12.04.2011 - 10 Offene Ganztagsschule - Anpassung der Finanzier...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 12.04.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Horst Hermann
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Schmidt weist
darauf hin, dass es noch nicht gelungen sei, in dieser Sache eine endgültige
Abstimmung mit dem Regierungspräsidenten herbeizuführen. Man habe dem
Regierungspräsidenten den Vorschlag vor ca. fünf Wochen anlässlich seines
Besuches in Hagen unterbreitet. Falls heute ein Beschluss gefasst werde, könne
das nur unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bezirksregierung geschehen.
Herr Hermann führt in die
Vorlage ein.
Herr Reinke zeigt sich im
Namen seiner Fraktion sehr erfreut über die Vorlage. Er werde beiden
Vorschlägen zustimmen. Gebe es bezüglich des Zusatzes für Hohenlimburg bereits
eine Tendenz von Seiten der Bezirksregierung?
Herr Dr. Schmidt
verspricht, dass man sich bis zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am
Donnerstag bemühen werde, eine Tendenzmeldung zu geben.
Frau Brkowski regt eine
Ergänzung im Beschlussvorschlag an. Bei dem Zusatz zur Gruppenzahl und
Gruppenstärke solle beim letzten Satz hinzugefügt werden „soweit räumlich
möglich“. Es gebe Standorte, an denen eine weitere Aufnahme von Kindern
aus Platzgründen nicht möglich sei.
Auf die Frage, um welche Einrichtung es dabei gehe, erklärt Frau
Brkowski, dass es um eine Gruppe des Diakonischen Werkes gehe. Welche
genau, könne sie derzeit nicht sagen.
Herr Koslowski spricht die
geplante Erhöhung der Landesmittel an. Sei diese Erhöhung sicher? Die 40
wegfallenden Plätze müssten ja über diese Erhöhung kompensiert werden und die
Kosten seien folglich damit bereits vorhanden. Gebe es ein Szenario, was
passieren solle, wenn die Landesmittel nicht erhöht würden.
Herr Fischer berichtet,
dass man in mehreren Gremien zusammengesessen habe und versucht habe, eine
konstruktive Lösung zu finden. Man habe durch die Einstellung von mehr
Personal in der Tat erhöhte Kosten. Wenn diese nicht vom Land getragen würden
durch Erhöhung der Landesmittel, sei wichtig, darauf zu achten, dass Kinder
nicht nur in der Einrichtung „geparkt“ würden, sondern durch den Offenen
Ganztag gefördert würden. Das müsse man im Blick halten. Man müsse das mit der
Bezirksregierung beraten, da man gemeinsam ein Konzept entwickelt habe. Man
habe mit der Stadt Standards verabredet, die eingehalten werden müssten. Frage
sei, ob das, was von der Stadt gewollt sei, auch wirklich zur Umsetzung kommen
könne. Er vertraue noch darauf, dass alle Beteiligten im Interesse der Kinder und
der Betreuenden die Planungen umsetzten.
Frau Helling entnimmt den
gemachten Ausführungen, dass klar sei, dass der Bedarf in dem Bereich steigend
sei. Lasse sich denn mit einer zeitnahen Auslastung dieser Plätze rechnen?
Herr Hermann antwortet,
dass man bisher die Erfahrung gemacht habe, dass bei Ausweitung des Angebotes
die Plätze schnell besetzt würden. Er sei da sehr zuversichtlich.
Herr Dr. Schmidt merkt zur
Frage der Standards an, dass in Zeiten knapper Kassen die Verwaltung
aufgefordert worden sei, den Offenen Ganztag billiger zu machen. Er bitte den
Ausschuss um Unterstützung, was die Festlegung der Standards angehe.
Frau Klos-Eckermann
erklärt, dass sie die Aussage von Herrn Fischer unterstützen wolle. Wenn man
sich das System anschaue, käme man zu dem Ergebnis, dass dieses irgendwann aus
allen Nähten platzen müsse. Sie warne davor, immer mehr Kinder in das System zu
pressen. Dann müsse der Qualitätsstandard auf Dauer ganz sicher sinken. Das
müsse unbedingt eine Übergangslösung sein.
Herr Fischer sieht das
Problem nicht bei den steigenden Zahlen, sondern darin, dass man eine
vernünftige Organisation mit einem angemessenen Personalschlüssel benötige. Den
zusätzlichen Kindern, die den Bedarf hätten, solle geholfen werden. So könnten
auch Folgekosten vermieden werden.
Frau Klos-Eckermann weist
darauf hin, dass sie bei ihrem Wortbeitrag das räumliche Konzept angesprochen
habe.
Herr Hermann zieht das
Resümee, dass die Anregung von Frau Klos-Eckermann nicht von der Hand zu weisen
sei. Zum Thema der Qualitätsstandards führt er aus, dass es den Offenen Ganztag
seit dem Schuljahr 2003/2004 gebe. Seitdem seien die Fördersätze unverändert. Eine
Erhöhung der Landesmittel sei überfällig.
Herr Strüwer fragt
bezüglich der Grundschule Kley, ob man die Planung, weitere Teilnehmer in
Räumlichkeiten der benachbarten Hauptschule unterzubringen, noch in dieses
Konzept einbringen könne.
Herr Hermann verspricht,
dass man sich darum bemühen werde. Er sehe aber keinen Hinderungsgrund. Er habe
mit beiden Schulleitungen gesprochen. Diese sähen die Sache positiv. Das zöge
natürlich bei einer zusätzlichen Gruppe auch einen höheren Eigenanteil der
Stadt nach sich. Er schätze, dieser höhere Anteil läge zwischen 2.000 bis 4.000
€.
Herr Strüwer erklärt, dass
man auch in einer Nothaushaltskommune wie Hagen einiges bewegen könne, wenn alle
Beteiligten gewillt seien, an der Sache gemeinsam zu arbeiten. Es sei das Votum
des Ausschusses, die positive Absicht an alle Beteiligten weiterzuleiten.
Er formuliert den veränderten Beschlussvorschlag und stellt ihn zur
Abstimmung.
Beschluss:
1.)
Die Beschlussfassung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch die Bezirksregierung.
2.)
Den
Inhaltsänderungen der Kooperationsvereinbarung wird zugestimmt.
Die Neufassung des § 2 Gruppenzahl und
Gruppenstärke wird wie folgt ergänzt:
„Die Kooperationspartner erklären sich
bereit, in den Grundschulen bis zu 3 Kinder je Gruppe ergänzend für die Stadt
Hagen kostenfrei aufzunehmen (Überhangplätze), soweit dies räumlich möglich ist.
3.)
Ausgehend
von der Beschlussergänzung der BV Hohenlimburg vom 06.04.2011 wird –
sofern dies räumlich und organisatorisch möglich ist – in Räumen der
benachbarten Hauptschule Hohenlimburg eine zusätzliche OGS-Gruppe
(25 Plätze) für die Grundschule „Im
Kley“ eingerichtet.
Zum Schuljahr 2011/2012
würde dann das Angebot an OGS-Plätzen in den
Grundschulen um insgesamt
220 Plätze erweitert.
Die Vorlage wird zum 31.07.2011 umgesetzt.
