08.06.2010 - 6 Ergänzungsvorlage Jugendförderplan 2010 - 2014

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Herr Hannusch erläutert eingehend die Verwaltungsvorlage. Der Jugendförderplan, als Planungs- und Steuerungsinstrument landesgesetzlich festgeschrieben, soll eine Laufzeit bis 2014 haben. Für diesen Zeitraum ist Planungssicherheit für die Träger von Kinder- und Jugendarbeit gegeben.

Festgelegt werden in dem Plan die Art und Weise sowie der Umfang der Förderung. Während der erste Förderplan hauptsächlich der Bestandsaufnahme in Sachen Kinder- und Jugendarbeit diente, befasst sich dieser nun vor Allem mit der Bestandssicherung in Zeiten der Haushaltskonsolidierung. Fachlich beraten haben den Plan der Jugendhilfeauschuss sowie die Arbeitsgemeinschaft nach § 78, AG 1. Eingehender schildert Herr Hannusch den Punkt 13, der sich mit interkultureller Bildung befasst. Frau Richter weist darauf hin, dass in Krisenzeiten immer beim schwächsten Glied gespart wird. So sei festzuhalten, dass der gewollte interkulturelle Ansatz nicht mit Finanzmitteln unterfüttert sei. Sie wünsche sich mehr Aktionen für Toleranz und Demokratie, mehr interkulturelle Arbeit etc.; aber gerade in den Stadtteilen und Quartieren, wo es am nötigsten sei, werde eher Geld gestrichen.

Herr Hannusch berichtet über den demographischen Wandel und den Wandel der Strukturen, der durch die Einführung der OGS bedingt ist. Somit lässt sich ein gewisser Teil der Mittelbegrenzung erklären.

Herr Cakmak fragt, ob beim Zustandekommen des Förderplans Migranten beteiligt waren. Herr Hannusch erinnert daran dass der IR Vertreter in den Jugendhilfeausschuss entsendet; außerdem seien die Vertreter der Träger beteiligt gewesen, die ja selbst Integrationsagenturen unterhielten. Außerdem seien einige Migrantenselbstorganisationen Mitglieder bei den Trägern. Der IR selbst sei ja nun in die Beratung eingebunden.

 

Frau Richter schlägt vor, der IR solle sich überlegen, auf welche Weise er konkret gegen die Sparvorschläge auf dem Kinder- und Jugendsektor Stellung beziehen kann. Sie möchte, dass alle Mitglieder sich im Vorfeld der nächsten Sitzungen eingehender mit dem Förderplan und ähnlichen Vorlagen auseinandersetzen um dann qualifiziert diskutieren zu können.

Frau Helling fragt nach, wie der im Plan in Aussicht gestellte verstärkte Einsatz von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund in der Kinder- und Jugendarbeit organisiert werden soll. Herr Hannusch weist auf den Einstellungsstopp bei der Kommune hin, führt aber weiter aus, dass die freien Träger in letzter Zeit viele dieser Mitarbeiter neu eingestellt haben.

Herr Asma fragt nach, mit welchen Migrantenselbstorganisationen so, wie im Bericht gefordert, zusammengearbeitet wird. Herr Hannusch berichtet über die Vielfältige Zusammenarbeit im Aktionsbündnis „Vielfalt und Demokratie“. Weiter zählt er die Zusammenarbeit des Friedenshauses in Altenhagen mit der marokkanischen Moschee auf, ein Kooperation in Eckesey, sowie die Zusammenarbeit der AWO mit dem Demokratisch Türkischen Bund in Altenhagen.

Herr Kühn ergänzt, aus seiner Sicht müsse der Text als Selbstverpflichtung der Verwaltung und der Träger gelesen werden, in Zukunft mehr mit den Migrantenselbstorganisationen zu kooperieren. Dies gebe ihm Hoffnung, dass in Zukunft verkrustete Strukturen aufgebrochen würden. Er fordert die Migrantenselbstorganisationen auf, wenn sie in Zukunft selbst in den Genuss einer Förderung kommen wollen, sich auf den langen Weg zur Anerkennung als Träger der Jugendarbeit zu begeben und durch jahrelange kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit das ihre zu einer solchen Anerkennung zu leisten.

Herr Asma bittet Herrn Hannusch, eine Liste der bestehenden Kooperationen zu erstellen.

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Beschluss:

Der Integrationsrat nimmt die Vorlage der Verwaltung zur Kenntnis.

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Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

 Mit Mehrheit beschlossen

 

 Einstimmig abgelehnt

 

 Mit Mehrheit abgelehnt

 

 Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

 Ohne Beschlussfassung

 

 Zur Kenntnis genommen

 

      

 

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Anlagen zur Vorlage

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