24.03.2011 - 4 Anfrage gemäß § 5, Abs. 1 GeschO der Fraktion H...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 24.03.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Anfrage
- Federführend:
- 41 Kulturbüro
- Bearbeitung:
- Brita Steuber
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Röspel fragt Herrn Dr. Bleicher, ob er die
schriftliche Beantwortung der Fragen noch ergänzen möchte.
Das ist nicht der Fall, Herr Dr. Bleicher
hält die Fragen für ausführlich beantwortet.
Frau Nigbur-Martini ist nicht zufrieden,
weil die Beantwortung teilweise weitere Fragen aufwerfe.
Sie möchte wissen, ob die Besucher des Osthaus
Museums in der Gesamtbesucherzahl von 50.000 enthalten sind oder nicht, denn
die Besucherzahl sei auch Grundlage für die Höhe des Deckungsbeitrages. Damit man
die 50.000 Besucher auch zukünftig halten könne, sei es wichtig, ein Konzept zu
erstellen. Dieses bereits in der Presse angekündigte Marketing-Konzept für die
Museen fehle ihr.
Herr Dr. Bleicher betont an dieser
Stelle, die Besucherzahl von 50.000 sei ganz hervorragend und übertreffe die
Erwartungen bei weitem und man werde sich bemühen, diese Zahl auch zu halten.
Das Thema Marketing sei selbstverständlich sehr
wichtig, daran werde auch gearbeitet, allerdings benötige man für die Umsetzung
solcher Konzepte aber auch Geld, das zur Zeit nicht vorhanden ist. Man sei
bemüht, auch kleinere Konzepte, wie z.B. die Öffnung am Donnerstagabend, zu
entwickeln. Zudem müsse auch dafür gesorgt werden, dass attraktive
Sonderausstellungen in beiden Museumsteilen des Kunstquartiers stattfinden, die
dann auch entsprechend vermarktet werden müssen, um die Besucherzahl zu halten.
Er denkt, dass auch die sehr große und gute Ausstellung von Horst Becking
wieder viele Besucher in das Kunstquartier bringen wird. Er lädt alle ein,
diese Ausstellung zu besuchen.
Herr Asbeck kritisiert, dass die Anfragen der Fraktion
Hagen Aktiv darauf abzielen, das Emil Schumacher Museum in Misskredit zu
bringen.
Man könne im Gegenteil froh darüber sein, dass
das Kunstquartier so gut angenommen wird und sich die Besucherzahlen gegenüber
der Vorzeit verzehnfacht haben.
In seinem sehr engagierten Wortbeitrag verwehrt
er sich gegen die negative Sichtweise, was schon an der Betitelung der Anfrage
der Fraktion Hagen Aktiv zu erkennen sei. Dort heiße es im Betreff
„Ertragssteigerung bzw. Kostenoptimierung beim Emil Schumacher
Museum“. Es gehe aber um das Kunstquartier als Einheit und nicht nur um
das Emil Schumacher Museum. Diese Sichtweise hält er für ungerecht. Es sei vielmehr nötig, das positive Image in
der Hagener Bevölkerung und über die Region hinaus zu erhalten.
Frau Nigbur- Martini verwehrt sich gegen
diese Vorwürfe. Bezüglich der Personalkosten verweist sie darauf, dass eine
Stellungnahme des Vorsitzenden des Beirats der Emil Schumacher- Stiftung
vorliegen soll, in der es heißt, man könne jedes Jahr 300.000 Euro
Personalkosten einsparen. Sie stellt an dieser Stelle auch klar, die Fraktion
Hagen Aktiv habe nie gesagt, dass sie das Emil Schumacher Museum nicht wolle.
Man habe seinerzeit lediglich vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltslage
und in Hinblick auf die Folgekosten gefragt, ob sich die Stadt Hagen dieses
Museum leisten könne.
Herr Dücker bezieht sich auf den letzten Satz von Frau
Nigbur-Martini, die Aussage, ob man sich dieses Museum leisten könne,
treffe dann auch auf viele andere wichtige Dinge zu und man brauche sich dann
auch nicht mehr darüber zu unterhalten, ob man bestimmte Institutionen
unterstützen wolle.
Eines sei aber durch die Anfrage von Hagen
Aktiv sehr deutlich geworden, nämlich, dass sich die Besucherzahlen
verzehnfacht haben und dieses Haus sehr gut angenommen wird.
Es sei auch klar, dass bestimmte Dinge im
letzten Jahr durch die Kulturhauptstadt 2010 forciert und von außerhalb
finanziert werden konnten, möglicherweise könne man das in der Form nicht ganz
beibehalten. Daher sei es umso wichtiger, das Kunstquartier als Einheit positiv
zu vermarkten. Kritische Fragen gehörten sicherlich dazu, aber die positiven
Dinge, die in diesem Haus stattfinden, dürften nicht negiert werden, sondern
müssten positiv herausgestellt werden, das sei auch die Aufgabe der Politik.
Das Haus sei wie auch andere Kunsteinrichtungen
mit wenig Geld sehr kreativ und effektiv und das Programm für dieses Jahr lasse
hoffen, dass die 50.000 Besucher auch dieses Jahr fast wieder erreicht werden
können.
Herr Dr. Bleicher geht noch einmal auf
den von Frau Nigbur-Martini angesprochenen Personalkostenbetrag von 300.000
Euro ein. Es gehe dabei um die Kosten, die die Stadt hätte einsparen können,
wenn sie das Aufsichtspersonal privatisiert hätte. Der Regierungspräsident habe
jedoch seinerzeit vorgeschrieben, eigenes Personal einzusetzen. Dies spiegelt
sich aber im Haushalt neuerdings nicht mehr wider, da ein marktgängiger Stundensatz
für das Museum eingesetzt wurde, um nicht das Produkt an dieser Stelle zu belasten,
sondern die Personalverwaltung insgesamt.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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