08.06.2010 - 5 Biologische Vielfalt Resolution
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 08.06.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Elfi Paech
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Ramrath schlägt eine Beschlussfassung
vor, wie sie sich im nachfolgenden Beschluss wiederfindet.
Herr Dr. Braun gibt zu bedenken, dass sich die
Stadt bei einer Ablehnung bzw. einem Verschieben bis 2012 einer Option beraube,
sich in diesem Zusammenhang aus dem Wissenspool anderer Städte zu bedienen. In
dem Bündnis sollen Erfahrungen und Strategien ausgetauscht werden, um
gemeinsame Wege zu finden. Die neue Beschlussfassung bedeute, dass Hagen zwar
von dem Wissen profitieren möchte, jedoch dem Bündnis nicht beitreten wolle. Ob
dies gehe, halte er für zweifelhaft. Auch halte er das finanzielle Risiko für nicht
gegeben. Er könne nur empfehlen, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen, wie es
alle anderen Gremien auch getan hätten.
Herr Dr. Ramrath verweist auf die in der Vorlage aufgelisteten Aktions-
und Maßnahmenfelder, bei denen festgestellt werden müsse, dass sie kostspielige
Investitionen und hohe Recourcenaufwendungen erforderten. Dies sei ein
Programm, welches sehr weitreichend sein könne. Es müsse nicht so sein. Da sich
die Stadt jedoch in einer der schwierigsten finanziellen Situationen im ganzen
Land befinde, sollte diese sich hier zurücknehmen und zunächst nur beobachten.
Dies sei für Hagen eine seriöse Handlungsfolge.
Herr Buddeberg verweist auf den in dem
Beschlussvorschlag genannten Vorbehalt der Finanzierbarkeit. Dies sei
ausreichend, um die Stadt vor unnützen Kosten zu schützen.
Herr Riegel ist der Auffassung, dass die
finanziellen Sorgen auch für die anderen Kommunen gelten würden. Es sollte dem
Bündnis beigetreten werden.
Herr Reinke betont, dass die CDU-Fraktion die
vorgeschlagene Beschlussfassung ausdrücklich mittrage.
Herr Sieling gibt zu bedenken, dass es sich bei
dem Beschluss zunächst nur um eine Willensbekundung handele. Es sei noch keine
monetäre Belastung gegeben. Daher sollte dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt
werden.
Herr Meier Spricht sich für den Vorschlag von
Herrn Dr. Ramrath aus. Dies entspreche auch der Intention der SPD-Fraktion.
Herr Dr. Braun gibt den Hinweis, dass bereits im
Jahr 2007 die Bundesregierung eine umfassende Strategie zur biologischen
Vielfalt verabschiedet habe. Nun sei ein Bundesamt mit einer Deklaration auf
Städte und Gemeinden zugegangen. Er gehe davon aus, dass die Städte und
Gemeinden, die diesem Bündnis beigetreten seien, auch bei möglichen Förderungen
bevorzugt bedient würden.
Anschließend lässt Herr Dr. Ramrath über seinen
Beschlussvorschlag abstimmen.
Beschluss:
Der Rat der Stadt nimmt den Zusammenschluss von
Städten und Gemeinden in einem „Bündnis für biologische Vielfalt“
mit Interesse zur Kenntnis.
Im Hinblick auf den noch nicht absehbaren
Umfang an kostenwirksamen Maßnahmen und neuen administrativen Strukturen wird
eine Beitrittsentscheidung bis 2012 zurückgestellt. Der Rat beabsichtigt, nach
Vorlage und Auswertung erster Erfahrungsberichte des Bündnisses und beteiligter
Städte über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Anlagen zur Vorlage
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1
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(wie Dokument)
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60,7 kB
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