03.05.2011 - 12 Anfragen und Beantwortung von Anfragen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 12
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Di., 03.05.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Thiel reicht die Anregung eines Anwohners der Wannebachstraße
weiter, die eine ganzjährige Sperrung der Straße empfiehlt. Dies schütze auch
die rückwandernde Amphibien.
Herr Wiemann hält die Anregung aus fachlicher Sicht für sinnvoll.
Herr Thiel fordert die Verwaltung auf, am Könissee wegen der hohen
Todesrate an Amphibien dauerhafte Amphibienleiteinrichtungen und Durchlässe
vorzusehen.
Herr Dr. Braun wird die Forderung in den Arbeitskreis mit einbringen.
Herr Thiel beklagt die rigorose Baum- und Strauchbeseitigung am Köhlerweg
zur Vorbereitung der geplanten Bebauung. Es seien Nester der Amsel und
Ringeltauben belegt gewesen.
Herr Wiemann beantwortet die Anfrage mit Hinweis auf Seite 8 des Protokolls
der letzten Sitzung.
Er weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass das Bauordnungsamt
auf Drängen der ULB in Baugenehmigungen immer Artenschutzhinweise einarbeitet.
Herr Riegel fragt nach dem aktuellen Stand der Bekämpfung des
Riesenbärenklaues.
Herr Dr. Braun erläutert hierzu, dass die Finanznot der Stadt nur eine
Bekämpfung in Schwerpunkten zulasse und Pestizideinsatz im Einzelfall geprüft
werde.
Herr Dr. Hülsbusch möchte wissen, ob Verpflichtungen für
Grundstückseigentümer ausgesprochen werden können, die Staude zu bekämpfen.
Herr Wiemann erklärt hierzu, dass eine sinnvolle Eindämmung der
expansiven Pflanze, die pro Jahr mehr als 10000 schwimmfähige Samen produziere,
nur im Zusammenspiel aller Grundstückseigentümer sowie der Nachbargemeinden
möglich wäre. Die ULB habe in der Vergangenheit in Naturschutzgebieten mit
Hilfe des Zivildienstes die Staude bekämpft und die Ausbreitung der Art in
Hagen auch kartiert.
Herr Wack stellt § 38 BNatSchG in den Blickpunkt. Demnach würde die
Entwicklungstendenz beobachtet und geeignete Maßnahmen entwickelt. Ein
Beschwerdeführer müsse sich aktiv bedroht fühlen, wenn er eine Bekämpfung
verlange.
Herr Thiel appelliert an die Verantwortlichen, auf keine Pestizide zurück
zu greifen.
