10.02.2010 - 4 Zustiftung der "Riesengebirgsstube" an die Stif...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Söhnchen schickt voraus, natürlich habe man in diesem Fall eine ganz unterschiedliche Bewertung zu anderen Kunstschätzen in dieser Stadt. Dennoch glaube er, dass letztendlich alle hier an dem sogenannten „Hagener Folkwang-Syndrom“ leiden, daher wolle er möglichst ausschließen, dass demnächst im Kreisanzeiger von Königswinter zu lesen sei, dass man dort mit der Riesengebirgsstube den „Schnapp des Lebens“ gemacht habe.

 

Frau Hauck hat Herrn Söhnchen so verstanden, dass er danach fragt, ob der Wert der Objekte es zulässt, dass man sie abgibt.

In der Vorlage finde sich der Hinweis, dass es sich um Nachbauten handelt. Es gehe um  Dinge, die man wertschätzen sollte, da sie zu einem bestimmten Zeitpunkt von einer bestimmten Bevölkerungsgruppe nachempfunden worden sind. Es gebe Gefühlslagen und Geschichte dazu, dennoch handele es sich nicht um museale Wertgegenstände.

 

Herr Asbeck möchte noch eine Anmerkung machen, da er bestimmte Dinge in der Begründung der Vorlage nicht nachvollziehen kann.

In der Vorlage sei zu lesen, dass es sich um damals erworbene Gegenstände handelt. Also könnte es eventuell doch um nicht ganz unwichtige Dinge gehen.

Er wolle jetzt nicht auf Einzelheiten der Vorlage eingehen, in der Sache habe er gar nichts dagegen.

Die Begründung will ihm jedoch nicht einleuchten, besonders der Satz „…im April 1952 wurde  vonseiten der Schlesischen Landsmannschaft der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass „der deutsche Osten“ nicht verloren sei“, erregt sein Missfallen. Zu dem Zeitpunkt habe man noch unter britischer Verwaltung gestanden. Er könne daher nicht nachvollziehen, wieso ein solcher Satz heute in einer Vorlage zur Begründung der Abgabe eines schlesischen Zimmers dienen könne.

 

Frau Hauck antwortet darauf, um mit solchen Fragen respektvoll umzugehen, habe man versucht, eine historische Einordnung vorzunehmen. Außerdem sei in der Vorlage etwas dazu gesagt worden, in welcher Weise die Erinnerungsstube damals zustande gekommen sei.

Diese Dinge seien ganz deutlich nicht als Museumsgegenstände zu bewerten.

 

Herr Klinkert ist der Meinung, dass diese Stube eigentlich ein Fremdkörper im Schloss Hohenlimburg war und auch nicht in einem Sachzusammenhang mit dem Schloss gesehen werden kann. Wenn es nun in Königswinter eine zentrale und bessere Stelle gebe, solle man die Riesengebirgsstube dorthin geben und für weitere und bessere Aktivitäten des Schlosses Hohenlimburg Raum schaffen.

 

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Beschluss:

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss stimmt der Zustiftung der „Riesengebirgsstube“ an die Stiftung Haus Schlesien in Königswinter zu.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 14

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

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