13.04.2011 - 7 Themenschwerpunkte zum Freizeitangebot in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Mi., 13.04.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Katja Bannenberg
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Michel spricht den Sportstättenentwicklungsplan an, den bereits viele Mitglieder
besitzen. Dieser Plan hat gute Inhalte, welche sich in der Vorlage
widerspiegeln.
Bei den zukünftigen Gedankengängen sind die finanzielle Lage der Stadt
und die demographische Entwicklung zu berücksichtigen.
Ziel des Ausschusses kann nicht allein der Bau vieler Kunstrasenplätze
sein, so Herr Michel. Man muss dem veränderten Sportverhalten und dem
Bedarf an Sportmöglichkeiten gerecht werden.
Wichtig sind auch Gedanken über die Verwendungsmöglichkeiten der Sportpauschale
im Zusammenhang mit der Förderung vereinseigener Anlagen und nicht normierter
Sportflächen. Der Spielraum zur Verwendung muss gesichert sein.
Bei der Schaffung von neuen Sportmöglichkeiten ist Kreativität nötig, so Herr
Michel. Beispielsweise können in
leerstehenden Schulen Vereinsräume geschaffen werden. Oftmals sind keine
großartigen Dusch- und Umkleidemöglichkeiten für die Aktivitäten der Vereine
erforderlich.
Es gibt viele günstige Maßnahmen, die aber nur mit breiter Unterstützung umsetzbar sind.
Frau Neuhaus empfiehlt, vorab eine Art Kataster zu erstellen und bei den Vereinen abzufragen,
wo bereits jetzt in Vereinsräumen Aktivitäten, wie z. B. Gymnastik oder Schach
stattfinden.
Herr Dr. Schmidt betont, dass es hier im Kern um den nichtvereinsgebundenen Sport
geht. Weiter kündigt Herr Dr. Schmidt
an, dass im Verwaltungsvorstand nach Ostern eine Vorlage zu neuen Verwendungsmöglichkeiten
der Sportpauschale diskutiert wird. Dieses Verfahren wird von Herrn
Schisanowski befürwortet. So kann möglicherweise eine Lösung für die
Vereine gefunden werden.
Alle müssen Ideen zur Fortsetzung bzw. Umsetzung der Inhalte einbringen,
so Herr Dr. Fischer.
Wichtig ist die Erkenntnis, dass rd. 60 % der Bevölkerung Sport treiben,
so Herr Wischnewski. Hierzu gehören auch Sportarten wie z. B. Joggen oder Wandern.
Für viele Bereiche ist keine DIN-normgerechte Halle erforderlich.
Beispielsweise können Kurse von Senioren in einfachen Räumen durchgeführt
werden; hierfür würde evtl. die Nutzung leerstehender Schulgebäude in Frage
kommen. Ein weiteres Beispiel wäre die Umnutzung leerstehender
Lebensmittelmärkte für den Boxsport.
Problem sind in allen Bereichen die Unterhaltungskosten, so Herr Wischnewski
weiter. Die Ideen müssen weiter ausgearbeitet werden, jedoch immer unter
Beachtung der Finanzierungsmöglichkeiten.
Die Tendenz der Vereinsmitgliedschaft geht stetig zurück, so Herr
Hoffmann. Dem muss entgegengewirkt werden, indem beispielsweise die
Vereinsangebote publik gemacht werden.
Der Sport wird sich in Hagen in vielen Bereichen verändern. Das
Servicezentrum Sport wurde eingerichtet, Schulen haben längere Unterrichtszeiten,
der Bedarf an Sportmöglichkeiten steigt, so Herr Gronwald. Sinnvoll wäre
eine Abfrage der Bevölkerung, welche Sportmöglichkeiten außerhalb von Vereinen
gewünscht werden. So kann Bedarf ermittelt und realisiert werden.
Die Umsetzung wird sich schwer gestalten, so Herr Michel.
Angebote über den organisierten Sport hinaus müssen geschaffen werden. Es
müssen „Sportgelegenheiten“ geschaffen werden. Wer Sport treiben
will, benötigt keine ausgewiesenen Strecken hierfür.
Insbesondere im Bereich der Jugend besteht Handlungsbedarf. Die Mitgliedschaft
von Kindern in Vereinen geht nach einem kurzen Anstieg derzeit wieder zurück.
Viele Kinder betreiben Sportarten, wie Waveboard fahren, Skaten oder
Mountainbiken außerhalb eines Vereins.
