11.11.2010 - 2.1 Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zur Einbringun...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Beschwerdeausschusses
- Datum:
- Do., 11.11.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- Fachbereich des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Michael Idel
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Bücker erläutert, dass die Vorlage in drei Abschnitte, A, B und C gegliedert
sei. In Abschnitt A sei dargestellt, wie die Einsparvorschläge der Verwaltung durch die Bürgerinnen
und Bürger mittels Vergabe von grünen und roten Punkten auf den entsprechenden
Informationstafeln bewertet wurden, Abschnitt B befasse sich mit den Themenschwerpunkten
aus den Bürgerversammlungen und Abschnitt C mit den schriftlich eingereichten
Bürgervorschlägen. Er bitte um Vorschläge der Fraktionen, wie hiermit weiter
verfahren werden soll.
Frau Timm-Bergs führt aus, dass die SPD-Fraktion den Inhalt der Vorlage zunächst in
ihrer Fraktionsklausur diskutieren wolle. Zu einer Beratung über die Vorschläge
der Bürger/innen in Abschnitt C sehe man sich nicht imstande, da eine Bewertung
der Verwaltung fehle. Diese sei zunächst einzufordern.
Herr Kurrat schlägt vor, die Abschnitte A und B lediglich zur Kenntnis zu nehmen und
sich mit den in Abschnitt C aufgeführten Vorschlägen intensiver zu befassen. Die
CDU –Fraktion habe dies bereits getan und werde einige Punkte nennen,
über die weiter diskutiert werden sollte.
Herr Dr. Bücker erklärt sich damit einverstanden und fügt an, dass die Bewertungen der
Einsparvorschläge mittels Punktesystem seiner Auffassung nach nicht
repräsentativ und somit nicht zu vertiefen seien.
Herr Hentschel ist der Meinung, dass die Bewertungen in Abschnitt A und die von den
Bürgern/innen genannten Themen in Abschnitt B nicht einfach unter den Tisch
fallen dürften und deshalb auch diskutiert werden müssten.
Herr Grzeschista und Herr Romberg weisen darauf hin, dass die Ergebnisse dieser Befragung
vielleicht nicht repräsentativ seien, aber trotzdem ernst genommen werden müssten.
Da jedoch eine Beratung der Vorlage sowohl im Haupt- und Finanzausschuss als
auch im Rat vorgesehen sei, gehe auch nichts verloren. Beide sprechen sich
dafür aus, sich hier auf den Abschnitt C zu konzentrieren.
Frau Timm-Bergs und Frau Schmidt-Winterhoff stellen für die SPD-Fraktion noch einmal klar,
dass man ohne vorherige Beratung in der Fraktionsklausur und ohne Bewertung der
Verwaltung keine Stellungnahme zu den in Abschnitt C genannten Vorschlägen abgeben
werde.
Herr Dr. Bücker erinnert daran, dass man sich bereits in der Vorbesprechung der Fraktionssprecher/innen
zu dieser Sitzung darauf geeinigt habe, dass sich jede Fraktion mit den in der
Vorlage aufgelisteten Vorschlägen befassen und die Punkte herausarbeiten sollte,
die einer näheren Prüfung unterzogen werden sollen. Er bittet darum, die Ergebnisse
hier vorzutragen.
Herr Kurrat trägt vor, dass sich die CDU-Fraktion intensiv mit den Vorschlägen
befasst und dabei diejenigen ausgeklammert habe, die nicht in die Zuständigkeit
der Stadt Hagen fallen sowie diejenigen, die bereits im
Haushaltssicherungskonzept enthalten oder bereits umgesetzt sind. Aus den
verbliebenen habe man fünf Vorschläge ermittelt, die dem Oberbürgermeister oder
den zuständigen Fachausschüssen zur weiteren Beratung bzw. Prüfung zu empfehlen
seien:
1. Erhöhung
der Vergnügungssteuer
2. Abschaltung der Straßenbeleuchtung etc. in
verkehrsarmen Zeiten
3. Abschaffung von Betriebsausflügen etc.
bei der Stadtverwaltung
4. Deckung des Energiebedarfs der Stadt durch
die Nutzung erneuerbarer Energien, die im Stadtgebiet gewonnen werden
5. Erhebung von Steuern auf Tierhaltung
(außer Nutzvieh)
Herr Dr. Bücker schlägt folgende weitere Punkte vor, die allein
wegen des Konsolidierungseffektes in den Katalog aufgenommen werden sollten,
ohne im Vorhinein zu bewerten, ob sie sinnvoll oder durchsetzbar wären:
1. Deutliche
Erhöhung der Hundesteuer
2. Wegfall,
Zusammenlegung oder Reduzierung der Bezirksvertretungen
3. Verkauf der Museen, Bäder und
Sportanlagen an private Träger
4. Erhebung
von Parkgebühren auf allen öffentlichen Flächen
5. Generelle
Erhöhung von Gebühren für städt. Dienstleistungen
Frau Timm-Bergs pflichtet Herrn Kurrat bei, verweist jedoch auf ihre bisherigen Wortbeiträge
und bekräftigt die Haltung ihrer Fraktion, dass man zum jetzigen Zeitpunkt zu
den Vorschlägen nicht Stellung nehmen möchte.
Frau Panzer betont, dass sie leider keine Gelegenheit hatte, sich mit ihrer Fraktion
über die Vorschläge zu verständigen und daher keine Punkte nennen könne.
Herr Romberg stellt die Frage, wie man zeitlich weiter verfahren wolle, da der Beschwerdeausschuss
in diesem Jahr nicht mehr zusammen komme und die Beratungsfolge zum HSK 2011 in
einen engen Zeitrahmen gelegt sei.
Herr Kurrat stellt den Antrag, nunmehr über die genannten Vorschläge abzustimmen und
diese an die Fachausschüsse bzw. den Oberbürgermeister zu überweisen.
Herr Idel erläutert, dass die Überweisung einzelner Punkte aus dieser Vorlage an
die Fachausschüsse kritisch zu sehen sei. Die festgelegte Beratungsfolge sehe eine
weitere Beratung im Haupt- und Finanzausschuss und im Rat vor. Um diese Beratungsfolge
einzuhalten, sollte dem Rat zunächst empfohlen werden, die Verwaltung mit einer
Prüfung der genannten Einsparvorschläge und der Erstellung einer entsprechenden
Vorlage zu beauftragen.
Nach einer kurzen Diskussion zwischen Herrn
Dr. Bücker, Herrn Romberg, Frau Panzer und Herrn Grzeschista
darüber, wie man damit umgehen soll, stellt Herr Idel noch einmal klar,
dass der Rat sich nur mit den Einsparvorschlägen befassen werde, die tatsächlich
in seine Zuständigkeit fallen und nicht bereits im HSK enthalten sind. Der Beschwerdeausschuss
gebe darüber hinaus eine Empfehlung ab, zu welchen Vorschlägen der Rat im
Rahmen der Beratung und Beschlussfassung zum HSK 2011 weitere Prüfaufträge an
die Verwaltung geben sollte, damit diese Vorschläge anschließend in den
zuständigen Gremien weiter beraten werden können.
Herr Dr. Bücker listet die von ihm und Herrn Kurrat bereits genannten Punkte auf und
fragt in die Runde, ob es weitere Vorschläge gibt.
Frau Timm-Bergs stellt den Antrag, die Abstimmung über die von Herrn Dr. Bücker und die
von Herrn Kurrat genannten Punkte getrennt durchzuführen. Den Punkten der
CDU-Fraktion könne man sich anschließen, denen der Fraktion Hagen-Aktiv nicht.
Diesem Antrag wird mehrheitlich zugestimmt.
Herr Dr. Bücker stellt zunächst die von Herrn Kurrat genannten fünf Punkte zur Abstimmung.
Ergebnis:
13 Ja-Stimmen
2 Enthaltungen
Demnach wird dem Antrag zugestimmt.
Danach stellt Herr Dr. Bücker die von ihm
selbst genannten fünf Punkte einzeln zur Abstimmung.
Ergebnis:
1. Deutliche
Erhöhung der Hundesteuer
2
Ja-Stimmen, 10 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen, demnach abgelehnt
2. Wegfall,
Zusammenlegung oder Reduzierung der Bezirksvertretungen
2 Ja-Stimmen, 11 Nein-Stimmen, 2
Enthaltungen, demnach abgelehnt
3. Verkauf der Museen, Bäder und
Sportanlagen an private Träger
1 Ja-Stimme, 14 Nein-Stimmen, demnach abgelehnt
4 Erhebung
von Parkgebühren auf allen öffentlichen Flächen
2
Ja- Stimmen, 13 Nein-Stimmen, demnach
abgelehnt
5. Generelle
Erhöhung von Gebühren für städt. Dienstleistungen
4
Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen, demnach abgelehnt
Der Beschwerdeausschuss hat damit folgenden
Beschluss gefasst:
Beschluss:
Dem Rat der Stadt wird empfohlen, folgenden Beschluss zu fassen:
Die Verwaltung wird beauftragt, folgende Einsparvorschläge der
Bürgerinnen und Bürger zu prüfen und eine Entscheidungsvorlage für den Rat
vorzubereiten:
1. Erhebung von Steuern auf
Tierhaltung (außer Nutzvieh)
2. Deckung
des Energiebedarfs der Stadt durch die Nutzung erneuerbarer Energien, die im
Stadtgebiet gewonnen werden
3. Abschaffung
von Betriebsausflügen etc. bei der Stadtverwaltung
4. Abschaltung
Straßenbeleuchtungen etc. in verkehrsarmen Zeiten
5. Erhöhung
der Vergnügungssteuer
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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5,6 MB
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