27.05.2010 - 5 Einsparung von 158.000 € bei den Budgetverträge...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Do., 27.05.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Petra Seifert
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Hentschel stellt
fest, dass die Ratsgruppe „Die
ergeben. In Hagen gebe es fünf
Begegnungsstätten mit fünf verschiedenen Anbietern.
Sei angedacht worden, dass ein
Anbieter alle Begegnungsstätten übernehme?
Außerdem bittet er um Überlassung der Verträge in Schriftform, die bis
zum 31.12.2010 gekündigt werden sollen.
Herr Dr. Schmidt
berichtet, dass man im Bereich der Altenbegegnungsstätten vor einem
Jahr mal angedacht habe, dort eine Einsparung zu realisieren. Das wäre
auf die Schließung einer Altenbegegnungsstätte herausgelaufen. Man sehe an der
Ergebnisübersicht der Arbeitsgruppe 2, dass bei den Begegnungsstätten keine
Veränderungen in dem Bereich geplant seien. Lediglich die
Wenn sich eine Mehrheit dafür fände, werde er den Auftrag gern
weitergeben.
Frau Fischbach berichtet,
dass sie das Protokoll in der AG2
geführt haben und daher Auskunft geben könne. Die von Herrn Hentschel
angeregte Überlegung sei nicht in die Beratung mit einbezogen worden, weil die
Trägerlandschaft in dem Bereich sehr gewachsen sei in den Jahren. Man habe in
der Vergangenheit lange um die heute bestehende Struktur gerungen. Die
Altenbegegnungsstätten seien untereinander gut vernetzt. Sie gehe davon
aus, dass man keine Kosten sparen
könnte, wenn man die Angebote in eine Hand lege. Die Begegnungsstätten würden
einheitlich gefördert und von ihren Verbänden unterstützt. Es sei
wünschenswert, die bestehenden Strukturen zu erhalten bzw. zu verbessern.
Frau Buchholz erklärt,
dass sie die Vorlage für insgesamt nicht schlüssig hält.
Sie beschreibt die ihrerseits bestehenden Widersprüche, die darin
enthalten seien.
Ihre Fraktion betrachte die Vorlage als Zwischenbericht. Die
Beschlussvorlage könnten sie so nicht mittragen.
Sie schlägt vor, die Verwaltung solle beauftragt werden, dem Sozialausschuss
in der ersten Sitzung nach der Sommerpause einen Bericht vorzulegen und einen
Entwurf der neuen Budgetverträge mit den Trägern beizufügen. Man sei nicht
bereit, etwas zu kündigen, was man nicht kenne und wo man nicht wisse, was
daraus würde. Sie könnten sich vorstellen, dass der Rat bis zum 30.06.2010
durchaus die Kündigungsfristen verkürzen könne. Dann könnte die Entwürfe in
Ruhe besprochen werden.
Ihre Fraktion wüsste gern, worauf die Verbände und die Bürger und
Bürgerinnen sich bei den weiteren Sparvorgaben einzustellen hätten.
Herr Dr. Schmidt geht auf
die Äußerung von Frau Buchholz ein, dass es keine Einsparvorgabe gebe. Die
Aussage beziehe sich auf das Sparpaket, in dem nur eine gesamte Summe genannt
sei. Daher gebe es keine konkrete Einsparvorgabe, was die Verträge angehe. Die
Vorlage sage nicht anderes, als dass diese ursprüngliche Vorgabe in Höhe von
158.000 € im Bereich Soziales und Gesundheit jetzt im zweiten Sparpaket aufgehen
solle. Dabei sollten die Vorschläge aus
den Arbeitsgruppen einfließen. Es könnten auch seitens der Verwaltung noch
Vorschläge zum zweiten Sparpaket dazukommen. All das werde im Rahmen des
zweiten Sparpaketes zur politischen Abstimmung vorgelegt.
Man habe erreicht, dass im Jahr 2010 die Kürzungsvorgabe noch nicht umgesetzt
werden brauche. Das bedeute, dass der Betrag in Höhe von 158.000 € in
diesem Jahr noch im Haushalt eingestellt bleibe. Ein Jahr sei auf diesem Wege
für die Verbände gewonnen. Was die Kündigung angehe, habe man dies seit vielen
Jahren die Verträge so beibehalten und immer wieder Kündigungsfristen
verschoben. Daher habe man es für sinnvoll erachtet, jetzt einen Schnitt zu
machen, die Verträge zu kündigen, um dann neue Verträge mit angepassten
Inhalten abzuschließen.
Zur Frage nach der Anrechenbarkeit führt er aus, dass das zweite
Sparpaket basiere auf dem Jahresergebnis 2008. Es seien darin keine Vorschläge
enthalten, die seit diesem Zeitraum gemacht und umgesetzt worden seien und
somit damit darauf angerechnet werden könnten.
Herr Steuber ergänzt, dass
die AG 3 bis kurz vor der Sitzung getagt habe und zu einem Zwischenergebnis
gekommen sei. Es werde auch aus dem
Bereich der kommunalen Drogenhilfe Einsparvolumina geben. Heute handele es sich
lediglich um einen Zwischenbericht, um den aktuellen Stand der Beratung
wiederzugeben. Es gebe auch darüber hinaus einen Sitzungstermin für die AG 5,
der erst am 16.06.2010 stattfinde.
Man brauche allerdings dringend eine Entscheidung des Rates zum
30.06.2010, wie der Bestand der Budgetverträge gesehen werde.
Darüber hinaus bitte er, den Duktus der Vorlage zu entschuldigen, aber
die Verwaltung habe den Auftrag gehabt, sich neben der Einsparung des Betrages
in Höhe von
158.000 € mit dem sehr viel größeren Millionenbetrag
auseinanderzusetzen. Man sei allerdings nicht ansatzweise in die Nähe dieses
Betrages gekommen.
Frau Priester-Büdenbender
entgegnet, dass dieser Betrag in Höhe von 9,4 Millionen Euro nicht nur im
Bereich Soziales eingespart werden könnten. Es müsse klar gesagt werden, welche
Beträge im Einzelnen in den Bereichen Jugend und Sport eingespart werden
sollten. Dann könne man auch genau ermitteln, was im Bereich Soziales zu berücksichtigen
sei.
Sie bezieht sich weiterhin auf die Aussage von Herrn Dr. Schmidt, dass es
keine Vorgabe dahingehend gebe, wie viel bei den freien Trägern eingespart
werden müsse. Sie bitte darum, eine solche Aussage dann auch entsprechend in
einer Vorlage zu formulieren.
Der Vorlage sei zu entnehmen, dass es durchaus geänderte
Kündigungsregelungen geben könne. Das entspräche inhaltlich dem Antrag von Frau
Buchholz. Dieses Angebot nähme man gerne
an, weil es sehr schwierig sei, Verträge zu kündigen, wenn man nicht
ansatzweise wisse, was zukünftig auf die Träger zukomme. Diese bräuchten auch
eine gewisse Sicherheit für die Zukunft.
Herr Dr. Schmidt
informiert bezüglich des Zeitablaufes, dass die Vorschläge für alle Bereiche
zum 31.05.2010 gemacht würden. Am 18.06.2010 habe man Vorstandsklausur. Dann
entscheide man darüber, wie mit den
Vorschlägen verfahren werde. Diese Vorschläge würden dann alle vorgelegt,
mit dem Ziel, 90 Millionen einzusparen.
Dem Rat würden diese Vorschläge zum 08.07.2010 präsentiert. Es werde sich
um Vorschläge handeln, die mehr als an die Substanz gingen. Er fragt, ob der
Ausschuss sich vorstellen könne, dass diese Ende September - dem
vorgeschlagenen Kündigungstermin - durchdiskutiert und verabschiedet worden
seien, so dass man dann mit den Trägfern neue Verträge abschließen könne?
Realistisch sei es , das Jahresende ins Visier zu nehmen .Man dürfe nicht in
die Situation kommen, dass Kündigungstermine verpasst würden und damit eine
Umsetzung für das Jahr 2011 nicht möglich sei.
In diesem Dilemma stecke die Verwaltung bezüglich der Termine.
Frau Priester-Büdenbender
erwidert, dass die Verwaltung flexibel sei. Da die Träger ja wüssten, dass zum
01.01.2011 neue Verträge abgeschlossen werden sollten, müsse es doch möglich
sein, die Kündigungsfristen so zu legen, dass die Träger eine Möglichkeit
hätten, einen Vertragsentwurf vorzulegen. Dann hätte beide Seiten eine gewisse
Sicherheit und die Politik könne sich dann damit beschäftigen.
Herr Hentschel macht
deutlich, dass es seiner Ratsgruppe nicht darum ginge, jemandem etwas
wegzunehmen, sondern darum, zu prüfen, ob sich nicht doch Einsparungen ergeben
könnten. Man solle jetzt über Dinge entscheiden, wo man keine Grundlage habe.
Man habe keine Protokollen aus den einzelnen Arbeitsgruppen erhalten. Es
handele sich dabei um den Kernpunkt ihrer politischen Arbeit.
Frau Buchholz möchte nochmals
den Standpunkt der
Man sei nicht gegen neue Verträge. Aber eine Verlegung der
Kündigungsfristen sei wichtig. Vielleicht bestünde ja die Möglichkeit, die
Budgetverträge einmal extra darzustellen. Dann könne man diese beraten und
entscheiden, was man davon mittragen könne. Anhand der dann frühest möglich
vorzulegenden Entwürfe habe man dann eine gewisse Planungssicherheit. Ansonsten
würde ihre Fraktion einer Kündigung nicht zustimmen.
Herr Puder ergänzt dazu,
dass man sich Verbände dazu bereit
erklärt hätte, in diesen Arbeitsgruppen
aktiv mitzuarbeiten, um Einsparpotentiale zu erarbeiten. Es sollten im sozialen
Bereich Lösungen gefunden werden, um möglichst viel von der bestehenden
sozialen Landschaft zu erhalten. Nun habe es aus den verschiedenen Arbeitsgruppen
Vorschläge gegeben. Von Seiten der Träger und von der Kommune seien auch Vorschläge
gemacht worden. Man sei dann froh gewesen, auf den Einsparbetrag in Höhe von
230.000 € zu kommen. Jetzt habe er beim Lesen der Vorlage den Eindruck,
dass die ganze Mühe vergeblich gewesen sei. Die Einsparung der 230.000 €
seien offensichtlich mit den Verträgen mit den Verbänden nicht in Zusammenhang
zu sehen. Diese sollten gekündigt werden und die Arbeitsfelder neu
verhandelt werden. Damit hätten er und
seines Wissens auch die anderen Verbände ein Problem. Wenn die Verträge zum
30.06.2010 gekündigt würden, habe das Folgen. Er müsse seine Mitarbeiter
kündigen. Das löse in der Größenordnung Sozialpläne aus. Wenn er wüsste, warum
diese Verträge gekündigt würden und was ihn zukünftig zu erwarten habe, könne
er die Kündigung unter Umständen nicht aussprechen. Diese Ungewissheit sei
unbefriedigend. Hier
hingen menschliche Schicksale dran. Bis etwas Konkretes vorliege, müsse
den Verbänden die Möglichkeit gegeben werden, die Kündigungsfrist März 2011 zu
halten, damit diese die Möglichkeit hätten, ihre Aufgaben zu erledigen.
Herr Dr. Schmidt hat
Verständnis für die Situation der Verbände, weist aber gleichzeitig darauf hin,
dass die Vereinbarung so laute, dass ab 2011 die Kürzungsvorschläge wirksam
werden müssten. Er bitte um Verständnis, dass die Stadt ohne Not ihre Rechtsposition
nicht aus der Hand gebe. Man müsse sich auch rechtfertigen, wie die Sparvorgaben
umgesetzt würden. Er schlägt vor, die Kündigungsfrist zunächst bis drei Monate
vor Jahresablauf zu verlängern und sich mit den internen Verfahrensweisen
schnell zu einigen.
Frau Buchholz erklärt,
dass man damit einverstanden wäre, wenn im Ergebnis die Vorschläge aus den
Arbeitsgruppen umgesetzt würden.
Herr Dr. Schmidt weist
darauf hin, dass die Verwaltung gezwungen sein werde, andere und weitergehende
Vorschläge zu machen, um die Einsparvorgaben von insgesamt 9 Millionen Euro zu
verwirklichen.
Herr Steuber äußert sich
im Hinblick auf den Punkt 3 des Beschlussvorschlages dahingehend, dass hier
zwischen allen Beteiligten Einvernehmen bestanden hätte.
In Richtung von Herrn Puder äußert er seine Bedenken, ob es den Verbänden
helfen würde, wenn die Kündigungsfrist noch weiter nach hinten geschoben würde,
weil die Reaktionszeit der Verbände dann noch kürzer würde.
In Richtung von Herrn Hentschel führt er aus, dass das Wunsch- und
Wahlrecht sowohl in der Jugend- als auch in der Sozialhilfe gesetzlich
verankert sei. Soweit keine Mehrkosten entstünden, müsse man darauf Rücksicht
nehmen, dass die Inanspruchnehmer von Dienstleistungen ein Wunsch- und
Wahlrecht hätten. Man könne sicher in einer der nächsten Sitzungen des
Sozialausschusses die Budgetverträge
insgesamt zur Verfügung stellen und darüber Transparenz verschaffen. In diesem
Zusammenhang könnte er auch auf die jährlich vorgestellten Geschäftsberichte
hinweisen. In der nächsten Sitzung werde der Geschäftsbericht 2009 vorgestellt.
Vielleicht lege man diesem Tagesordnungspunkt die Verträge bei. Es gehe darum,
zu entscheiden, welche Arbeitsfelder in welcher Höhe bezuschusst werden
sollten.
Frau Buchholz stellt klar,
dass das Problem darin bestehe, die Verträge zu kündigen, wo die Gefahr
zumindest theoretisch bestehen könnte,
dass diese komplett gestrichen würden. Das würde bedeuten, dass man
komplett dann planungsunsicher sei. Von
daher hielte sie eine verkürzte Kündigungszeit für geboten.
Frau Sauerwein erklärt,
dass sie sich dem Vorschlag von Frau Buchholz anschließen könne. Auch sie würde
gern vor Kündigung der Verträge einen Entwurf der neuen Verträge sehen. Man
habe bei den Diskussionen in den Arbeitsgruppen schon gesehen, dass die
jetzigen Vorschläge bereits an die Substanz gingen und in dieser Stadt das
soziale Geschehen ausbluten ließen. Ihre Fraktion könne den Kürzungsvorschlägen
größtenteils nicht zustimmen. Die Beratungsangebote und sozialen Netzwerke
würden dringender denn je benötigt.
Herr Henschel bittet
darum, dass seiner Ratsgruppe die Verträge und Protokolle zur Verfügung
gestellt werden.
Herr Dr. Schmidt sichert
zu, den Fraktionen im Sozialausschuss die Verträge zur Verfügung zu stellen. Er
werde anmerken, dass der Datenschutz zu gewährleisten sei.
Herr Hentschel äußert
seine Empörung darüber, dass den
Frau Priester-Büdenbender
stellt fest, dass eine solche Unterstellung
nicht geäußert worden sei. Sie bittet, auf einer sachlichen Ebene zu
diskutieren.
Sie fasst die Ergebnisse der Diskussion zusammen und liest die einzelnen
Beschlusspunkte, über die anschließend abgestimmt werden soll, vor.
Herr Ciupka weist darauf
hin, dass im Falle des Verschiebens der Kündigungsfrist bis zum 30.09.2010 zur
Folge hätte, dass man dann anstelle des 01.01.2011 über den 01.04.2011 reden
würde.
Frau Priester-Büdenbender
macht deutlich, dass bis zur ersten Sitzung nach der Sommerpause ein Entwurf
von den freien Trägern im Sozialausschuss vorgestellt werden.
Das setze voraus, dass die Verwaltung mit den freien Trägern Schwerpunkte
gesetzt habe, damit diese wüssten, was auf sie zukäme.
Herr Dr. Schmidt erklärt,
dass man das Recht des Rates, über das Sparpaket zu diskutieren und zu
entscheiden, nicht beschneiden könne. Man könne keinen Beschluss präsentieren,
um damit in einen Vertrag zu gehen.
Dem hält Frau Priester-Büdenbender entgegen, dass aus der
Diskussion deutlich geworden sei, dass
man keine Verträge kündigen könne, ohne den Trägern in irgendeiner Form eine Sicherheit zu geben,
was auf sie weiterhin zukäme.
Herr Steuber führt zu
Ziffer 2 des Beschlussvorschlages aus, dass es dem Rat unbenommen sei, jede
andere Regelung einzufügen. Die Verwaltung sei auf den frühest möglichen Termin
eingegangen und er glaube, dass eine Entscheidung zum 30.06.2010 erfolgen
müsse. Die von Frau Priester-Büdenbender vorgelesene Ziffer 1, Satz 2 –
die Verwaltung werde beauftragt, dem Sozialausschuss bis zur ersten Sitzung
nach der Sommerpause die neuen Budgetverträge vorzulegen - so nicht nicht zu realisieren sei. Man sei nicht in der Lage, in der Sommerzeit
mit einem völlig undefinierten Ziel mit den Wohlfahrtsverbänden über Dinge zu
verhandeln, von denen man nicht wisse, was dabei herauskommen solle. Man
brauche zunächst einmal einen Beschluss des Rates, ob diese Einsparvorschläge
realisiert werden sollten und ob die Verwaltung weitergehende Vorschläge mache, die in die Budgetverträge eingriffen. Wenn
das so käme, wäre das ein Auftrag an die Verwaltung, mit den
Wohlfahrtsverbänden Verträge abzuschließen.
Frau Fischbach fragt, ob sie Herrn Dr. Schmidt richtig
verstanden habe, dass in Einzelfällen die Kündigungsfrist der entsprechenden
Situation angepasst.
Frau Buchholz klärt auf,
dass die Verträge komplett gekündigt werden sollen.
Herr Dr. Schmidt
verdeutlicht, dass die Situation außerordentlich schwierig sei.
Er werde im Vorstand berichten, dass man - vorausgesetzt, dass auch eine Mehrheit im Rat
die Kündigung der Verträge nicht wolle –
damit zu Beginn der Sparmaßnahmen in großen Teilbereichen in das Jahr
2011 hineingehen müsse, weil man arbeitsrechtlich ansonsten mit den Trägern in
eine derartige Verstrickung komme, die niemand wolle. Die Konsequenz könnte
sein, dass der Vorstand dann vorschlage, dass das, was man mit den Trägern
nicht verwirklichen könne, in der Verwaltung umgesetzt werden müsse.
Frau Priester-Büdenbender
geht davon aus, dass man das Sparvolumen nach der Sommerpause vorliegen habe.
Dann könne man die Kündigungen Ende September zum März 2011 aussprechen.
Herr Puder macht deutlich,
dass es ihm um einen sanften Ausstieg aus bestimmten
Arbeitsfeldern gehe. Es gehe nicht nur um rein arbeitsrechtliche Dinge.
Frau Helling kann die
Problematik nachvollziehen, erinnert aber daran, dass man in dieser Stadt die
Verpflichtung habe, möglichst viel und möglichst schnell an sinnvollen Stellen
Geld einzusparen.
Frau Priester-Büdenbender
gibt Frau Helling recht, aber sie wisse nicht, was Frau Helling als sinnvoll
ansehe. Strukturen zu zerschlagen, halte sie nicht für sinnvoll.
Wenn das einzusparende Volumen bekannt sei, könne man erst mit den
Trägern vereinbaren, ob und welche Bereiche auslaufen müssten, wo eingespart
werden könne und welche Bereiche
zukünftig weiter fortgeführt würden. Denkbar sei vieles.
Sie merkt ironisch an, dass man könne auch um die Stadt Hagen einen Zaun
ziehen könne und Soziales nicht mehr stattfinde.
Herr Steuber entgegnet,
dass niemand plane, die gesamten Budgetverträge auf Null zu setzen. Aus den
Arbeitsgruppen heraus habe es doch deutlich andere Voten gegeben. Man habe sich
gemeinsam viel Mühe gegeben, diese Arbeitsfelder zu bewerten und zu beleuchten
und in jedem Einzelfall Risiken und Auswirkungen aufzuzeigen. Es gehe doch jetzt darum, das
Absenken von Standards in die neuen Verträge einzubauen. Da habe Konsens
bestanden. Das, was in den nächsten Monaten noch gemeinsam gefunden und
eingearbeitet werde, stehe alles unter
dem Entscheidungsvorbehalt des Rates.
Er schlägt den betroffenen Verbänden vor, wie im Jugendhilfeausschuss
geschehen, dem Rat gegenüber eine Stellungnahme abzugeben.
Herr Dr. Schmidt zieht das
Fazit aus der Diskussion und schlägt vor, eine kurze Pause zu machen, um
gemeinsam einen Beschlussvorschlag zu formulieren.
Frau Priester-Büdenbender
liest den geänderten Beschlussvorschlag vor und stellt diesen zur Abstimmung.
Frau Helling bittet die
Vorsitzende, klarstellen zu dürfen, dass es ihr nicht darum gegangen sei,
sämtliche sozialen Strukturen zu zerschlagen. Sie erwarte zukünftig von der
Sitzungsleitung eine höhere Sachlichkeit und Neutralität.
Frau Priester-Büdenbender
entschuldigt sich bei Frau Helling.
Beschluss:
- Der Bericht der Verwaltung über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wird zur Kenntnis genommen.
- Die Budgetverträge werden zum frühest
möglichen Zeitpunkt nach Beschlussfassung des Rates über das zweite
Sparpaket gekündigt; die neuen Budgetverträge dem Sozialausschuss
vorgelegt.
Den freien Trägern und Verbänden soll die
notwendige Laufzeit zur Abwicklung ermöglicht werden (Sozialplan etc.)
- Den Verbänden wird Gelegenheit
gegeben, zur Ratssitzung am 10.06.2010 eine Stellungnahme abzugeben.
- Die
Verwaltung wird beauftragt, die in den Arbeitsgruppen erkannten
Einsparpotentiale in das Maßnahmenpaket zum 2. Sparpaket einzuarbeiten.
