08.11.2011 - 14 Anfragen und Beantwortung von Anfragen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 14
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Di., 08.11.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Auf Anfrage von Herrn Freier wird unter Beteiligung von Herrn Bögemann
kurz erörtert, dass Herr Werner Kötter ein Hasper Heimatforscher war, der unter
anderem einen Artikel über die Geschichte der „Halde-Lonscheid“
veröffentlicht hat. Herr Freier zitiert aus dem Artikel und händigt der
Verwaltung eine Kopie zur Weiterleitung an die untere Bodenschutzbehörde aus.
Herr Thiel berichtet von der diesjährigen Gewässerschau auf der Mängel an
Hagener Gewässern festgestellt wurden. Die Mängelliste wurde protokollarisch
erfasst. Er erkundigt sich, wie der Stand der Bearbeitung zur Beseitigung der
Mängel ist. Herr Dr. Braun erklärt, dass er die Anfrage an die untere
Wasserbehörde weiterleiten werde. Erfahrungsgemäß stehen häufig
eigentumsrechtliche Belange einer raschen Beseitigung der Mängel im Wege.
Herr Thiel berichtet, dass die untere Landschaftsbehörde die Biologische
Station aufgefordert habe im Zuge des Amphibienschutzprogramms an verschiedenen
Stellen Tümpel anzulegen, um die Wanderung über die Straßen zukünftig zu
unterbinden. Allerdings sei in der Örtlichkeit nicht ersichtlich, wo diese
Tümpel angelegt werden können. Er bittet um Unterstützung bei der
Standortsuche. Herr Wiemann berichtet von seiner jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeit,
Amphibien über die Straße zu setzen. Vor dem Hintergrund, dass eine weitere
finanzielle Förderung des derzeit laufenden Amphibienschutzprogramms nicht
sichergestellt ist, sollte man Mittel in dauerhafte Leiteinrichtungen oder die
Anlage alternativer Laichplätze, die jenseits der betroffenen Straßen liegen
investieren. Dies entspreche auch der allgemein anerkannten Fachmeinung. Im
weiteren Verlauf berichten die Herren Bögemann, Thiel und Wiemann kurz von
ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit Amphibienleiteinrichtungen. Herr
Bögemann schlägt vor, dass Herr Thiel und die untere Landschaftsbehörde die
Thematik bilateral weiter erörtern.
Herr Thiel berichtet, dass ihn ein Bürger von einer Gänsejagd am
Hengsteysee berichtet hat, bei der auf dem Wasser schwimmende Kanada-, Nil- und
Graugänse geschossen wurden. Aus seiner Sicht ist diese Vorgehensweise
unwaidmännisch. Ferner bestehe eine Gefährdung durch an der Wasseroberfläche
abprallende Schrotkugeln. Herr Dr. Braun berichtet, dass der Vorgang bekannt
sei und von der unteren Jagdbehörde mit dem Ergebnis geprüft wurde, dass die
Vorgehensweise vielleicht unwaidmännisch, jedoch rechtlich nicht zu beanstanden
sei. Er wird Herrn Thiels Hinweise an die untere Jagdbehörde weiterleiten.
Herr Thiel berichtet von dem Vorschlag der unteren Landschaftsbehörde,
ein weiteres Storchennest auf dem Hausdach eines Gehöftes in Garenfeld
anzulegen und erkundigt sich nach dem Stand der Planung. Mit Herrn Wiemann
stellt er fest, dass die untere Landschaftsbehörde keine Fördermittel
beantragen kann, wohl aber der NABU. Man kommt überein, dass der NABU die
Gelder beantragen wird, um das Projekt mit Unterstützung der unteren
Landschaftsbehörde zu realisieren.
Herr Fähmel berichtet, dass die Fischtreppe am Wehr
„Buschmühle“ verstopft sei. Herr Dr. Braun erklärt, dass er die
Angelegenheit an die untere Wasserbehörde weiterleiten werde, die wiederum die
WBH auffordern werde, die Fischtreppe im Zuge der Gewässerunterhaltung zu
reinigen.
Herr Freier erkundigt sich nach dem Stand des Verfahrens zu Ausweisung
von Naturdenkmalen im Innenbereich. Herr Wiemann und Herr Dr. Braun berichten,
dass die Vorlage derzeit überarbeitet werde und in diesem Jahr noch dem STEA
und dem RAT zur Beratung vorgelegt werden soll. Aufgrund des langen
Verfahrensganges müssten einige Bäume aus der Verordnung gestrichen werden, die
z. T. erkrankt oder bereits abgängig seien.
Herr Bögemann berichtet, dass der „Barmer Teich“ zwischen der
Bahnstrecke und der B 7 vermüllt sei. Er möchte wissen, ob die Stadt Hagen
regelmäßig ihre Naturschutzgebiete begehe und ob der v. g. Abschnitt des
„Barmer Teichs“ Naturschutzgebiet sei. Herr Wiemann erklärt, dass
der Abschnitt des „Barmer Teichs“ nicht im Naturschutzgebiet liegt.
Generell sei das Ablagern von Müll entlang der B 7 ein Problem. Eine regelmäßige
flächendeckende Kontrolle der Naturschutzgebiete durch die Verwaltung ist personell
nicht zu leisten.
