28.06.2011 - 12 Sachstand "Kinderschutz in Hagen"
Grunddaten
- TOP:
- Ö 12
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 28.06.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Steuber erläutert die
Vorlage. Das ausgearbeitete Konzept
könne derzeit nicht umgesetzt werden, weil man von der Bezirksregierung derzeit
kein grünes Licht für die Realisierung dieses Projektes bekäme. Er habe heute
aus der Spitze der Verwaltung der Auftrag erhalten, darzulegen, was bei
Realisierung von frühen Hilfen letztendlich bei den zu gewährenden
wirtschaftlichen Hilfen als Kompensation realisiert werden könne. Man sei
derzeit gezwungen, auf das Kinderschutzgesetz oder auf grünes Licht der Bezirksregierung
zu warten, um tätig zu werden.
Herr Dr. Schmidt erinnert
daran, dass man im Rahmen des Haushaltes 2011 überproportional Mittel beantragt
habe. Bis zum Jahresende sei eine weitere Million Euro beantragt worden. Der
Vorstand wolle natürlich wissen, ob es sich dabei um eine Entwicklung für die kommenden Jahre handele,
die statisch fortzuschreiben sei. Er habe in diesem Zusammenhang darauf
hingewiesen, dass man sei einem Dreivierteljahr eine Hängepartie mit der
Kommunalaufsicht habe, was die Umsetzung der Vorschläge der Verwaltung
bezüglich der präventiven Hilfen angehe. Bei Einsatz von Mitteln für die präventiven
Hilfen könnten zukünftig dann deutlich Mittel im Bereich der Hilfen eingespart
werden. Man werde diesen Bericht noch
einmal an den Vorstand richten verbunden mit der dringenden Bitte, zeitnah eine
Entscheidung zu treffen.
Herr Reinke schließt sich
der Kritik an der Bezirksregierung an. Es stelle sich allerdings die Frage, wie
dieser Prozess so zustande kommen konnte. Er habe dem Protokoll vom 01.12.2009
entnommen, dass seinerzeit der Auftrag an die Verwaltung ergangen sei, im Sinne
der damals vorgelegten Vorlage mit den Trägern zu sprechen und die Ergebnisse
bis zum 30.04.2010 dem Jugendhilfeausschuss vorzustellen.
Warum sei das nicht geschehen? Weiterhin habe er kein Verständnis dafür,
dass man jetzt darauf warte, dass die Bezirksregierung Unterlagen einreiche, wenn
die Bezirksregierung das Konzept bereits im November 2010 abgelehnt habe.
Frau Klos-Eckermann zeigt
sich auch verärgert darüber, dass man seit anderthalb Jahren auf die zugesagte
Vorlage warte. Sie habe in der vergangen Zeit viele Male mit den
Verantwortlichen der Stadt gesprochen und beraten, was man bezüglich des Kinderschutzes
noch tun könne und wo es mit der Umsetzung hake. Sie schildert ihren Eindruck einerseits
aus fachlicher Sicht. Andererseits sie
sie auch sehr empört darüber, dass der Regierungspräsident den Entwurf im
November 2010 abgelehnt habe und dem Ausschuss erst heute eine solche Antwort vorgelegt werde, die sie vor zwei
Monaten erbeten habe. Was sei von November 2010 bis heute passiert? Sie rügt
die Informationspolitik, was die Ausschussmitglieder angehe. Sie bittet den
Ausschuss, eine Aufforderung an den Rat der Stadt Hagen für die Sitzung am
14-.07.2011 zu formulieren, unverzüglich mit dem Regierungspräsidenten in
Kontakt zu treten, um die zeitnahe Umsetzung der geplanten und vorgeschlagenen
Maßnahmen zu präventiven frühen Hilfen zu realisieren.
Herr Strüwer fasst
zusammen, dass deutlich geworden sei, dass es notwendig sei, dass die
Verwaltung präventiv vorgehen müsse, um den Ärger nicht noch weiter zu erhöhen.
Er unterstützt den Vorschlag von Frau Klos-Eckermann bezüglich des Appells an
den Rat.
Herr Dr. Schmidt bietet
an, bei den kommenden Gesprächen mit der Kommunalaufsicht zu diesem Thema die
Fraktionsspitzen des Jugendhilfeausschusses dazuzubitten, damit deutlich werde,
wo die Bremse sitze.
Herr Steuber macht
deutlich, dass das Konzept fertig gestellt und realisierungsfähig sei, es werde
aber nicht vom Oberbürgermeister unterschrieben, solange die Bezirksregierung
bei ihrer Haltung bleibe. In einer Nothaushaltskommune handele es sich bei den
präventiven Hilfen um eine freiwillige Leistung, die nicht akzeptiert worden
sei.
Herr Reinke erinnert
daran, dass man die Vorlage am 01.12.2009 beraten habe. Er zitiert den
seinerzeit gefassten Beschluss dazu. Dieser Beschluss sei nicht vollzogen
worden.
Herr Strüwer bittet darum,
dem Jugendhilfeausschuss in der Sache eine Berichtsvorlage vorzulegen.
Herr Dr. Schmidt sagt eine
solche Vorlage zu. Diese werde dann jedoch nur im Jugendhilfeausschuss beraten.
Herr Strüwer lässt über
den Beschlussvorschlag und den von Frau Klos-Eckermann formulierten Appell
abstimmen.
Beschluss:
- Der
Jugendhilfeausschuss nimmt den
Bericht zum Sachstand „Kinderschutz in
Hagen“ zur Kenntnis.
- Der
Jugendhilfeausschuss fordert den Rat der Stadt Hagen auf, unverzüglich mit
dem
Regierungspräsidenten in Kontakt zu treten, um die zeitnahe Umsetzung der
geplanten und vorgeschlagenen Maßnahmen zu „präventiven frühen
Hilfen“ zu
realisieren.
