24.11.2010 - 4.1 HSK 2011- Einsparung bei KinderspielplätzenAnla...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Nord
- Datum:
- Mi., 24.11.2010
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Konsolidierung
- Bearbeitung:
- Melanie Langer
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Einleitend geht Herr Kohaupt auf den Inhalt der Vorlage zur
Einsparung von Kinderspielplätzen ein. Er führt aus, dass durch eine
vertretbare Reduzierung der Kinderspielplätze bei den Unterhaltungskosten und
dem Erlös durch Vermarktung von Grundstücken Einsparungen erzielt werden
sollen. Die Verwaltung empfiehlt im Bereich des Hagenern Nordens die Spielplätze
Heigarenweg, Am Kolfacker, am Boeler Marktplatz und an der Wortherbruchstraße aufzugeben.
Herr Panzer möchte wissen,
ob die Möglichkeit bestehe, nach Rücksprache mit den Fördergebern die
Bindefristen für Spielplätze zu verkürzen. Somit sei ein Erhalt von benötigten
Spielplätzen gesichert.
Herr Gerbersmann
entgegnet, dass die planungsrechtlichen Vorgaben zu berücksichtigen seien. Er ist der Meinung, dass es in einigen
Fällen, nach Rücksprache mit der Bezirksregierung, möglich sei, einzelne
Bindefristen zu verändern, um somit den Verkauf von bestimmten Spielplätzen oder
einen Neubau von anderen Spielplätzen zu ermöglichen. Er macht deutlich, dass
es sich hier um ein Gesamtkonzept handle, das mit der Bezirksregierung
abgesprochen sei. Die Verkaufserlöse dürften nicht zur Erhöhung von Kreditlinien
und somit für neue Investitionen genutzt werden.
Herr Hegerding schließt
sich den Äußerungen von Herrn Panzer an, fügt jedoch hinzu, dass man wegen der
schlechten finanziellen Lage in den letzten Jahren nicht mehr in der Lage
gewesen sei , Erneuerungsmaßnahmen an Spielplätzen durchzuführen. Die
Zielsetzung und Umsetzung der geplanten Maßnahmen sei gesamtstädtisch zu betrachten.
Nur somit bestehe die Chance, in den
nächsten Jahren wieder Erneuerungsmaßnahmen
durchführen zu können.
Herr Kohaupt betont, dass es wichtig sei dieses langfristige
Konzept zu verfolgen. Die Spielplätze „Heigarenweg“ und „Am
Kolfacker“ seien aus seiner Sicht verzichtbar. Der Spielplatz am
Marktplatz in Boele könne jedoch nicht wegfallen. Dieser sei die Anlaufstelle
für Großeltern mit ihren Enkelkindern. Weiterhin seien vor kurzem dort auch
Mehrgenerationenspielgeräte aufgestellt worden.
Dies würde zu einem gravierenden städtischen Eingriff in die Boeler Ortsmitte
führen. Als Kompensationsfläche könne er sich den Spielplatz an der Posener
Straße vorstellen. Langfristig sei auch
zu prüfen, ob der Spielplatz an der Danziger Straße wegfallen könnte.
Herr Hegerding merkt an,
dass man bei dem Spielplatz an der Posener Straße nur die Unterhaltungskosten
für die Spielgeräte einsparen würde. Anders sei es bei dem Spielplatz an der Danziger
Straße zu sehen, da es sich dort um ein Eckgrundstück handle, das an eine
Wohnbebauung grenze. Es sei zu überlegen wie die mittelfristigen Planungen
aussehen sollten.
Herr Kohaupt führt aus,
dass im Vorfeld der Veränderungen erst die Bürgerinnen und Bürgen befragt
werden sollten.
Herr Gerbersmann schlägt
vor, die Maßnahme als gegenseitigen Prüfauftrag anzusehen.
Herr Panzer betont, dass
nicht mit den vorgegeben Sparmaßnahmen, wie z.B. mit dem Wegfall des
Spielplatzes am Boeler Marktplatz, Stadtentwicklung betrieben werden dürfe. Die
Grünflächen müssten bestehen bleiben. Er macht deutlich, dass sich nicht aus jeder
Stilllegung eines Spielplatzes ein Verkauf von zu vermarktenden Flächen ergebe.
Herr Hegerding merkt an,
dass ggf. B-Planänderungen vorgenommen
werden müssten, bevor Grundstücke veräußert werden könnten.
Herr Kohaupt ergänzt, dass
zu überlegen sei, ob man den Spielplatz an der Wortherbruchstraße langfristig
aufgeben könnte, da auf dem Europaplatz ein großer Spielplatz vorhanden
sei. Er teilt weiterhin mit, dass auch
in Zukunft das Stadtteilhaus in Vorhalle
für die Bürger zur Verfügung stehen werde.
Herr Söhnchen spricht den
zweigeteilten Spielplatz an der Wortherbruchstraße an. Der vorhandene
Rettungsweg sollte bei einer anderen Nutzung nicht außer Acht gelassen werden.
Herr Kohaupt erläutert
anhand eines Planes die Möglichkeiten einer Bebauung. Anschließend bittet er
die Verwaltung zu prüfen, welches Areal für eine Bebauung geeignet sei.
Beschluss:
Die BV-Nord empfiehlt dem Rat der
Stadt folgenden Beschluss zu fassen:
- Die Aufgabe der in der Vorlage aufgeführten Spielplätze wird mit folgenden
Änderungen beschlossen
- Der Spielplatz am Boeler Markt soll bestehen bleiben. Die Verwaltung wird
gebeten, zu prüfen, ob die Spielplätze an der Dortmunder Straße / Posener
Straße und ggf. Danziger Straße aufgegeben werden können.
- Die Verwaltung wird gebeten, zu prüfen, welche Fläche für die Veräußerung des Spielplatzes Worterbruchstraße in Frage kommt und ob der Ablauf der Bindefrist für den Spielplatz schon zu einem früheren Zeitpunkt erreicht werden kann.
2. Auf dieser Basis wird die Verwaltung beauftragt, mit der Kommunalaufsicht für die nächsten Jahre einen finanziellen Handlungsrahmen für die Erneuerung der verbleibenden Spielplätze auszuhandeln.
