27.01.2011 - 7 Haushaltsplanberatung 2011- Anlage -
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 27.01.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Bevor Herr Röspel die einzelnen
Maßnahmen aufruft, stellt Herr Fritzsche eine generelle Frage.
Er möchte wissen, ob dieser
Haushaltsplanentwurf hier unter der Annahme vorliegt, dass das Sparpaket in
Höhe von 90 Mio. € auch beschlossen wird. Die Beschlüsse aus Dezember
2010 könnten ja noch nicht eingearbeitet sein.
Ihm ist wichtig, durch den Beschluss dieses
Entwurfs nichts zu präjudizieren und über die Veränderungsliste die Möglichkeit
zu haben, das Budget noch entsprechend abzuändern.
Frau Walter erläutert, in dem hier vorliegenden Auszug
befinden sich die Daten des Haushaltsplanentwurfs, der am 16.12.2010 in den Rat
eingebracht wurde. Leider sei es nicht gelungen, die Konsolidierungsmaßnahmen
im Vorfeld so weit rund zu bekommen, dass sie abschließend in den Entwurf
hätten eingebracht werden können. Sämtliche Beschlüsse, die sich im laufenden
Verfahren noch ergeben, einschließlich des Ratsbeschlusses am 24.02.2011,
werden noch in eine Veränderungsliste einfließen.
Herr Asbeck bedauert,
man sei mit dem jetzt vorliegenden Zahlenwerk gegenüber der alten Kameralistik im
Hintertreffen. Er schlägt vor, in Zukunft bei der Untergliederung wenigstens
die Einnahmeseite auch in Hinblick auf die
Besucherzahlen und Eintrittsgelder gesondert auszuweisen, damit man die
Entwicklung der einzelnen Positionen besser verfolgen könne.
Herr Röspel ruft nun die einzelnen Teilpläne auf und
bittet, entsprechend Fragen zu stellen.
Herr Asbeck fragt zum Bereich der Kunstmuseen nach der
genauen Aufschlüsselung der Eintrittsgelder. Er möchte auch wissen, warum die
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 2010 und 2011 erheblich vom vorläufigen
Ergebnis 2009 abweichen.
Hinsichtlich der Entwicklung der Eintrittsgelder interessiert ihn, ob es
schon konkrete Zahlen für 2010 gibt, denn in den letzten Monaten habe es doch
bestimmt einen Anstieg der Besucherzahlen gegeben.
Frau Walter erläutert ein
paar grundsätzliche Fakten zu der Darstellung der Kosten.
Sie bittet, mit den Zeitreihenvergleichen insgesamt vorsichtig umzugehen,
denn es handele sich um das vorläufige Ergebnis 2009, das zum Stand der
Drucklegung des Entwurfes vorgelegen habe.
Frau Derksen antwortet Herrn Asbeck, hinter den
Privatrechtlichen Leistungsentgelten verbergen sich nicht nur die
Eintrittsgelder, sondern auch die Führungsentgelte. Außerdem seien auch die
Einnahmen des Buchverkaufes über das Internet und durch den Museums-Shop in
dieser Position enthalten.
Herr Dr. Bleicher regt an,
die zu bildende Begleitgruppe, die sich mit den Theaterthemen beschäftigen
werde, könne sich auch intensiv mit den Kennzahlen und Zielen befassen, damit zukünftig
gezielte Aussagen gemacht werden können.
Herr Dücker regt aus
Gründen der Transparenz eine detaillierte Aufschlüsselung der Aufwendungen aus
internen Leistungsbeziehungen an.
Zur Position „Miet- und Pachtaufwendungen“ regt Herr Dr.
Fischer an, die drei Museen der Stadt Hagen örtlich zusammenzufassen. Man
verfüge über das Gebäude an der Hochstraße, in dem zur Zeit das Sportamt und
die Heimatstuben untergebracht sind. Die Verwaltung solle einmal prüfen, ob das
Historische Centrum in dieses Gebäude verlagert werden kann. Dann könne man von
einer echten „Museumsinsel“ sprechen. Er bittet Herrn Dr.
Bleicher, solche Überlegungen anzustellen und dann in diesem Jahr einmal
darüber zu berichten. Auf diesem Wege könne man möglicherweise 147.000 €
für Mieten und Pachten einsparen.
Herr Fritzsche hält eine
solche Überlegung für durchführbar, ihm wäre in dem Fall aber wichtig, die
Synergien zwischen Museum und Archiv zu erhalten und an einem Standort zu
bündeln. Außerdem dürfe sich die Ausstellungsfläche nicht reduzieren.
Herr Dücker fragt in
diesem Zusammenhang nach der Laufzeit der Mietverträge des Historischen Centrums.
Herr Dr. Bleicher erinnert
an bestimmte Rahmenbedingungen, die zu berücksichtigen seien. Der Mietvertrag
an der Eilper Straße laufe noch bis zum Jahr 2018. Das Gebäude an der
Hochstraße 74 solle grundsätzlich veräußert werden. Er werde den Prüfauftrag
aufnehmen und abarbeiten, könne sich aber zeitlich nicht festlegen lassen.
Natürlich werde so schnell wie möglich über diese Überlegungen berichtet.
Zur Musikschule macht Herr Dr. Fischer den Vorschlag, die Max
Reger Musikschule in Karl Halle
Musikschule umzubenennen. Karl Halle habe eine weitaus größere Bedeutung und
mehr Nähe zur Stadt Hagen, was eine solche Umbenennung rechtfertigen würde.
Herr Asbeck fragt zum
Teilergebnisplan des Kulturbüros, was sich hinter Bauunterhaltungskosten von
370.000.- € für das Kulturzentrum
Pelmke verbirgt.
Frau Viehoff erläutert, es
handele sich dabei um Kosten für Brandschutzmaßnahmen, neue Fenster und
heizungstechnische Maßnahmen. Diese Kosten wurden bisher über den Teilplan des
Kulturbüros abgewickelt.
Nachdem alle Positionen durchgegangen wurden, fragt Herr Röspel,
ob Bedenken gegen den hier vorliegenden Haushaltsplanentwurf 2011 bestehen.
Herr Fritzsche stellt für
seine Fraktion klar, man werde den Haushaltsplanentwurf ablehnen, weil
bestimmte Maßnahmen, die unter Vorbehalt beschlossen wurden, nicht eingearbeitet
wurden.
Herr Geiersbach schlägt
vor, den Entwurf heute nur zur Kenntnis zu nehmen, da er im Detail nicht den
derzeitigen Stand der Beratungen enthält.
Herr Dr. Fischer wirft
ein, es handele sich bei der Beschlussfassung um einen formalen Akt.
Frau Walter appelliert,
diesen Haushaltsplanentwurf heute unter der Berücksichtigung der noch
einzuarbeitenden Zahlen und der Beschlussfassung des Rates zu beschließen, da
man sonst den vorgegebenen Zeitplan nicht einhalten könne.
Herr Dr. Bleicher stellt
klar, nach seiner Erinnerung seien im Kulturbereich gar keine Maßnahmen unter
Vorbehalt beschlossen worden.
Herr Röspel ist der
gleichen Meinung.
Herrn Fritzsche hält fest,
bestimmte Maßnahmen aus dem Kulturbereich seien abschließend nicht in der
Ratssitzung am 16.12.2010 beschlossen worden, bzw. es wurden abweichende
Beschlüsse gefasst. Er fragt, ob diese Beschlüsse hier schon eingearbeitet
wurden oder erst nachträglich in die Veränderungsliste eingespeist werden.
Frau Walter bestätigt,
dass alle Beschlüsse, Ablehnungen und Änderungen zu den Einzelmaßnahmen noch
über die Veränderungsliste nachträglich eingearbeitet werden.
Herr Röspel schlägt vor, unter
diesen Umständen dann den Haushaltsplanentwurf 2011 so, wie er hier vorliegt,
zu beschließen.
