03.03.2010 - 2 Haushaltsplanentwurf 2010- Anlage -
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 03.03.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Von der Kämmerei wurde eine Tischvorlage
ausgelegt. Es handelt sich dabei um eine Teilplan- und Produktübersicht, die
als Anlage 1 der Niederschrift beigefügt wird
Herr Röspel schlägt vor, mit Seite 34 des
Haushaltspanentwurfs zu beginnen. Er wird die einzelnen Bereiche durchgehen,
Fragen können dann direkt dazu gestellt werden.
Herr Asbeck hat eine Anmerkung zu Seite 36, dort sei zu
lesen, dass durch die Reduzierung der Öffnungszeiten der Museen Einsparungen
erzielt werden sollen. Man wisse inzwischen, dass dies wegen der vertraglichen
Bindungen nicht möglich sei. In der letzten Sitzung des KWA habe man die
Verwaltung gebeten, einmal die aktuellen Besucherzahlen aufzulisten. Er wundert
sich, dass die Bemerkungen zum Haushaltsplan nicht angepasst worden sind.
Frau Schmitz erläutert kurz die Struktur der
Sanierungsmaßnahmen. Alle Sparmaßnahmen aus dem I. Sparpaket des Mentors sind
hier textlich dargestellt worden. Welche von diesen textlichen Darstellungen
nun tatsächlich in den Haushaltsplanentwurf eingeflossen sind, könne man daran
erkennen, dass unter den Jahresangaben Zahlen eingefügt wurden oder wie in
diesem Fall eben nicht. Das bedeute, dass es für diese Maßnahme noch keine entsprechende
Ersatzmaßnahme gebe.
Herr Dr. Bleicher ergänzt, unabhängig
davon seien die Museen im Moment dabei, die Besucherströme exakt zu erfassen.
Es sei Ziel, die Öffnungszeiten dem Besucherinteresse anzupassen. Um zu
gesicherten Erkenntnissen zu kommen, benötige aber in diesem Fall noch eine
längere Evaluationsphase.
Herr Röspel bezieht sich auf seine Anregung, eine
Öffnungszeit am Abend einzurichten. Er bittet die Verwaltung, baldmöglichst
eine Entscheidung zu treffen. Möglicherweise könne man hinsichtlich der Schulen
eine Vereinbarung treffen, die Museen beispielsweise an einem Vormittag später
zu öffnen, dafür aber abends länger geöffnet zu halten. Er regt an, möglichst
bis zur nächsten Sitzung eine Aussage dazu zu treffen.
Herr Asbeck hält es für bedenklich, die Zielsetzungen aus
dem Sparpaket nicht an die jeweilige Beschlussfassung des Rates anzupassen.
Insgesamt habe man beim Lesen dieser Unterlagen schon seine Schwierigkeiten,
durch das NKF sei manches deutlicher geworden, beim kameralen System habe man
aber jede einzelne Position besser erkennen können.
Auf Seite 37, Hohenhof, heiße es, Ziel sei es,
den Hohenhof an einen geeigneten Träger zu übergeben. Ihn interessiert der
Sachstand der Verhandlungen hierzu.
Das wird von Herrn Dr. Bleicher
bestätigt. Bereits im vergangenen Jahr seien mit dem RVR und dem LWL erste Gespräche
geführt worden. Diese Gespräche sollen auch in diesem Jahr so kurzfristig wie
möglich fortgesetzt werden. Sobald erste Ergebnisse vorliegen, werde die Verwaltung
den KWA auch darüber informieren.
Frau Priester-Büdenbender bezieht sich auf die
Kunstmuseen, dort heiße es auf Seite 35, es sei Ziel, den Kassen- und
Aufsichtsdienst zu privatisieren. Man wisse nun, dass dies nach Stellungnahme
des RP durch städtisches Personal realisiert werden müsse. Dennoch stehe hier
als Gesamteffekt noch eine Summe von 67.000 € und bei den Planzahlen ab
2010 eine Betrag von 24.000 €. Sie fragt, ob dies überhaupt realisierbar
sei.
Herr Dr. Bleicher antwortet, diese
Maßnahme könne zur Zeit nicht realisiert werden, weil man von der
Kommunalaufsicht verpflichtet wurde, auf eigenes Personal zurückzugreifen. Wenn
es bei dem Konzept bleiben müsse, könne dieser Gesamteffekt nicht erzielt
werden.
Herr Dr. Geiersbach bittet um die Definition
der Begriffe „Effekt“ und „Gesamteffekt“.
Frau Schmitz antwortet, unter Gesamteffekt sei der Effekt
zu verstehen, der im Ratsbeschluss des I. Sparpakets damals verabschiedet
wurde. Unter Effekt erfolge die Aufsummierung der Einsparungen, die schon in
den Haushaltsplan eingearbeitet wurden. Wenn also ein Unterschied zwischen
Effekt und Gesamteffekt erkennbar sei, sehe man daran, dass von dem
Ratsbeschluss noch nicht alles umgesetzt werden konnte.
Frau Tenne-Pinkvoss fragt, ob die Zahlen
der Vorlage von 45, die heute noch beraten werden soll, hier schon
eingearbeitet wurden. Das wird von Frau Schmitz verneint.
Herr Dr. Geiersbach hält die Erläuterungen
zu den einzelnen Punkten für unvollständig.
Frau Schmitz verweist auf eine Informationsveranstaltung am
letzten Montag, dort habe sie erklärt, dass ca. 1000 Konten in den einzelnen
Zeilen zusammen gefasst werden mussten. Es sei unmöglich, alle Einzelkonten
jeweils noch zu erläutern, daher sei versucht worden, die interessanten Zahlen
für die Fachausschüsse herauszuarbeiten. Es würde die Kapazitäten sprengen,
wenn man alle Konten einzeln erläutern wolle.
Herr Asbeck fragt zu Seite 48, Historisches Zentrum, dort
heiße es, dass die Öffnungszeiten parallel zu den Öffnungszeiten des
Kunstquartiers realisiert werden sollen. Dies sei eigentlich nicht einzusehen.
Beim Kunstquartier handele es sich um ein überregionales Museum für viele
auswärtige Besucher. Das Historische Zentrum sei sicher auch ein wichtiges
Museum, aber die Öffnungszeiten müssen nicht aneinander gekoppelt werden.
Frau Hauck antwortet, die Öffnungszeiten wurden bereits
seit dem letzten Jahr reduziert. In jedem Museum gebe es seitdem einen
Öffnungstag weniger.
Herr Röspel fragt Frau Hauck, wie lange der
Mietvertrag noch laufe.
Frau Hauck antwortet, der Mietvertrag laufe noch bis zum
Jahr 2018.
Herr Söhnchen fragt, warum diese Kürzung dann nicht in
dieser Liste bei dem Betrag von 71.000 €
erscheint.
Frau Hauck betont, sie habe diese Änderung im Sommer
letzten Jahres allen Beteiligten mitgeteilt und zeitnah sofort umgesetzt. Sie
werde diese Informationen aber gerne zur nächsten Sitzung nachliefern.
Herr Röspel verweist auf Seite 56, Theater und Orchester,
hier stehe noch die Einsparung von 500.000 €, die durch die Schließung
des Balletts erzielt werden sollte. Hierzu gebe es ja einen neuen Ratsbeschluss.
Herr Dr. Fischer hält er die Unterlagen
auch für Laien gut lesbar und er bedankt sich dafür bei Frau Schmitz.
Er möchte zu Seite 59, Zeile 11 wissen, was
sich unter der Position „Honoraraufwendungen“ verbirgt.
Frau Schmitz antwortet, es handele sich nicht um das fest
angestellte Personal der Verwaltung, sondern um einzeln abzuschließende
Honorarverträge.
Herr Dr. Fischer vermisst die Position,
der man früher die Honorarkosten für einspringende Gäste des Theaters entnehmen
konnte.
Frau Seibring ergänzt, in dem Betrag von 713.000 €
seien alle Gäste, die sich im Gagenbereich befinden, enthalten.
Herr Dr. Fischer hält die Kosten für
sehr hoch.
Dazu möchte Frau Schmitz das Theater
unterstützen, früher habe es in dem Bereich zwei Haushaltsstellen gegeben, es
habe sich um die Haushaltsstelle „Aushilfen und Verstärkungen“
gehandelt.
Herr Röspel kommt noch einmal auf das Ballett zurück, er
möchte zu Seite 56 für das Protokoll festhalten, dass dort für das Jahr 2010
eine Einsparungssumme von 255.000 € stehe. Er stellt fest, dass dort eine
Null stehen müsste.
Nachdem Herr Röspel alle Bereiche
verlesen hat, verteilt Frau Schmitz ein weiteres Papier, es handelt sich
um die neuen Sanierungsmaßnahmen ab
2010, die als Anlage 2 der Niederschrift beigefügt werden.
Herr Söhnchen möchte noch eine Frage zum Bereich Kulturbüro
auf Seite 88 stellen. Er meint, unter der Sanierungsmaßnahme „Schloss
Hohenlimburg“ müssten jetzt eigentlich auch aktuelle Zahlen stehen, da ja
im letzten KWA der neue Vertragsentwurf ab 2010 beschlossen wurde.
Herr Dr. Bleicher erläutert eingehend
die sukzessive Abschmelzung des Zuschusses für die Jahre 2010 bis 2014. Damit ist die Frage für Herrn Söhnchen
beantwortet.
Auf Wunsch des Oberbürgermeisters hat jedes
Fachamt noch drei zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen für das Jahr 2010
erarbeitet. Frau Schmitz erklärt, dass diese Maßnahmen über die
Veränderungsliste zum Haushaltsplan eingearbeitet werden. In den letzten Jahren
sei es üblich gewesen, dass die Kämmerei die Veränderungen in den einzelnen
Ausschüssen mündlich vorgetragen habe. Diesmal seien die Daten so umfangreich,
dass man die Maßnahmen in schriftlicher Form zur Verfügung gestellt habe.
Diese drei zusätzlichen
Konsolidierungsvorschläge seien teilweise schon im Haushaltsplanentwurf enthalten.
Sie erläutert dies am Beispiel der Konsolidierungsmaßnahme 41.004 des Amtes 41. Bei anderen Maßnahmen werden die
Daten über die Veränderungsliste noch die Ansätze vermindern.
Herr Fritzsche bedankt sich bei Frau
Schmitz, dass diese Maßnahmen jetzt in schriftlicher Form zur Verfügung
gestellt worden sind. Er möchte hierüber aber heute noch keinen Beschluss
fassen, sondern er bittet, dies als 1. Lesung zu behandeln. Er möchte bestimmte
inhaltliche Dinge zunächst noch einmal in der Fraktion rückkoppeln.
Er schlägt vor, diese zusätzlichen Maßnahmen
erst in der nächsten KWA-Sitzung zu beschließen.
Frau Schmitz meint, es würde der Kämmerei zeitlich einiges
erleichtern, wenn der KWA heute doch zu einem Schluss kommen würde.
Herr Röspel schlägt vor, jetzt diese Maßnahmen
durchzugehen und zu klären.
Er fragt zur Maßnahme 41.006 des Kulturbüros,
um welche Summe es sich bei den angesetzten 1.000 € handelt.
Frau Viehoff berichtet, das Kulturbüro wolle erstmalig dem
Schaustellerverband für die Durchführung und Organisation des
Weihnachtsmarktes 1.000 € in
Rechnung stellen.
Herr Asbeck fragt, ob sich der Schaustellerverband dazu
schon geäußert habe.
Frau Viehoff geht davon aus, dass der Betrag im Rahmen des
Budgets liegt, das der Schaustellerverband für den Weihnachtsmarkt zur Verfügung
stellt. Sie hofft, diesen Betrag in das Gesamtbudget von 24.000 €
einbauen zu können. Gespräche wurden bisher noch nicht geführt, aber es sei
auch noch nicht abzusehen, welches Budget Ende des Jahres für den
Weihnachtsmarkt überhaupt zur Verfügung steht.
Herr Röspel denkt, dass so verfahren werden kann.
Herr Becker erläutert die Maßnahme 43.001, man habe sich
gedacht, dass es im Rahmen der Nutzung der neuen Medien möglich sein muss,
Recherchen stärker über PC und Ähnliches durchzuführen. Dadurch könne man die
Aufwendungen für Fachliteratur reduzieren.
Frau Schmitz ergänzt, diese Maßnahme und auch die beiden
folgenden seien bereits in den Haushaltsplanentwurf eingearbeitet worden.
Frau Steffes berichtet zu 43.003, bei dem Munziger Archiv
handele es sich um eine Online-Datenbank. Sie sei von den Kundinnen und Kunden
jedoch nicht so genutzt worden, wie man es sich versprochen hatte. Deshalb habe
man sich entschlossen, diese Datenbank abzubestellen.
Herr Schröder stellt zur Maßnahme 44.004 klar, dass es hier
nicht um Geschwisterkinder gehe, sondern um Kinder von Sozialhilfeempfängern.
Herr Dr. Fischer fragt, ob sich jetzt
schon sagen lasse, welche Kinder dann keine Chance mehr haben, am
Musikunterricht teilzunehmen.
Auf Nachfrage von Herrn Röspel bestätigt Herr Schröder, dass es um
Schüler geht, die einen Ermäßigungstatbestand aus einer Sozialklausel beziehen,
also auch um Kinder von Hartz IV-Beziehern.
Diese Maßnahme gefällt Herrn Röspel und Herrn
Dr. Fischer gar nicht.
Herr Dr. Fischer stellt klar, dass
diese Maßnahme gestrichen werden sollte, seine Fraktion werde diese Änderung
nicht mittragen. Er stellt den Antrag, darüber abzustimmen.
Auch Frau Klos-Eckermann hakt nach, ob
die Ermäßigungen bei den Kindern von Geringverdienern gekürzt werden sollen.
Herr Röspel versucht nun das weitere Prozedere zu klären.
Er fasst zusammen, dass Herr Fritzsche die 1. Lesung beantragt habe, Frau
Schmitz jedoch aus zeitlichen Gründen lieber heute eine Entscheidung mitnehmen
möchte.
Frau Schmitz stellt zum Verfahren klar, dass sie die
Änderungen in die Veränderungsliste aufnehmen wird und den Beschluss des KWA
dort darstellen wird. Dann können der HFA und der Rat aufgrund dieser
Beschlusslage beraten.
Herr Röspel lässt nun über den Antrag von Herrn Fritzsche,
die Beratung des Konsolidierungspapiers heute als 1. Lesung anzusehen,
abstimmen. Die Mehrheit der Anwesenden stimmt für den Antrag von Herrn
Fritzsche.
Herr Röspel fährt mit den einzelnen Maßnahmen des
Konsolidierungspapiers fort und bittet, weitere Fragen dazu zu stellen.
Frau Derksen erläutert die Maßnahme 45.008, Änderung der
Entgeltordnung Junges Museum und Sonderausstellungen. Sie teilt mit, dass die
Erhöhung der Entgelte bereits zum 1.1.2010 umgesetzt wurde, sie wurde aber noch
nicht im Haushaltsplan vermerkt.
Zur Maßnahme 45.009, Zusätzliche Einnahmen im
Bereich der Eintrittsgelder, berichtet Frau Derksen, dass das
Kunstquartier nach den aktuellen Erfahrungswerten ca. 4.000 bis 5.000 Besucher
im Monat verzeichnen kann. Daher sind die Planzahlen erhöht worden und man
rechne mit Mehreinnahmen von 130.000 €.
Herr Dr. Geiersbach stellt eine Frage zur
Erhöhung der Leistungsentgelte, die ihm von Frau Derksen beantwortet
wird,
Herr Asbeck stellt die Frage, ob man die sehr positiven
Besucherzahlen im letzten Jahr einfach so fortschreiben könne. Möglicherweise
sei etwas mehr Zurückhaltung bei der Einschätzung der Besucherzahlen
angebracht.
Frau Derksen verweist auf statistische Aufzeichnungen, die
jeden Tag und jeden Monat geführt werden. Danach lassen sich die Besucherströme
genau nachweisen. Im Januar habe man 4.872 Besucher gehabt und im Februar
5.300, diese Zahlen entwickeln sich auch so weiter.
Herr Dr. Klar bittet einen Faktor zu bedenken, im Vertrag
zwischen der Stadt Hagen und der Stiftung sei geregelt worden, dass das Emil
Schumacher Museum bei Sonderausstellungen einen Anteil der Eintrittsgelder
erhält. Die jetzige Ausstellung sei zu 25 % von der Stiftung finanziert worden.
Dies werde die Stiftung aber nicht lange mitmachen. Er könne nur raten, diesen
Anteil an den Eintrittsgeldern mit einzurechnen und die Beträge etwas tiefer
anzusetzen. Dann müsse man abwarten, zu welchem Ergebnis die Verhandlungen mit
der Stiftung führen.
Herr Asbeck regt an, diesen Anteil für das Emil Schumacher
Museum möglicherweise durch höhere Eintrittsgelder für besonders attraktive
Ausstellungen zu kompensieren. Dies sei in anderen Museen auch üblich. Er rät
dazu, die Verhandlungen abzuwarten, im
Ansatz hier im Haushaltsplan würde er die Beträge für die Stiftung nicht
berücksichtigen wollen.
Frau Seibring erläutert die Maßnahme 46.010,
Kostenreduzierung im Bereich des Theatertaxis. Es seien Verhandlungen mit der
Hagener Straßenbahn- AG geführt worden, in denen das bisherige
„Theater-Taxi“ in einen Anruf-Sammel-Taxi-Dienst umgewandelt wurde.
In dem Zuge ist es möglich, eine Nahverkehrspauschale in Anspruch zu nehmen.
Herr Ludwig berichtet zur Maßnahme 46.011, Umwandlung
Einmalzahlung in Freizeit beim Orchester. Der neue Tarifvertrag sehe für die
Mitglieder des Orchesters eine Einmalzahlung vor, die teilweise durch einen
Freizeitausgleich ausgeglichen werden kann. Man will versuchen, diesen
Freizeitausgleich zu realisieren, ohne dabei den Spielbetrieb einzuschränken.
Herr Röspel erkundigt sich nach der Höhe dieser
Einmalzahlung.
Herr Ludwig erklärt, diese Einmalzahlung werde individuell
berechnet und sei daher unterschiedlich. Man rechne damit, dass die
Orchestermitglieder im Durchschnitt einen Freizeitausgleich von 5 bis 7 Tagen
erhalten werden. Man wolle versuchen, so zu planen, dass die Disposition nicht
behindert wird und der Restbetrag solle ausgezahlt werden.
Frau Heek stellt die Maßnahme 46.012, Kürzung der
Mietzahlungen für die Orchesterproben um den Umsatzsteueranteil, dar.
Hier gehe es darum, dass die Stadthalle dem
Theater im 1. Halbjahr jeweils die Rechnungen für den Orchesterprobenraum
inklusive Umsatzsteuer berechnet habe. Im Steuerrecht gebe es eine
Optionsmöglichkeit, wonach Umsätze unter gewissen Voraussetzungen steuerfrei
sind. Herr Josten habe dieser Optionsmöglichkeit zugestimmt und stelle nun die
Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus.
Dadurch könne das Theater dann den Umsatzsteuereffekt geltend machen.
Sie bittet, die Zahlen in dem vorliegenden
Papier zu ändern, 2010 habe man einen Effekt von 12.920 € für das 1.
Halbjahr, plus 4.275 € für das 2. Halbjahr. In den Folgejahren reduziere
sich der Betrag dann auf 8.500 €.
Herr Fritzsche meldet sich zur
Maßnahme 47.005, Einführung einer Grundgebühr für die Benutzung des
Stadtarchivs, zu Wort.
Er ist der Auffassung, dass die Benutzung eines
Stadtarchivs für jedermann kostenlos sein sollte. Er fragt Frau Hauck, ob es in
anderen Archiven üblich sei, eine solche Gebühr zu verlangen.
Frau Hauck antwortet, dies sei ganz unterschiedlich, sie
habe sich an das Staatsarchiv in Detmold angelehnt. Ihr sei schon bewusst, dass
man mit diesen Gebühren zu einem der
teuersten Archive in der Umgebung werde. Dies liege aber daran, dass Hagen
damit eine „Vorreiterposition“ einnimmt. Nach dem Auftrag des
Oberbürgermeisters, drei weitere Maßnahmen zu benennen, habe man sich eben für
diesen Bereich entschieden. Man erbringe hier eine teure Leistung, daher halte
sie es für angemessen, einen kleinen Obulus zu verlangen.
Was die Eintrittserhöhung betrifft, könne es
schon passieren, dass die Nutzer genauer überlegen, ob es sinnvoll ist, ins
Archiv zu kommen. Es sei aber auch möglich, diese Besuche zu reduzieren, in dem
man sich rechtzeitig anmelden und beraten lassen könne. Dadurch könne sich der
Besucher auf Notwendigkeiten beschränken und werde nicht ungebührlich
strapaziert.
Herr Walter erkundigt sich, ob es auch eine Art
Sozialklausel für Schüler und Studenten gebe.
Frau Hauck antwortet, dass archiv-pädagogische Aktionen
für Schulen ausgenommen wurden. Allerdings sei man ansonsten davon ausgegangen,
dass ein Betrag von 2,50 € pro Tag nicht das Budget des Besuchers
sprengt.
Sie könne verstehen, dass diese Maßnahme keine
Begeisterung hervorruft, allerdings habe man der Aufforderung des
Oberbürgermeisters Rechnung tragen müssen. Sie gehe davon aus, dass auch die
weiteren Maßnahmen, die noch zur Debatte stehen, dazu führen, dass jemand
plötzlich für Dinge bezahlen muss, die vorher umsonst waren.
Herr Dr. Fischer meint an Frau Hauck
gerichtet, es müsse doch möglich sein, bei kommerziellen Unternehmungen
kostendeckend zu arbeiten.
Frau Hauck antwortet, man müsse aufgrund dieser Maßnahme
jetzt zunächst die Gebührenordnung ändern, daran werde der KWA auch beteiligt.
Bei den Gebühren, die man nun gerne
kostendeckend erhöhen würde, dürfe sie aber nicht unterscheiden. Wenn jemand
z.B. persönlich eine Erbenermittlung innerhalb der Familie betreiben wolle,
könne das nicht von dem unterschieden werden, das jemand durch einen Anwalt
oder ein gewerbliches Büro in Auftrag gibt. Das Begehren sei gleichrangig. Sie
könne die Gebühren auch nicht zu hoch festlegen, weil das Archivgesetz
vorsieht, dass ein Archiv grundsätzlich zugänglich sein muss.
Herr Röspel stellt fest, dass man nun mit der Liste zum
Ende gekommen sei. Eigentlich habe er auch keine große Aufregung über die
Einzelmaßnahmen verspüren können, wenn man von der Sparmaßnahme der Musikschule
einmal absehe.
Er möchte die Sitzung hier gerne für einige
Minuten unterbrechen, damit man sich über das weitere Prozedere einigen und
heute doch zu einem Beschluss kommen kann.
Die Sitzung wird für 10 Minuten unterbrochen.
Herr Röspel eröffnet die Sitzung um 17.15 Uhr.
Er gibt bekannt, dass man sich geeinigt hat,
auf die 1. Lesung zu verzichten.
Die Konsolidierungsmaßnahmen können mit zwei
Ausnahmen beschlossen werden:
1. Die Konsolidierungsmaßnahme 44.004 der
Max-Reger-Musikschule wird abgelehnt.
2. Bei der Konsolidierungsmaßnahme 47.005 soll der Zusatz „mit Ausnahme
von Schülern und Studenten“ angefügt werden.
Herr Röspel lässt über die Konsolidierungsmaßnahmen
abstimmen.
Er lässt nun noch über den Haushaltsplanentwurf
2010 abstimmen.
Beschluss:
Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss stimmt dem Haushaltsplanentwurf 2010 zu.
Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss stimmt den Konsolidierungsmaßnahmen in der Tischvorlage mit zwei Ausnahmen zu:
1. Die Konsolidierungsmaßnahme 44.004
(Reduzierung der Ermäßigungsklausel für Geschwisterkinder) wird abgelehnt.
2. Bei der Konsolidierungsmaßnahme 47.005
(Einführung einer Grundgebühr für die Benutzung des Stadtarchivs in Höhe von
2,50€ am Tag) soll der Zusatz „mit Ausnahme von Schülern und
Studenten“ angefügt werden.
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