29.03.2011 - 3.1 Anfrage gem. § 5 (1) GeschO des Rates der Frakt...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.1
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 29.03.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Anfrage
- Federführend:
- Fachbereich des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Gesine Specht
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Ramrath äußert sich dahin gehend, dass
durch den Vortrag von Herrn Grothe die Fragen von Hagen – Aktiv im
Wesentlichen beantwortet seien. Außerdem gebe es eine schriftliche
Beantwortung.
Herr Klinkert signalisiert, dass die Fraktion
Hagen Aktiv nicht so ganz mit den Antworten zufrieden sei aber als Grundlage
für die weitere Diskussion in der Fraktion mit Herrn Grothe dienen solle. Er
frage sich, wie bei einer Bauzeit von acht bis zehn Jahren mit der
Feinstaubbelastung umgegangen werden könne. Es gebe zwar ein LKW - Routenkonzept,
was seiner Meinung nach aber zu kleinteilig sei. Sicher sei, dass in Zukunft durch die
Fortentwicklung der Fahrzeuge die CO2 – Belastung sinke. Jedoch blieben
die hohen Kosten von ca. 65 Mio. € für diese Maßnahme, die die Stadt bei
der derzeitigen Haushaltslage für lange Zeit belasten würde. Er traue der
Berechnung nicht, dass mit diesem Betrag auszukommen sei. Die Fraktion Hagen
– Aktiv möchte von Herrn Grothe detailliert über die Finanzierung
informiert werden, um dies auch zu dokumentieren. Die Stadt solle vor einem
finanziellen Desaster bewahrt werden. Es habe schon häufig Kalkulationen
gegeben, die sich im Nachhinein als falsch heraus gestellt hätten. Er stelle
fest, dass bei durchgeführten Umfragen in der Innenstadt sich ca. 80 – 85
% der Befragten kritisch insbesondere wegen der hohen Kosten gegen die
Bahnhofshinterfahrung ausgesprochen hätten. Gerade die großen Parteien sollten sich
Gedanken darüber machen, dass man nicht Politik gegen die Bürger machen könne.
Der gehaltene Vortrag sei sinnvoll und sollte auch den Bürgern zugänglich
gemacht werden, nicht erst dann, wenn die Baumaßnahme beginne.
Herr Dücker erinnert darin, dass die
Bahnhofshinterfahrung keineswegs ohne den Bürger geplant worden sei und dies
über einen langen Zeitraum. Es sei geradezu ein Glücksfall, dass hierfür
Zuschussmittel zur Verfügung ständen. Bei einer Nicht - Inanspruchnahme würden
diese Mittel auch nicht für andere Maßnahmen in Hagen zur Verfügung stehen,
sondern würden anderen Städten zugute kommen. Der Bauzeitraum von zehn Jahren
biete sicherlich auch Perspektiven. Diese Straße sei notwendig für Hagen. Ein
angekündigter 3 D – Vortrag wäre sicherlich für eine Akzeptanz sehr
wichtig.
Herr Sondermeyer kann sich der Auffassung von
Herrn Dücker anschließen. Die neue Straße bringe gerade im Bahnhofsbereich eine
Verbesserung der Wohn-, Geschäfts- und Arbeitssituation. Diese Chance sollte
genutzt werden. Auch würden durch dieses Projekt auf Jahre hinaus Arbeitskräfte
gebunden.
Herr Thieser erinnert an die vormalige Geschichte
und Ursprünge der Bahnhofshinterfahrung, die bei ihm nicht nur positive
Gedanken hervor riefen. Er glaube, dass dieses Projekt eine historische Chance
sei, nicht nur aus verkehrlichen, sondern auch aus ökologischen und
städtebaulichen Gründen. Es bedeute eine Neuordnung des gesamten Bereiches
hinter dem Bahnhof und eröffne in den nächsten Jahren eine Diskussion über
Planungen im Bahnhofsbereich, der sich zu einem absoluten Problembereich
entwickelt habe. Er verweise darauf, dass für den Fall, dass die Stadt Hagen
die zustehenden Fördermittel nicht in
Anspruch nehmen sollte, diese für Projekte anderer Städte verteilt würden. Dann
müsse man sich damit auseinander setzen, was verkehrlich und städtebaulich
passieren solle. Dagegen zu sein und hierzu die Bürger auch aufzufordern, sei
seiner Ansicht nach zu wenig. Es fehle
eine städtebauliche und verkehrliche Alternative, die den BürgerInnen
aufgezeigt werden könnte. Er frage nach Vorschlägen und alternativen Konzepten.
Etwas, was ihm allerdings noch fehle, sei ein öffentlichkeitswirksames Konzept,
um die Akzeptanz der Bahnhofshinterfahrung in der Bevölkerung zu erreichen.
Dies müsse entsprechend den Beschlüssen des Rates professionell vermittelt
werden.
Für Herrn Panzer ist die Bahnhofshinterfahrung
ein unverzichtbares Projekt für Hagen, wenn man die Probleme im Stadtgebiet
auch auf Grund der topografischen Situation lösen wolle. Dies betreffe die Verlagerung der LKW –
Verkehre hinter den Bahnhof und auch die Entwicklung von bestehenden
Gewerbebrachen. Die Ziele der Planung sollten nach Außen hin geschlossen
vertreten werden, nicht nur zur Information und Beteiligung, sondern um auch hierfür Verständnis zu entwickeln.
Herr Romberg stellt mit großer Genugtuung fest,
dass für das Projekt Bahnhofshinterfahrung eine sehr große Übereinstimmung in
fast allen Parteien herrsche. Er erinnere daran, dass die Stadt dem
Haushaltssicherungskonzept unterliege und nicht auf freiwilliger Basis machen
könne, was nicht von der Bezirksregierung genehmigt sei. Daher sollten diese
Zuschussmittel sinnvoll für dieses Projekt eingesetzt werden. Er sehe Handlungsbedarf im Bereich der Sedanstraße
zur Sanierung der dortigen Brücke, die nicht mehr befahren werden dürfe. Er
weise auch darauf hin, dass die Berechnung der Straßenkosten als seriös
anzusehen sei, da sie Grundlage für einen Zuschussantrag gewesen seien. Es sei
unverantwortlich, dieses Projekt jetzt aufzugeben.
Herr Meier äußert sich erfreut über die
geäußerten Meinungen. Auf seine Frage hin, ob diese positive Sicht auch Meinung
der gesamten CDU – Fraktion sei, antwortet Herr Romberg mit einem
eindeutigen „Ja“.
Herr Dr. Ramrath stellt fest, dass für dieses
Projekt in diesem Ausschuss ein breiter Konsens bestehe und somit hieran weiter
gearbeitet werden könne. Er erinnere auch an den bereits im Rat gefassten
Baubeschluss. Er gehe davon aus, dass die gestellte Anfrage damit als erledigt
angesehen und zur Kenntnis genommen werden könne.
Hiergegen erhebt sich kein Widerspruch.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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34,4 kB
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