09.11.2011 - 4.1 Verkehrssituation an der Wandhofener Straße
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Nord
- Datum:
- Mi., 09.11.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage BBM
- Federführend:
- BV - Bezirksvertretung Nord
- Bearbeitung:
- Marina Groening
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Einleitend geht Herr Löher kritisch auf die Stellungnahme zur
Verkehrssituation Wandhofener Straße / Straßenverkehrslärm die als Anlage 5
der Niederschrift beigefügt ist, ein. Um die umliegenden Anwohner vor dem
Verkehrslärm und Verkehrsbelastung zu schützen bestehe aus seiner Sicht akuter
Handlungsbedarf.
Herr Schumacher entgegnet, dass erRücksprache mit dem Landesbetrieb Straßen NRW gehalten
und um schnellstmögliche Durchführung von Lärmberechnungsmaßnahmen gebeten habe.
Der Landesbetrieb habe ein sehr detailliertes und komplexes Verfahren um solche
Dinge berechnen und auswerten zu können. Herr Schumacher hofft, dass man in
einer überschaubaren Zeit zu einem für alle Betroffenen positiven Ergebnis
kommen werde.
Herr Löher merkt an, dass die Querung der sechsspurigen Autobahn über die Wandhofener
Straße in die Überlegungen und Lösungsfindung, mit einzubeziehen sei.
Herr Klinkert entgegnet, dass es Erkenntnisse gebe, dass Lärm Menschen krank machen könne.
Aus diesem Grund bittet er die Verwaltung die Angelegenheit sehr ernst zu
nehmen. Der Stadtentwicklungsausschuss habe schon vor Jahren eine Studie zum demografischen Wandel in Hagen von der Universität in
Dortmund erarbeiten lassen. Dabei sei unter anderem deutlich geworden, dass die
Lärmbelastung an 1. Stelle als Grund für viele Bürger zum Verlassen der Stadt
Hagen gestanden habe. Von daher bittet Herr Klinkert, auch im Interesse der
Bürger, dieses Thema sehr ernst zu nehmen.
Herr Löher weist darauf hin, dass an der A1 in Richtung Bremen im Bereich der vorhandenen
Schallschutzwand für die umliegenden Firmen Gehörschutzpflicht
bestehe. Aus seiner Sicht sei die Schallschutzwand an dieser Stelle
überflüssig und somit hätten auch die dafür angefallenen Kosten vermieden
werden können.
Herr Kohaupt macht auf die geographische Lage der Stadt aufmerksam. Die Tal- und
Berglandschaft würde die Lärmbelastung fördern. Es sei jedoch wichtig, die
Bürgerinnen und Bürger vor der Lärmbelastung auch vor dem Hintergrund der
Zunahme des zu erwartenden LKW- Verkehrs zu schützen.
Herr Kohaupt möchte den Zeitplan für die Maßnahmen erläutert wissen.
Herr Schumacher gibt zur Antwort, dass das Gutachten über Leistungsreserven der
Dortmunder Straße mit dem Knotenpunkt Wandhofener Straße / Kabeler Straße vorliege.
Die Vorgabe sei die Beampelung der Dortmunder Straße, der Ausweisung
einer weiteren Fahrspur sowie die Berücksichtigung eines Radweges. Das haben Ergebnisse
ergeben, dass die bei Errichtung des Cargobeamer zu erwartende mittlere Verkehrserzeugung
erzeuge, noch zu bewältigen sei. Bei einer Veränderung der Signalzeiten an der
Kabeler Straße ließe sich auch das zu planende Gewerbegebiet „Böhfeld“ mit einer verkehrlichen
Anbindung realisieren. Herr Schumacher macht deutlich, dass man die drei
Maßnahmen -Autohof, Cargobeamer und Böhfeld- nur im Zusammenhang, mit einer
verkehrliche Abwicklung auf dem nahegelegenem Straßennetz, bewerten könne.
Die Planungen für die Signalanlagen und Markierungsarbeiten würden jetzt
beginnen.
Der Umsetzungstermin sei noch nicht bekannt.
Herr Panzer gibt zu bedenken, dass bei einer Realisierung des Cargobeamers das Verkehrsaufkommen
von LKW besonders im Hagener Norden zunehmen würde. Die Machbarkeit sei
sorgfältig zu prüfen.
Weiterhin möchte Herr Panzer in der nächsten Sitzung der BV-Nord über den
Sachstand zum Autohof in Bathey informiert werden.
Herr Schumacher stimmt den Äußerungen von Herrn Panzer zu. Es sei eine Zunahme des LKW
– Verkehrs von ca. 60 – 70 % zu rechnen. Wie sich die
Verkehrsentwicklung im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme eines Cargobeamers
entwickeln würde, hänge von sehr konkreten Planungsvorhaben ab; hierzu bestehe
noch Gesprächbedarf.
Herr Kohaupt macht deutlich, dass das Projekt „Cargobeamer“ sehr interessant
sei. Bei einer Verlagerung des Schwerlastverkehrs auf die „Schiene“
könne die Verkehrsentlastung auf den Straßen herbeigefügt werden.
Laut Herrn Schumacher seien die Planungen zum Autohof zur Zeit noch
nicht weiter fortgeschritten. Vermutlich warte der Investor den Ausgang des gerichtlichen Verfahrens ab. Weiterhin gebe es
Überlegungen zur Errichtung eines ARC- Autoreisecenters, das überwiegend auf
den Personenverkehr ausgerichtet sei.
Anlagen zur Vorlage
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