16.06.2010 - 6 Bericht zur Förderung der Freien Kulturarbeit i...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 16.06.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Kulturbüro
- Bearbeitung:
- Angelika Josten
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Söhnchen begrüßt alle Vertreter der Hagener
Kulturzentren, die heute anwesend sind.
Frau Viehoff erläutert die Vorlage, die im jährlichen
Turnus hier im KWA vorgelegt wird.
Die große Anzahl der Veranstaltungen im Jahr
2009 mache deutlich, welchen bedeutsamen Anteil die Zentren am
unverwechselbaren Kulturleben unserer Stadt haben. Mit dem Etat von 250.000
€ ist es gelungen, insgesamt 630 Veranstaltungen durchzuführen, die von ca. 54.000 Besuchern
frequentiert wurden, obwohl 2009 erstmals die erneuten Kürzungen von 10 % zum
Tragen kamen.
Sie verweist besonders auf insgesamt 44 feste Arbeitsverhältnisse in den
vier Zentren, zusätzlich wurden 10.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Nur
durch das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Anteile können die Zentren
auch weiterhin auf so großartige Weise mit dem sehr kleinen Budget
funktionieren.
Frau Viehoff bittet, weitere Fragen direkt an die Vertreter
der Kulturzentren zu stellen.
Herr Söhnchen bedankt sich ganz herzlich bei allen Beschäftigten
und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Vor dem Einsatz von
10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit könne man nur den Hut ziehen. Auch die
große Zahl der Kulturveranstaltungen verlange großen Respekt, auch dafür möchte er
sich bedanken.
Auch Herr Dr. Geiersbach ist erfreut
über den Bericht. Er stimme mit dem, was man als Besucher der Kulturzentren
wahrnehmen könne, überein. Man gewinne den Eindruck, tatsächlich in einer
lebenswerten und prosperierenden Stadt zu leben, was vor dem Hintergrund der
ständigen Sparzwänge auch einmal gesagt werden müsse. Er hofft sehr, dass es so
weitergeht.
Besonders erwähnenswert sei die Tatsache, dass
die Zentren durch die umfangreiche Arbeit aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
den städtischen Zuschuss multiplizieren und auf diese Weise ein Spektrum an
Kultur ermöglichen, das allein mit dem städtischen Zuschuss nicht möglich wäre.
Der Kulturausschuss müsse sich verantwortlich
fühlen, dass es in diesem Sinne weitergeht.
Herr Asbeck betont, die Entwicklung habe gezeigt, dass die
Arbeit der Kulturzentren mittlerweile einen ganz wesentlichen Beitrag zur Kulturarbeit
in Hagen darstellt.
Dennoch sollte man sich sehr frühzeitig mit der
Zukunft der Kulturzentren befassen, da die bestehenden Verträge bereits Ende 2011 auslaufen. Der KWA müsse
rechtzeitig die Basis für die zukünftige finanzielle Beteiligung der Stadt
vorgestellt bekommen, damit dieser Punkt nicht im Zuge der allgemeinen
Haushaltsbemühungen untergeht und die Zentren ohne Geld da stehen.
Insofern regt er an, frühzeitig über die
Vorstellungen der Verwaltung unterrichtet zu werden.
Es wäre ihm sehr unlieb, in einem Jahr
möglicherweise eine Beschlussvorlage zu haben, in der es heißt, dass die
Zuschüsse wegfallen. Er bittet darum,
als KWA schon im Vorlauf eingebunden zu werden und nicht etwa vom
Verwaltungsvorstand vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.
Herr Asbeck erinnert zudem an die seinerzeit geplanten
umfangreichen Investitionskosten für das Gebäude der Pelmkeschule, aufgrund
derer sogar Überlegungen angestellt wurden, die Einrichtung andernorts
anzusiedeln. Er möchte wissen, in wie weit Investitionen getätigt worden sind
und wie es um den baulichen Zustand des Gebäudes der Pelmkeschule bestellt ist.
Auch Herr Dücker möchte sich für das
Engagement der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Kulturzentren bedanken. Es sei eine tolle Leistung, die auch
andere zur Weiterarbeit motiviere.
Herr Asbeck habe genau den Punkt angesprochen,
dem man sich möglichst früh und eingehend in der nächsten Zeit widmen müsse,
damit die Kulturzentren eine entsprechende Planungssicherheit erhalten.
Er denkt, dass der Politik klar ist, dass freie
Kulturarbeit und städtische Kulturarbeit rekommunizierende Größen sind. Wenn die eine zusammenbricht, könne auch
die andere nicht lange überleben.
Die von Herrn Asbeck angesprochene Problematik bezüglich der Pelmkeschule
hält Herr Dücker für ein ernstes Thema, da er nicht weiß, ob die
erforderlichen Mittel zur Renovierung der Schule aufgebracht werden können.
Wünschenswert sei es, bald von der Verwaltung die ersten Vorstellungen z.B. zum
Haushaltssicherungskonzept zu erhalten, damit man diskutieren und entscheiden
könne.
Herr Dr. Bleicher verweist
auf die Vorgabe der Zukunftskommission, 90 Mio € Einsparpotenzial zu
erbringen. Bis Herbst sei ein Haushaltssicherungskonzept für das Jahr 2011 zu
erstellen, in dem alle Maßnahmen bis 2014 enthalten sein sollen, um den Betrag
von 90 Mio. € zu erreichen. Der Verwaltungsvorstand wird nach der
Sommerpause diese Maßnahmen abwägen und diskutieren.
Herr Dr. Bleicher sichert
zu, den KWA und die Kulturzentren frühzeitig in die Diskussionen mit
einzubinden, wenn es darum geht, ggfs. den Zuschuss für die Zentren zu reduzieren.
Herr Söhnchen möchte daran
erinnern, dass es schon zu Beginn dieser Legislaturperiode eine lockere
Übereinstimmung zwischen allen Fraktionen gegeben hat, die Zuschüsse an die
Zentren nicht weiter zu kürzen.
Diesen Worten kann sich Herr Fritzsche nur anschließen. In den
letzten Jahren seien die Gelder für die Zentren immer wieder gekürzt worden,
insbesondere habe die fehlende Indexsteigerung seit 2005 zu einer jährlichen Realabsenkung geführt.
Den lobenden Worten von Herrn Dr. Geiersbach und Herrn Asbeck möchte er
nichts hinzufügen. Die Arbeit, die in den Kulturzentren gemacht werde, sei
exzellent, besonders, wenn man die Ergebnisse ökonomisch betrachte.
Für die Fraktion der GRÜNEN möchte er sich jetzt einmal „weit aus
dem Fenster lehnen“ und an dieser Stelle sagen, dass es mit seiner
Fraktion jedenfalls keine weiteren Kürzungen mehr geben wird. Seine Fraktion
glaube, dass in diesem Bereich das Ende der Fahnenstange erreicht ist.
Herr Klinkert möchte eine
Institution erwähnen, die er nicht im Sachbericht gefunden hat, nämlich die
Muschelsalatretter. Diese Bürgerinitiative unterstütze und ermögliche ja die lobenswerte
Reihe des Muschelsalates. Er hofft, dass man der Stadt auch weiterhin ein wenig
unter die Arme greifen könne.
Er hat als neues Mitglied im KWA mit Freude zur Kenntnis genommen, dass
es im Bereich der freien Kulturarbeit keine weiteren Kürzungen mehr geben soll.
Dem könne er sich für Hagen Aktiv nur anschließen, gegen weitere Kürzungen
werde seine Fraktion energischen Widerstand leisten.
Herr Klinkert fragt, wie
es zu der Unterdeckung von 32.000 € beim Werkhof Hohenlimburg gekommen
ist und wie dieser Betrag aufgefangen wird.
Herr Ohm antwortet, dass
beim Werkhof Instandhaltungs- und Energiekosten von ca. 30.000 € zu Buche
schlagen. Außerdem seien im Jahr 2009 Zuschussbeträge des Bereiches Kinder- und
Jugendarbeit weggefallen.
Frau Viehoff berichtet zur
Gebäudesituation der Pelmkeschule. Die Heizungsanlage sei bereits erneuert
worden, wodurch sich bereits Einsparungen ergeben haben. Außerdem sollen in
weiteren Schritten die Treppenanlage und die Fenster erneuert werden. Nach
ihren Informationen seien diese Maßnahmen im Haushaltsplan enthalten und werden
abgearbeitet. Umzugspläne bestehen nicht mehr.
Herr Söhnchen ergänzt, es seien noch Feuerschutztüren
eingebaut worden. Außerdem halte sich das Gerücht, dass das Dach erneuert
werden müsse, dies sei jedoch eine Fehlmeldung.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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134,8 kB
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