03.05.2011 - 5 Bericht über die Gehörlosenberatung

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Wortprotokoll

Frau Seidel von der Gehörlosenberatung des Paritätischen stellt sich vor. Sie führt aus, dass gehörlose Menschen einen wesentlich geringeren Wortschatz haben als hörende Menschen, so kennt ein sechsjähriges gehörloses Kind 50 bis 80 Wörter, ein hörendes Kind in dem Alter 4.000 bis 20.000 Wörter. Erwachsene gehörlose Menschen haben eine Schriftkompetenz, die mit der von Kindern in der dritten oder vierten Klasse vergleichbar ist. In Hagen gibt es 2080 Menschen mit einer Hörschädigung.

Frau Seidel berichtet, dass die Beratungsstelle für Gehörlose beim Paritätischen im Jahr 2009 eingerichtet worden sei und dass die Beratungsstelle 19,5 Stunden in der Woche besetzt sei. Sie betont, dass die gehörlosen Menschen mit allen Problemen in die Beratungsstelle kommen können. Neben der Beratung ist auch die Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Aufgabe der Beratungsstelle. Die Beratungsstelle informiert auch bestimmte Berufsgruppen über das Thema Gehörlosigkeit, so werden Schulungen durchgeführt und es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Krankenhaus. Sie weist darauf hin, dass gehörlose Menschen bei vielen Angelegenheiten einen Anspruch auf einen Dolmetscher haben, zum Beispiel bei Arztbesuchen. Frau Seidel berichtet, dass die Beratungsstelle sehr gut von den gehörlosen Menschen angenommen werde. Aber auch von Institutionen, Behörden und Angehörigen von gehörlosen Menschen wird die Beratungsstelle in Anspruch genommen. Frau Seidel weist darauf hin, dass von der Beratungsstelle auch zwei Broschüren an Interessierte verteilt werden; eine Broschüre wendet sich an Betroffene und eine andere Broschüre wurde für Institutionen erstellt. Frau Seidel informiert die Anwesenden über verschiedene Probleme der gehörlosen Menschen und über Einzelheiten ihrer Arbeit. Herr Wirth bedankt sich bei Frau Seidel für ihre Ausführungen.

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