07.12.2010 - 2 Haushaltssicherungskonzept (HSK) 2011, 2. Lesung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Integrationsrates
- Datum:
- Di., 07.12.2010
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Konsolidierung
- Bearbeitung:
- Melanie Langer
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
PK.2581 Personalkosteneinsparung
im TP 2581 Kulturamt
Hr. Killic und Fr. Kingreen merken an, dass die Kürzung der 0,5 Stelle
Interkultur zum Wegfall aller Aktivitäten für und mit Menschen mit
Migrationshintergrund führen würde und das Zusammenleben in der Stadt
schwieriger gestallten lässt. Der Integrationsrat lehnt den Wegfall der 0,5 Stelle ab.
PK.2571 Personalkosteneinsparung
im TP 2571 VHS
Durch die Einsparung der Stelle erfolgt die Arbeitsverdichtung und die
IntegrationskursteilnehmerInnen müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen,
wodurch die Integration dieser Menscher erschwert wird. Der Integrationsrat spricht
sich gegen die Einsparung der 0,5 Stelle aus.
52.005 Betriebskosteneinsparung
auf Sportplätzen
Die Aufgabe der Sportplätze Dahmsheide und Quambusch wurde intensiv diskutiert.
Hr. Reinhardt legt dar, dass der Sportplatz Dahmsheide von Kindern und
Jugendlichen intensiv auch als Bolzplatz genutzt wird. Hr. Özkan legt einen
offenen Brief vom Stadtteilforum Altenhagen vor, mit der Bitte die Schließung
des Sportplatzes zu thematisieren. Der Integrationsrat empfiehlt dem Rat der
Stadt die Sportplätze und die Turnhalle Dahmsheide zu erhalten.
52.007 Betriebskostenverbesserung in
Sportanlagen
Der Integrationsrat lehnt die Beteiligung der Sportvereine an den
Betriebskosten ab, da befürchtet wird,
dass die Betriebskosten auf Vereinsmitglieder verlagert werden.
53.005 Zuschussgewährung Schwangerschaftskonfliktberatung
Hr. Kilic merkt an, dass der Anteil der Hilfesuchenden mit
Migrationshintergrund bei 35,5% liegt. Darunter sind viele
„nichtchristliche“ Frauen (muslimische u. a.). Diese Ratsuchenden
sind oft benachteiligt, falls sie sich nicht von einer christlichen Einrichtung
beraten werden können.
Fr. Helling merkt an, dass die Beratungsstelle der AWO die einzige
weltanschaulich neutrale Beratungsstelle in Hagen ist. Dennoch ist es nicht die
Aufgabe der Stadt die Schwangerschaftskonfliktberatung zu gewährleisten,
sondern die des Landes.
Der Integrationsrat lehnt nach einer kontroversen Diskussion die
Einstellung des Zuschusses bei der AWO (als weltanschaulich neutrale
Organisation) ab und empfiehlt dem Rat der Stadt dafür Sorge zu tragen, dass
die Förderung der Schwangerschaftskonfliktberatung der AWO im bisherigen Umfang
beibehalten werden kann.
55.047 Aufgabe von Asylbewerberunterkünften
Hr. Stüwe informiert, dass die drei verbleibenden Einrichtungen (langfristige Mitverträge) bei den derzeitigen Zuzugszahlen ausreichen werden. Der geringe Anstieg der Zahlen kann durch die Leerstände aufgefangen werden. Wenn es eng werden sollte, und die Zahlen stark steigen würden, werden zunächst die Personen, die länger in diesen Übergangswohnheimen wohnen, ausziehen (mit einem kleinen Vorlauf) und so noch zusätzliche Kapazitäten schaffen.
55.050 Schuldnerberatung
Hr. Kilic berichtet von vielen Migranten, die Insolvent geworden sind und sehr lange auf einen Beratungstermin warten mussten. Hr. Stüwe bringt ein, dass bei dieser Einsparung es um das Auslaufen einer Stelle beim DW. Der Rat der Stadt Hagen hat dem Diakonischen Werk Zuschuss von 57.000 € bewilligt, damit einen zusätzliche Stelle eingerichtet werden kann. Dieses Vorhaben war von Anfang an auf 3 Jahre begrenzt. Die Befristung ist im 30.09.10 ausgelaufen.
Der Integrationsrat stimmt der Maßnahme zu.
55.100 Elternbeiträge
Fr. Keller informiert über den Beschluss des JHS vom 2.12.10 und die Szenarien der geplanten Neustaffelung der Elternbeiträge.
Der Integrationsrat entscheidet sich gegen die Erhebung der Mindestbeiträge von 20,-€ für Hartz IV-Empfänger/innen und Geriengverdiener/innen, da befürchtet wird, dass die Kinder die Tageseinrichtungen nicht besuchen werden. Dieses ist der Integration nicht dienlich, da für viele Kinder die Kindertageseinrichtungen oft die einzige Möglichkeit der sprachlichen und/oder sozialen Integration sind.
55.149 Schließung von Spielplätzen
Der Integrationsrat nimmt die Beschlussvorlage der BVs als Entscheidungsgrundlage zu Kenntnis. Hr. Akbaba informiert, dass bei der Übertragung des Standortes „Im Mühlenwert“ an Moscheeverein Gesprächs-/Klärungsbedarf seitens des Moscheevereines besteht. Hr. Akbaba ist der Vorsitzende des Moscheevereins und hat der Übertragung nicht zugestimmt.
Der Integrationsrat stimmt der Maßnahme mit der Einschränkung des o. g. Standortes zu.
55.150, 55.150a, 55.150b Offene Kinder- und Jugendarbeit
Der Integrationsrat nimmt
die Maßnahme zur Kenntniss
55.155 Seniorenbegegnungsstätten
Fr.
Kingreen vertritt die Meinung, dass bei einem wachsenden Anteil der älteren Menschen
in der Gesellschaft es die falsche Sparmaßnahme. Kurzfristig spart der Rat, langfristig
würde jedoch diese Einsparung viel Geld kosten. Es sind niederschwellige Angebote,
in denen Präventionsarbeit betrieben wird.
Hr.
Stüwe ergänzt, dass die Struktur der Beratungsstellenstandorte nicht der Sozialraumplanung
entspricht. Wenn um 20% gekürzt werden soll, müsste genauer geschaut werden,
welche Standorte eine höhere Dichte an Beratungsstellen haben.
Hr.
Öztaskin fragt nach, inwiefern ältere Migrant/innen in die
Seniorenbegegnungsstätte eingebunden sind. Er teilte mit, dass es in Hagen eine
Studie durchgeführt wurde in Bezug auf ältere Migrant/innen in Hagen. Die
Ergebnisse der Untersuchung sind dem Integrationsrat nicht bekannt.
Hr.
Köhler ergänzt, dass aufgrund der demografischen Entwicklung diese Arbeit ausgebaut
werden muss. Der Ansatzpunkt zur Integration wäre die Entwicklung von Konzepten
für ältere Migrant/innen mit dem Ziel, diese einzubinden. Es ist erforderlich,
Konzepte zu entwickeln für die nächsten 10-15 Jahren.
Hr.
Söhnchen bietet das Thema „Seniorenbegegnungsstätte“ bei einer der
nächsten Sitzungen auf die Tagesordnung zu setzten und z. B. die AWO als eine
der größten Begegnungsstättenträger in Hagen bieten, einen Vortrag zu halten,
wie in Moment die Arbeit aussieht und welche konzeptionellen Arbeiten
angegangen werden, um das Thema
Migration oder Öffnung für Migranten zu integrieren.
LAGA
beschäftigt sich seit über 2 Jahren mit dem Thema auf der Landesebene. Hr. Öztaskin
würde zu gegebener Zeit darüber informieren.
55. 173 Abbau der Kita-Plätze
Fr. Helling informiert, dass der JHA eine Kindergartenbedarfsplanung erstellt hat. Aus dieser geht hervor, dass im Zuge der demografischen Entwicklung die Kindergärten geschlossen werden müssen.
PK.3650 Personalkosteneinsparung im TP 3650 Tageseinrichtungen für Kinder
Die Personalsituation in den Kindertageseinrichtungen verschlechtert sich zunehmend im Zuge des KIBITZ. Die Aufgabenverlagerung spiegelt sich der Qualität der Kinderbetreuung wieder. Der Integrationsrat spricht sich gegen die Verschlechterung der Personalsituation in den verbleibenden Kitas aus.
Beschluss:
PK.2581 Personalkosteneinsparung im
TP 2581 Kulturamt
Der Integrationsrat lehnt den Wegfall der 0,5 Stelle Interkultur ab und
empfiehlt dem Rat der Stadt die 0,5 Stelle weiterhin beizubehalten.
PK.2571 Personalkosteneinsparung im
TP 2571 VHS
Der Integrationsrat lehnt die Maßnahme ab
PK.2571 Personalkosteneinsparung
im TP 2571 VHS
Der Integrationsrat lehnt die Maßnahme ab.
52.005 Betriebskosteneinsparung
auf Sportplätzen
Der Integrationsrat lehnt die Aufgabe der Sportplätze Dahmsheide und
Quambusch ab und empfiehlt dem Rat der Stadt die Sportplätze und die Turnhalle
Dahmsheide zu erhalten.
52.007 Betriebskostenverbesserung in
Sportanlagen
Der Integrationsrat lehnt die Beteiligung der Sportvereine an den
Betriebskosten ab.
53.005 Zuschussgewährung
Schwangerschaftskonfliktberatung
Der Integrationsrat lehnt die Einstellung des Zuschusses bei der AWO (als
weltanschaulich neutrale Organisation) ab und empfiehlt dem Rat der Stadt dafür
Sorge zu tragen, dass die Förderung der Schwangerschaftskonfliktberatung der
AWO im bisherigen Umfang beibehalten werden kann.
55.047 Aufgabe von Asylbewerberunterkünften
55.050 Schuldnerberatung
Zur Kenntnis genommen
55.100 Elternbeiträge
Der Integrationsrat lehnt die Erhebung der Mindestbeiträge von 20,-€ für Hartz IV-Empfänger/innen und Geriengverdiener/innen ab.
55.149 Schließung von Spielplätzen
Der Integrationsrat stimmt der Reduzierung der Kinderspielplätze (Beschlüsse der BVs) mit einer Einschränkung zu. Bei der Übertragung des Standortes „Im Mühlenwert“ an Moscheeverein besteht Gesprächs-/Klärungsbedarf seitens des Moscheevereines.
55.150, 55.150a,
55.150b Offene Kinder- und
Jugendarbeit
Zur Kenntnis genommen
55.155 Seniorenbegegnungsstätten
Der Integrationsrat lehnt die Maßnahme ab
55.167 Leistungsgewährung für Asylbewerber
55. 173 Abbau der Kita-Plätze
PK.3650 Personalkosteneinsparung im TP 3650
Tageseinrichtungen für Kinder
Der Integrationsrat spricht sich gegen die Verschlechterung der Personalsituation in den verbleibenden Kitas aus.
Anlagen zur Vorlage
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29,5 kB
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34,1 kB
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48,6 kB
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