01.02.2011 - 12 Aktuelles Planvorhaben auf dem Brandt-Gelände i...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Nach Auffassung von Herrn Dücker sind die Vorschläge des Investors dort nicht zu realisieren und somit abzulehnen. Dieser Bereich sei nur in Richtung Gewerbe zu entwickeln. Entsprechende Gespräche sollten mit dem Eigentümer geführt werden, um wegzukommen von den ursprünglichen Ideen des Einzelhandels- bzw. FOC-Konzepts. Dies sei seiner Meinung schon auf Grund der verkehrlichen Situation dort nicht mehr möglich.

Die bestehenden Gebäude sollten aus dem Denkmalschutz entlassen werden und einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden. Kleine bis mittlere Handwerkbetriebe könnten dort ihre Heimat finden und sich weiter entwickeln. Dies sei eine große Chance für Westerbauer auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Vielleicht wären Gespräche der Verwaltung mit dem Eigentümer hilfreich, um zu entsprechenden Lösungen zu kommen.

 

Herr Grothe berichtet, dass sowohl der Eigentümer als auch dessen Bevollmächtigter für diese Flächen mit der Bitte um Informationen angeschrieben worden seien, wie sie weiter mit der Fläche umzugehen gedächten. Es sei deutlich formuliert worden, dass die Stadt ein Verkehrskonzept, einen Investor und ein Umsetzungskonzept erwarte, um evtl. nochmals über die Idee FOC und anderes nachdenken zu können. Ein Termin sei inzwischen festgelegt. Dieser sollte zunächst abgewartet werden.

 

Herr Klinkert begrüßt dieses Gespräch mit Eigentümer und Entwickler. Diese sollten sich überlegen, ob sie nicht doch mit abgewandelten Vorstellungen auf die Stadt zukommen sollten.

 

Lt. Herrn Romberg müsse dem Eigentümer deutlich gemacht werden, dass seine Vorstellungen von großflächigem Einzelhandel nicht praktikabel seien. Er frage sich jedoch, ob die angesprochenen gewerblichen Nutzungen nicht im Widerspruch zu den städtischen Planungen wie Gartencenter ständen.

 

Herr Grothe erwidert, dass die Stadt derzeit beabsichtige, die in Frage stehenden Flächen aus der Industrienutzung herauszunehmen, um sie aus landesplanerischer Sicht zu einem Allgemeinen Siedlungsbereich zu machen. Dies könnte auch Gewerbe einschließen. Er sehe jedoch die Schwierigkeit, dass dies finanziell nicht funktioniere. Die Abrisskosten schätze er auf einen mehrstelligen Millionenbetrag. Er kenne jedoch Konzepte aus anderen Städten, die für die bestehenden Gebäude versuchten Untermieter zu finden, z. B. kleine Handwerksbetriebe. Diese Idee sei jedoch bisher an den Vorstellungen des Eigentümers gescheitert.

 

Neben der möglichen Nutzung als Gewerbehof bringt Herr Dr. Ramrath ins Gespräch, den Abriss durch einen öffentlich rechtlichen Träger z. B. wie im Nahmertal zu organisieren. Wenn auf dem Brandt-Gelände eine gewerbliche Nutzung installiert werden sollte, sei für den Eigentümer ein Abriss aus wirtschaftlichen Gründen nicht finanzierbar. Dann würde diese Brache für lange Zeit bestehen bleiben. Auch ein Teilabriss könnte möglicherweise verfolgt werden.

 

Problem ist für Herrn Wolzenburg, dass die Stadt noch nicht wisse, was auf dem Gelände gewollt sei. Ihm sei jedoch wichtig, dass die Tendenz nicht unbedingt in Richtung FOC gehe, mit den Schwierigkeiten, wie sie schon von Herrn Dücker angedeutet worden seien.

  

Herr Bögemann bringt die Möglichkeiten von Loft-Wohnung in diesen alten Fabrikgebäuden ins Gespräch.

 

Lt. Herrn Meier bringe eine Einzelhandelsnutzung natürlich eine höhere Rendite. Sicherlich sei auch eine gewerbliche Nutzung möglich, dann wäre die Gewinnerwartung aber geringer. Die Planungshoheit liege bei der Stadt und diese müsse sagen, in welche Richtung es dort gehe.

 

Herr Dücker möchte zunächst die Gespräche der Verwaltung mit dem Eigentümer abwarten, wobei er davon ausgehe, dass die Chancen eines FOC an dieser Stelle gering seien. Gleichwohl sollte weiterhin über ein Gartencenter auf der gegenüber liegende Straßenseite nachgedacht werden.

 

Herr Romberg berichtet, dass der dortige Investor hierfür derzeit nicht mehr zur Verfügung stehe. Des Weiteren bittet er darum, in den Gesprächen mit dem Eigentümer deutlich zu machen, dass mit Einzelhandel nicht weiter zu kommen sei. Er warne auch davor, sich zu sehr mit Gewerbe in den bestehen Gebäuden zu befassen, da hier sehr schnell bauordnungsrechtliche Gründe wie Brandschutz gegen sprechen würden.

 

Herr Grothe gibt zu bedenken, dass die Stadt die Ausweisung eines Allgemeiner Siedlungsbereiches anstrebe. Dies biete allen dortigen Eigentümern Entwicklungsmöglichkeiten in Richtung Fachmarkt/Einzelhandel. Er sei der Auffassung, dass es eine große Lösung auf einen Schlag nicht geben werde. Es sollte zunächst klein angefangen werden.

Dies beinhalte auch die Aufgabe des Eigentümers, dort Aktivitäten in jeder Form zuzulassen. Er bitte darum, zunächst die Gespräche abzuwarten.

 

Die Diskussion abschließend macht Herr Dr. Ramrath den nachfolgenden Beschlussvorschlag und stellt fest, dass hiergegen keine Bedenken bestehen.    

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Beschluss:

Der Stadtentwicklungsausschuss lehnt das vorgestellte Nutzungskonzept ab.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, Gespräche insbesondere mit dem Eigentümer forciert weiter zu führen. Hierbei und auch bei der weiteren Planung soll das Hauptaugenmerk auf Gewerbe gerichtet werden.

 

Der Beschluss wird sofort umgesetzt.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen