05.07.2011 - 10 Mechanische Bekämpfung von Herkulesstauden durc...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Di., 05.07.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr May berichtet von seiner Arbeit und seinen Erfahrungen in einer
ehrenamtlichen Initiative in Herdecke, die sich im Jahre 2005 gegründet hat.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Riesenbärenklau in Herdecke auszurotten.
Nachdem man in den Jahren 2005 – 2011 mit zwei bis drei Personen in ca.
800 Arbeitsstunden ca. 20.000 Herkulesstauden ausgegraben habe, stehe man nun
vor der Situation, dass in Herdecke im Jahre 2011, bis auf wenige Ausnahmen,
keine Herkulesstaude zur Blüte komme. Die Pflanzen wurden zu 99% ausgegraben. Weitere
Bekämpfungsmöglichkeiten sind das Mähen der Bestände, mit dem Problem das sich
trotzdem fruchtbare Notdolden bilden, die Beweidung der Bestände mit Schafen
und der Einsatz von Gift, der in Herdecke nicht in Frage kam. Da die
Ausbreitung der Herkulesstaude eine grenzüberschreitende Angelegenheit ist, hat
sich inzwischen in Wetter ebenfalls eine Initiative gegründet. Herr May würde
es begrüßen, wenn sich auch in Hagen Freiwillige zur Bekämpfung der
Herkulesstaude zusammenschließen würden. Am Tag der offenen Tür der Biostation
Hagen (23.08.2011) beabsichtigt er ebenfalls für sein Anliegen Werbung zu
machen.
In der folgenden Diskussion, an der sich die Herren Bögemann, Thiel,
Fähmel, Borgmeier, Kessler, May und Dr. Braun beteiligen wird erörtert, wann
der ideale Zeitpunkt zum Kappen der Fruchtstände ist, wer die Entsorgungskosten
für die Fruchtstände trägt und ob eine biologische Nachsorge in Form von
Bepflanzung der beräumten Flächen notwendig ist. Es wird festgestellt, dass
man, so gewollt, die Pflanze dauerhaft bekämpfen müsste, wobei der
Arbeitsaufwand lediglich im Laufe der Zeit geringer wird. Herr Thiel erklärt,
dass er von einer flächenhaften Ausrottung der Herkulesstaude, auch aus
ökologischen Gründen und aufgrund der Tatsache, dass sie mit Blick auf andere Neophyten
eine untergeordnete Rolle spiele, nichts halte und er lediglich die Notwendigkeit
zur Beseitigung der Pflanzen im Bereich von Kinderspielstätten sehe. Grundsätzlich
spricht er sich dagegen aus, einzelne Pflanzenarten zu verteufeln. Konträr wird
diskutiert, ob in Einzelfällen eine Bekämpfung mit Gift sinnvoll und zulässig
sei, wobei festgestellt wird, dass der ehrenamtliche Einsatz in Herdecke
beweise, dass eine mechanische Eindämmung der Herkulesstaude machbar ist.
