20.04.2010 - 9 Errichtung einer Kindertageseinrichtung am Stan...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 20.04.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
- Beschluss:
- zurückgezogen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Versteeg-Schulte
schildert den Ablauf der Ereignisse im Zusammenhang mit diesem Projekt. Sie
zitiert aus einem schriftlichen Statement der Stadtkirchengemeinde, dass diese
sich vor dem Hintergrund der sichtbaren Risiken aus diesem Projekt zurückziehen
werde. Damit gebe es keinen Spielraum mehr zur weiteren Verwirklichung des
Projektes.
Herr Strüwer findet das
bedauerlich. Er habe an anderer Stelle auch seitens der konfessionellen Träger gehört,
dass darüber nachgedacht würde, in anderer Konstellation dieses Projekt noch zu
realisieren. Dies sei ihm gegenüber sehr kurzfristig signalisiert worden. Unter
dem Gesichtspunkt könne man nur das zur Kenntnis nehmen, was heute hier
dargestellt worden sei und hoffen, dass es noch Lösungen gebe. Soweit er wisse,
hätten die Bezirksvertretung Mitte und auch der Stadtentwicklungsausschuss in
dieser Angelegenheit positiv entschieden. Dies sei ein klares Signal, dass man
daran interessiert sei, ein solch attraktives Angebot zu realisieren.
Frau Scherdtfeger
bestätigt die Aussage von Frau Versteeg-Schulte. Sie habe sich mit Herrn Dahme
von der Geschäftsführung der Kindergartengemeinschaft in ihre Kirchenkreis unterhalten
und dieser habe ihr die Beschlusslage der Stadtkirchengemeinde so dargestellt,
dass aufgrund der finanziellen Situation die Stadtkirchengemeinde ab
01. August 2011 insgesamt nur noch 150 Kindergartenplätze zur Verfügung
stellen werde.
Herr Schurgacz äußert
seine Enttäuschung darüber, dass es zu diesem Ergebnis gekommen sei. Man habe
vorgehabt, den katholischen Kindergarten an der Bergstraße aufzugeben und in
die neue Trägergemeinschaft einzubringen. Da es sich um einen 60 Jahre alten
Kindergarten handelt, habe man hier die Chance gesehen, mit einem vernünftigen
Raumprogramm weiterzumachen. Man müsse den Entschluss der evangelischen
Stadtkirchengemeinde akzeptieren. Man habe jetzt beschlossen, den Kindergarten
an der Bergstraße zu renovieren. Es sei jedoch nicht möglich, Plätze für Unter-
3 –jährige anzubieten.
Herr Strüwer erinnert
daran, dass Ende des vergangenen Jahres die Stadtkirchengemeinde signalisiert
habe, eine größere Zahl von Kindergartenplätzen kurzfristig nicht mehr zur
Verfügung zu stellen. Dann habe es Krisengespräche gegeben. Daraufhin hätten die
evangelische Kirche und die Stadtkirchengemeinde andere Lösungen gefunden, im
gleichen Umfang wieder Plätze zur Verfügung zu stellen. Bei den Gesprächen sei
auch angesprochen worden, dass die Stadtkirchengemeinde vermutlich mit ihren Einrichtungen
sich auch in einem Verbund für sämtliche Kindertageseinrichtungen in Hagen
anschließen würde. Sei das nicht mehr weiter geplant?
Frau Schwertfeger bestätigt,
dass die Stadtkirchengemeinde ihre Kindergärten in diese
Kindergartengemeinschaft eingeben wolle. Allerdings sei die Konstruktion so,
dass die bisherigen Träger nach wie vor für die Finanzierung verantwortlich
seien. Die finanzielle Situation der Stadtkirchengemeinde stelle sich so dar,
dass man das so nicht aufrechterhalten könne. Der Beschluss zum
Kindergartenjahr 2010/2011, drastisch die Platzzahlen zu reduzieren, sei um ein
Jahr verschoben worden, um das Ganze etwas erträglicher abwickeln zu können.
Die wirtschaftliche Situation zwinge die Stadtkirchengemeinde dazu, die
Finanzierung in diesem Bereich zu reduzieren. Die Kindergartengemeinschaft habe
kein eigenes Vermögen.
Frau Haack weist darauf
hin, dass man unter Zeitdruck stehe, falls sich noch andere Lösungen
abzeichneten. Dann müsste das kurzfristig geschehen.
Herr Strüwer stellt fest,
dass die Vorlage ohne Beschlussfassung bleibt.
