23.03.2010 - 6 Haushaltsplanberatungen 2010
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Di., 23.03.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:07
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Schmitz von der
Kämmerei erläutert, dass es voraussichtlich im Jahre 2011 ein
genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept geben werde. Derzeit sei die
Stadt Hagen mit 589,8 Mio. Euro negativem Kapital belastet, das heißt, die
Stadt verfüge über weniger Vermögen als Schulden. Aus diesem Grunde seien die
Regelungen des § 82 GO unerlässlich. Dort sei geregelt, dass über- und
außerplanmäßige Aufgaben nur zulässig sind, wenn sie unabweisbar sind.
Der Haushaltsplan stelle für die Bezirksregierung lediglich eine
buchungstechnische Grundlage dar.
Frau Neuhaus/CDU geht den
Haushaltsplan ab den Seiten 35 ff. durch.
Herr Dr. Fink/ B90/Grüne
fragt an, wie die Personalaufwendungen und Personalauszahlungen je Schulform zu
begründen sind (s. S.36). Zudem möchte er wissen, warum es im Hauptschulbereich
einen Zuwachs gebe.
Herr Kortmann erklärt,
dass dies zum einen damit zusammenhänge, dass im Laufe der Jahre ein besseres
Verständnis für den Umgang mit NKF eingetreten sei.
Zudem gebe es in den Grundschulen einen starken Schülerzahlenrückgang,
der wiederum den Abbau von Sekretariatsstunden zur Folge habe. Auch der Abbau
der Hausmeistereien fließe in diesen Angaben mit ein.
Der Zuwachs bei den Hauptschulen sei auf den Ausbau zu Ganztagsschulen
zurückzuführen, was sich dann auch auf die Sekretariatsstunden niederschlage.
Frau Schmitz von der
Kämmerei bekräftigt, dass das Rechnungsergebnis für das Haushaltsjahr 2008 noch
nicht fertig gestellt sei. Es fehlen noch die Rückstellungen im Ergebnis.
Zu Seite 36, Zeile 16, teilt Frau Schmitz mit, dass dort die
Kosten enthalten seien, die der Habit nach erbrachter Leistung berechnet. Es
soll beim Habit erfragt werden, woraus sich diese Kosten zusammensetzen. Die
Erklärung werde dann dem Protokoll beigefügt.
Herr Kortmann erläutert,
dass der Habit die PC´s beschaffe, und die Schule diese quasi lease.
Frau Neuhaus/CDU bemerkt,
dass Leasing und Kapitalkosten aus der Schulpauschale finanziert werden können.
Frau Heukeroth/B90/Grüne
möchte wissen, was sog. Personenversicherungsbeiträge (S. 56) sind.
Frau Schmitz erläutert,
dass es sich hierbei um eine Haftpflichtversicherung handele, den sog.
Kommunalen- Schadensausgleich.
Frau Heukeroth/B90/Grüne
fragt des Weiteren nach, ob bei den Förderschulen die Ansätze für die Inklusion
enthalten seien.
Herr Kortmann erwidert,
dass der Europäische Gerichtshof den Weg dazu aufgezeigt habe, er jedoch zu
diesem Zeitpunkt noch keine Vorausschau machen könne, welche materielle
Bedeutung dies für den Haushalt habe.
Herr Dr. Geiersbach/SPD
meint, dass die Inklusion ein Auftrag an die Landesregierung sei. Gemäß dem
Konexitätsprinzip sei es Aufgabe der Bundes- und Landesregierung, entsprechende
Gesetze zu schaffen, wonach die Kommune handlungsfähig werde.
Zu dem Betrag von 1 Mio. Euro auf Seite 105 erklärt Frau Schmitz,
dass es sich hierbei um eine strukturelle Einsparung pro Jahr handele. Herr
Dr. Schmidt führt weiter aus, dass dies inhaltlich auf die geplanten
Schulschließungen ab dem Jahre 2012 zurückzuführen sei.
Weiterhin führt Herr Kortmann aus, dass kurzfristig Gebühren für
Lehrerparkplätze im Innenstadtbereich anfallen sollen.
Herr Dr. Geiersbach/SPD
fragt allgemein nach, ob die Einsparsumme, die bei der Übergabe der Schlüsselgewalt
für Turnhallen an Schulen und Vereine entstehe, ein Konsolidierungserfolg sei,
der auch der Schulverwaltung zugerechnet werden würde.
Herr Dr. Schmidt erwidert,
dass es bereits Übergabegespräche mit den Schulen gebe und sich der Hagener
Sport dies nicht alleinig zurechnen könne. Zu diesem Thema werde der
Schulausschuss noch einen detaillierten Zwischenbericht erhalten.
Herr Dr. Geiersbach/SPD
merkt kritisch an, dass man unter schulpolitischen Zielen eigentlich etwas
anderes verstehe als Flächen.
Herr Dr. Schmidt meint
dazu, dass die Kennzahlen eine politische und verwaltungsrechtliche
Steuerfunktion besitzen.
Herr Kortmann äußert, dass
eine erweiterte Schulträgerschaft leider nicht originär die Aufgabe einer
verschuldeten Kommune sein könne. Hier sei die Hauptvorgabe der Haushaltsausgleich.
Frau Neuhaus/CDU regt an,
den Tagesordnungspunkt 7 vor der Abstimmung zu Tagesordnungspunkt 6
vorzuziehen.
Nach erfolgter Erläuterung durch Herrn Glörfeld/Kämmerei, lässt Frau
Neuhaus/CDU über den Tagesordnungspunkt abstimmen. (Die Beschlussfassung
zur Tischvorlage erfolgt unter dem TOP 8).
Anlagen
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(wie Dokument)
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