12.04.2011 - 6 Aktueller Stand Kindertageseinrichtungen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 12.04.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Haack weist auf die
ausgelegten Tischvorlagen hin (siehe
Anlagen 1 und 2 zu TOP 6), in der
die Belegung zum Kindergartenjahr 2011/2012 in den verschiedenen Kindertageseinrichtungen
dargestellt sind.
Sie berichtet über den aktuellen Stand der Kindertageseinrichtungen. Sie
stellt die Meldung zum 15.03.2011 (siehe
Anlage 3 zu TOP 6) und die Inklusion in Kindertageseinrichtungen (siehe Anlage 4 zu TOP 6) vor.
Herr Steuber ergänzt die
Ausführungen von Frau Haack bezüglich der Übernahme von Betriebskosten der
Träger im Rahmen der U-3-Betreuung
dahingehend, dass ja bekannt sei, dass man sich lange Zeit beim Innenminister
darum bemüht habe, die Genehmigung zu erhalten, die freiwilligen Zuschüsse an Träger bewilligen
zu dürfen. Seit Ende letzten Jahres liege eine Antwort vor, dass im Einzelfall
eine Duldung der Zahlung erreicht werden könne, wenn nachgewiesen würde, dass
es sich um die kostengünstigere Variante handele, wenn die Stadt Hagen den
Zuschuss bewillige, als unmittelbar selbst in die Trägerschaft einzusteigen.
Das sei jetzt in einem ersten Fall in einem Kindergarten in Haspe gelungen. Es
lägen noch 30 andere Anträge vor, die jetzt kurzfristig abgewickelt werden
müssten. Hier sei man jetzt guter Hoffnung, nachdem nun die Methodik des
Nachweises gelungen sei.
Die Abrechnung des Kindergartenjahres 2008/2009 sei bis Ostern
abgeschlossen. Auch das Kindergartenjahr 2009/2010 werde noch im Mai / Juni des
Jahres mit den entsprechenden Bescheiden angegangen.
Die Verwaltung habe einen Vertrag entwickelt, was Verpflichtungszusagen
des Trägers angehe. Die benötigten Finanzmittel seien kalkuliert worden. Es
gehe dabei nicht nur um zukünftige Anträge, sondern auch um Anträge aus
2008,2009 und 2010, die nicht beschieden worden seien. Für das laufende
Kindergartenjahr gehe es um einen zu übernehmenden Trägeranteil in Höhe von
700.000 € zuzüglich Invest. Beim Invest gehe es um eine Summe in Höhe von
150.000 €, das man für das kommende Kindergartenjahr noch benötigen werde.
Man sei derzeit dabei, dafür eine Vorlage zu erstellen, die zusätzlichen Mittel
bereitstellen zu lassen. Die Vorlage solle am 12.05.2011 im Rat präsentiert
werden.
Er schlägt vor, die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses, die am
19.05.2011 stattfinden sollte, vorzuziehen, um die Vorlage ggf. vor der
Ratssitzung zu beraten.
Dr. Schmidt erklärt, dass
für ihn die politische Bewertung interessant sei. Trotz des demographischen
Wandels habe man die gleiche Situation wie zu GTK-Zeiten. Es würden wieder
Gelder an die Träger gezahlt, obwohl das durch Kibiz abgeschafft worden sei.
Man müsse sich offensichtlich von U-3-Quoten verabschieden. Die
gesetzliche Quote sei nicht zu erreichen. Es stelle sich die Frage, ob die
gesamte Kindergartenbedarfsplanung überarbeitet werden müsse. Man habe den
Schulentwicklungsplaner gebeten, parallel zur Schulentwicklungsplanung auch die
Kindergartenbedarfsplanung mit einzubeziehen.
Herr Strüwer zeigt sich davon
überrascht. Es gehe um 5.300 Kinder, die in Hagen versorgt werden müssten.
Diese seien alle mit einem Kindergartenplatz versorgt. Zusammen mit den
Betriebskindergärten läge man ca. bei 100 Einrichtungen. Wenn man dann sehe,
dass das genau passe, müsse man feststellen, dass hier exzellent gearbeitet
worden sei. Aufgrund der ganzen
Unwägbarkeiten sei es unabdingbar, eine Neubewertung vornehmen zu müssen. Er
habe mit dem Fachbereichsleiter Herrn Steuber vereinbart, dass bereits auf das
Anmeldeverfahren 2012/2013 abgestellt werden müsse. Man müsse schon in der
ersten Sitzung des Jugendhilfeausschusses nach der Sommerpause konkreter
werden.
Die Träger stünden finanziell ziemlich unter Druck. Es sei festzustellen,
dass die Verfahrensweise mit den Eigenanteilen in Nordrhein-Westfalen ganz
unterschiedlich gehandhabt würde. Es sei daher sinnvoll, ggf. eine
Sondersitzung zwischen dem 10. und 12. Mai 2011 einzuberufen oder die
Mai-Sitzung des JHA ggf. vorzuziehen.
Frau Klos-Eckermann bedankt
sich bei Frau Haack für die jährlich vorgelegten Zahlen. Sie fühle sich von der
Verwaltung gut informiert. Sie zitiert die von Frau Haack, dass der Bedarf im
Bereich der U-3-Betreuung gedeckt sei. Andererseits habe man eine Betreuungszahl
von 19 %. Im letzten Jahr habe man ca. 2
% darüber gelegen. Diesen Widerspruch bäte sie aufzuklären.
Frau Haack antwortet, dass
„gedeckt“ in dem Zusammenhang bedeute, dass die Nachfrage in diesem
Jahr nicht größer sei. Man habe zwar weniger Plätze, aber es gebe auch eine
geringere Nachfrage danach. Von daher gebe es in diesem Jahr keine nichtversorgten
Kinder.
Herr Reinke bedankt sich
auch für das umfangreiche Zahlenmaterial. Er bemängelt jedoch, dass er die
Zahlen erst jetzt bekäme, da er diese früher gebraucht habe. Wenn die Zahlen
bis zum 15.03.2011 vorgelegen hätten, hätten sie ja mit der Einladung versandt
werden können.
Herr Strüwer macht
deutlich, dass der Jugendhilfeausschuss Wert darauf lege, dass die Nachfrage
gedeckt sei und nicht, dass Bedarfszielsetzungen erfüllt seien. Ihn verunsichere
die Situation, dass man quasi im U–3 – Bereich auf einem Niveau
sei, aber die erwartete höhere Nachfrage nicht eingetreten sei. Es sei wichtig,
in den kommenden Monaten die richtigen Weichen zu stellen.
Anlagen
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1
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28,8 kB
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4
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165,6 kB
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