hohenlimburg frei werden und erwartet weiter, von der Verwaltung in regelmäßigen Abständen über Veränderungen bei den Entscheidungsgrößen des Schulentwicklungskonzeptes informiert zu werden.

 

Herr Leisten erinnert daran, dass die Eltern selber durch ihr Anmeldeverhalten über den Bestand jeder einzelnen Grundschule entscheiden. Herr Strüwer hält einen Schulentwicklungsplan für einen Zeitraum von 5 Jahren für völlig unrealistisch. Vielmehr muss dieser Plan durch Veränderungen des prognostizierten demografischen Wandels und vor dem Hintergrund der Aufhebung der Schulbezirke, jedes Jahr durch neue Beschlüsse –auch hinsichtlich der Notwendigkeit von Schulschließungen- angepasst werden.

 

An der weiteren Diskussion beteiligen sich Frau Buddeberg sowie die Herren Sondermeyer, Schmidt, Ullrich und Leisten.

 

Abschließend weist Herr Dr. Schmidt darauf hin, dass die Existenz der Hauptschule Hohenlimburg durch ihre Einzügigkeit und der geringen Anmeldezahlen von z. Zt. 20 Kindern erheblich in ihrer Existenz gefährdet ist.

 

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Beschluss:

 

Die Bezirksvertretung vertagt den Tagesordnungspunkt auf die nächste Sitzung.

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Abstimmungsergebnis:

X

 Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:

 8

Dagegen:

 2

Enthaltungen:

 4

 

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Anlagen zur Vorlage