17.03.2010 - 6 Verwaltungsverfahren zur Vertiefung des Steinbr...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Mi., 17.03.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Rahmann erinnert
an seine Ausführung zur Auswirkung der Sümpfung des Steinbruchbetriebes
„Donnerkuhle“ auf die Grundwasserstände, die er in der letzten Sitzung
gehalten hat. Inzwischen habe er in dem Untersuchungsbericht des Ruhrverbandes
zur Massenvermehrung von Wasserpflanzen in den Ruhrstauseen weitere Erkenntnisse
zur Einleitung aus der Donnerkuhle in den Ölmühlenbach gewonnen. In dem Gutachten
gebe es Hinweise, dass die Einleitung des Karstwassers mit hohem pH-Wert zu
einem Ausfallen von Kalk in der Lenne und dem Hengsteysee führe, der sich auf
die Elodeabestände niederschlage, diese ersticke und zum Absterben derselben
führe. Unter den toten Pflanzenteilen bilde sich Schwefelwasserstoff, der wiederum
zum Absterben der darunter befindlichen Lebewelt führe. Erkennbar sei das im o.
g. Bericht beschriebene Phänomen an den tiefschwarzen toxischen Fahnen
innerhalb der Elodeabestände, die laut Bericht auch im Einmündungsbereich des
Ölmühlenbachs in die Lenne, die wiederum in den Hengsteysee mündet, zu
beobachten sind. Er weißt darauf hin, dass der Zusammenhang, Einleitung aus dem
Steinbruch Donnerkuhle und toxische Auswirkungen im Hengsetysee, mittelfristig limnologisch
untersucht werden müsste.
Herr Dr. Rahmann bittet ferner
darum, im Protokoll festzuhalten, dass er erneut den Appell vorgebracht habe,
seine Ausarbeitung zu der o. g. Thematik an die Presse weiterzugeben und dass
Herr Riegel hierzu erklärt habe, dass dies bereits erfolgt sei.
Die Herren Dr. Braun und Dr. Schmidt erklären, dass die
Auswirkung der Grundwasserabsenkung auf die Grundwasserstände auch seitens der
Verwaltung als zentrales Thema im Planfeststellungsverfahren identifiziert
wurde, auf das besonderes Augenmerk zu richten sei. So sei in Kürze ein
Pumpversuch im Bereich der Stützungsmaßnahme „Barmer Teich“ geplant,
um Auswirkungen auf benachbarte Wasserrechte zu überprüfen. Eine toxische
Wirkung der Steinbruchsümpfung werde jedoch erstmalig im Verfahren vorgetragen.
Dass das Absterben von Elodea und die Bildung von Schwefelwasserstoff in
unmittelbarem Zusammenhang mit der Steinbruchsümpfung stehen, hält Herr Dr.
Schmidt aufgrund der Verdünnungsfaktoren für ausgeschlossen.
Herr Freier erklärt, dass
er bereits beim Erörterungstermin im Mai 2006 darauf hingewiesen habe, dass der
pH-Wert des Ölmühlenbachs bei neun läge und dass man eine Grundwassermessstelle
jenseits der Lenne abteufen solle.
Seitens der Verwaltung wird darauf hingewiesen, dass das Planfeststellungsverfahren
noch nicht abgeschlossen ist und selbstverständlich alle Eingaben geprüft
werden.
