29.06.2011 - 4.6 Programm Stadtumbau West- Oberhagen/Eilpe - mdl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.6
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 29.06.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Seit dem 05.04.2011 gebe es eine Konsensvereinbarung mit der
Kommunalaufsicht, so Frau Vogeler. Ergebnis dieser Vereinbarung ist eine
abgestimmte Maßnahmeliste sowie einen finanziellen Rahmen für die Umsetzung
dieser Maßnahmen im Stadtumbaugebiet. Noch nicht abgerufene Mittel aus den
Bewilligungsbescheiden für den 1. bis 3. Bauabschnitt können für die
Durchführung dieser abgestimmten Maßnahmen eingesetzt werden. Gleichzeitig sei
dies aber auch die Obergrenze.
Bis auf das Projekt „Kesselhaus zur Kletterhalle“ auf dem
Elbershallengelände, bei dem noch Nachbesserungen erbeten wurden, seien alle
anderen Maßnahmen befürwortet worden. Der entsprechende Änderungsbescheid sei
bereits angekündigt.
Um die bereits bewilligten Mittel für den Brückenschlag und die
Umgestaltung des Uferbereiches anderweitig für Maßnahmen in Eilpe einzusetzen,
werde zurzeit noch eine Feinabstimmung bezüglich der Ersatzmaßnahmen mit der
Bezirksregierung durchgeführt.
Anhand eines Planes zeigt Frau Vogeler auf, welche Projekte in Eilpe noch
durchgeführt werden können. Zum Einen gebe es die Maßnahme
„Bahnunterführung Eilper Straße“. Die Restsumme soll für die
geplante Beleuchtung und die Skulptur abschließend verwendet werden.
Die Maßnahme „Brückenschlag über die Volme“, welche nicht
realisiert werden konnte, ist auf das Grundstück an der Eilper Straße, welches
die Stadt bereits erworben habe, reduziert worden. So gehe es darum, dieses
Grundstück umzugestalten und öffentlich zugänglich zu machen. Der finanzielle
Rahmen hierfür liege bei 150.000 Euro. Für die Umgestaltung des Eilper
Zentrums, Denkmalbereich und Bleichplatz, stehen 300.000 Euro zur Verfügung,
dazu 90.000 Euro für die Querungsbereiche und den Straßenraum zwischen den Platzbereichen
und dem Eilper Zentrum. Ferner gebe es für Eilpe und Oberhagen jeweils noch
einen Aufstockungsbetrag bezüglich des Fassadenprogramms, was in Summe 60.000
Euro ausmache. Dies sei allerdings gekoppelt an die Verpflichtung der
Antragsteller, die entstehenden Eigenmittel selbst zu übernehmen.
Darüber hinaus werde Herr Schäfer noch für ein weiteres Jahr, bis zum
30.06.2012, als Quartiersmanager die Umsetzung dieser Projekte begleiten
können. Die Räume des Stadtumbaubüros sind bereits gekündigt.
Bezüglich des Maßnahmebereiches „Volmeblick“ darf auch hier
die Mittelobergrenze in Höhe von 150.000 Euro nicht überschritten werden. Der
ursprüngliche Entwurf, welcher unter anderem mit einer Abtreppung vorgesehen
war, kann aus diesem Grunde nicht realisiert werden. Ebenso muss die geplante
Begrünung reduziert werden. So bleibe dennoch eine Begrünung übrig, die bereits
aus der Straßenflucht erlebbar sein werde. Ferner solle es eine Vorhaltefläche
für ein Kunstwerk geben, welches später einmal mit privaten, zweckgebundenen
Spenden realisiert werden könne.
An der nachfolgenden Diskussion nehmen Frau Ellner, die Herren Dahme,
Pfeiffer, Schulz, Beyer, Beuth und von der Verwaltung Frau Vogeler Teil.
Ist es möglich, so Herr Dahme, dass ein Teil der Mittel, welche für den
Maßnahmebereich „Volmeblick“ vorgesehen sind, in die Umgestaltung
des Bleichplatzes fließe. Die Beträge, beide Maßnahmen miteinander verglichen,
erscheinen ihm unverhältnismäßig.
Herr Pfeiffer schlägt vor, die Restmittel in Höhe von 150.000 Euro für
diesen Bereich lieber einzusparen, als nur noch einen Bruchteil von dem, was
eigentlich einmal geplant gewesen sei, realisieren zu wollen.
Frau Vogeler zeigt nochmals auf, dass diese Fläche nicht allein die Funktion
der Auflage des Brückenkopfes gehabt habe. Darüber hinaus bestehe dort die
einzige Möglichkeit, öffentlich an die Volme zu gelangen und auf das Ufer
blicken zu können.
So könne man den Blick auf die Volme auch ohne Brücke immer noch
hinbekommen, wenn das gewünscht sei.
Frau Ellner schlägt vor, die Gestaltung dieser Fläche so auszuführen, dass
die Brücke eines Tages, möglicherweise durch einen Sponsor, doch noch realisiert
werden kann.
Der theoretische Brückenschlag sei bereits berücksichtigt, so Frau
Vogeler.
Herr Beyer befürchtet, dass mit der beabsichtigten Umgestaltung eher ein
neuer Aufenthaltsplatz für „ungewollte Besucher“ entstehen könnte.
Die Erwartungen an das, was dort für 150.000 Euro entstehen soll, werden seiner
Auffassung nach vermutlich nicht erfüllt werden.
Herr Beuth spricht sich für eine zumindest verbleibende Freifläche aus. Eine
Veräußerung oder eine Bebauung dort lehne er ab. Auf jeden Fall solle der Platz
in irgendeiner Form gestaltet werden, über das „wie“ müsse
eventuell nochmals diskutiert werden.
Herr Dahme empfindet die heutige Situation als fatal verglichen mit dem,
was einst für Eilpe geplant und umgesetzt werden sollte. Selbst mit den noch
übrigen Mitteln für die Umgestaltung des Bleichplatzes könne, seiner Auffassung
nach, nicht viel erreicht werden.
Bezüglich der Umgestaltung des Bleichplatzes, so Frau Vogeler, müsse man
sich zunächst erneut über die Zielsetzung Gedanken machen und erörtert in
diesem Zusammenhang die dazu ausgelegte Tischvorlage, welche als Anlage 4 Gegenstand der Niederschrift
ist.
Für die entsprechende Ideensammlung bittet die Verwaltung die
Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl um ihre Mitwirkung.
Herr Dahme schlägt dazu vor, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die Ideen,
Aspekte und Alternativen noch vor der kommenden Sitzung im September entwickle.
Auf Nachfrage zum Maßnahmebereich „Volmeblick“ bietet Frau
Vogeler an, die vorbereitete Umplanung der Verwaltung der Bezirksvertretung nochmals
vorzustellen mit der Tendenz, dort insgesamt weniger zu investieren und
stattdessen damit den Bleichplatzbereich aufzustocken.
Einzelne Fragen werden entsprechend beantwortet.
Weiteren Erörterungsbedarf gibt es nicht.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
3,2 MB
|
