06.07.2010 - 2 BahnhofshinterfahrungBaubeschluss

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Einige Verständnisfragen der Herren Panzer und Klinkert zur Finanzierung sowie Folgekosten werden von den Herren Hegerding und Grothe beantwortet. Möglicherweise könnten lt. Herrn Dr. Ramrath noch bestehende Zweifel hinsichtlich der vorliegenden Berechnungsgrundlagen  zusammen mit der Kämmerei in der Ratssitzung am Donnerstag ausgeräumt werden.

 

Herr Klinkert sieht sich nach dieser Vorlage in der negativen Beurteilung der Bahnhofshinterfahrung bestätigt. Es werde der Hagener Bevölkerung für einen Zeitraum von sicherlich weit über zehn Jahren zugemutet, weiterhin mit einer hohen Feinstaubbelastung im Bahnhofsbereich zu leben, bis die Hinterfahrung fertig gestellt sei. In kürzerer Zeit und mit geringeren Mitteln hätte hier sicherlich eine Entlastung erreicht werden können. Er verweise auf die Einrichtung von Umweltzonen und andere Dinge, die schneller Wirksamkeit gezeigt hätten. Auch die Reduzierung des ÖPNV spiele eine Rolle. Alle diese Dinge seien zu kritisieren und daher müsse dieses Vorhaben abgelehnt werden. Ein früherer Bau vor vielleicht zwanzig Jahren wäre möglicherweise sinnvoller gewesen. Heute könne sich die Stadt diese Straße nicht mehr leisten. Sie nehme  sich  bei der jetzigen Haushaltslage  jegliche Möglichkeit, in den nächsten Jahren andere sinnvollere Maßnahmen zu finanzieren.   

 

Herr Dücker widerspricht dieser Ansicht. Er halte die Bahnhofshinterfahrung nicht nur aus Sicht der Feinstaubminimierung für ausgesprochen sinnvoll, notwendig und verantwortbar. Sie erschließe ein wichtiges Gewerbegebiet hinter dem Bahnhof und eröffne die Möglichkeit, den Hauptbahnhof als oberzentralen Umsteige- und Haltepunkt zu stärken.  Dies alles bedeute auch eine Investition für die Zukunft Hagens.

 

Für Herrn Dr. Ramrath sind es nicht nur die Gewerbeareale, die evtl. bis nach Haspe neu entwickelt werden könnten, sondern es seien auch Stadtquartiere wie z. B. Wehringhausen, die dann auch eine neue Bedeutung bekommen würden. Dies sei in den vergangenen Jahre etwas in den Hintergrund geraten, weil aus zuschussrechtlichen Gründen immer mehr die Verkehrstrasse betrachtet worden sei und weniger die städtebauliche Wirkung, die durch eine Erschließung derartiger Quartiere erzeugt würde.

 

Herr Klinkert stellt sich eine Erschließung der angesprochenen Gewerbegebiete auch ohne die Bahnhofshinterfahrung vor.

 

Herr Grothe sieht dies nicht so, da es auf Grund des derzeitigen Straßen- und Brückenzustands im Bereich der Plessenstraße ohne die neue Straße nicht möglich sei. Er verweise in diesem Zusammenhang auf die Einplanungsmitteilung der Bezirksregierung Arnsberg, womit das Vorhaben Bahnhofshinterfahrung von Wehringhausen bis Eckeseyer Straße im mittelfristigen Programm der Förderung Kommunalen Straßenbaus enthalten sei. Dies sei auch positive Grundlage dafür, dass die Stadt jetzt den Anschluss an die S-Bahn-Gleise organisieren könne.

 

Herr Gläser möchte noch darauf hinweisen, dass das Entwicklungspotential der Wehringhauser Straße total erschöpft sei. Die Bahnhofshinterfahrung würde dort ein Wohnen evtl. wieder möglich machen. Auch der wichtige Verkehrsknotenpunkt Altenhagener Brücke befinde sich am Rande der Erschöpfung und würde hierdurch Entlastung erfahren. Dies betreffe auch die hohe Verkehrsbelastung des Graf-von-Galen-Rings. Daher sei die Bahnhofshinterfahrung nur zu begrüßen.

 

Herr Dr. Ramrath lässt über den Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen.  

 

 

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Beschluss:

Der Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt folgenden Beschluss zu fassen:

  1. Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.

 

  1. Der Rat der Stadt Hagen fasst den formellen Baubeschluss zur Baumaßnahme „Bahnhofshinterfahrung“ auf der Grundlage dieser Vorlage und der im Sitzungssaal ausgehängten Pläne.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Mit Mehrheit beschlossen

 

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Anlagen zur Vorlage