26.05.2010 - 6.1 Ergänzungsvorlage Jugendförderplan 2010 - 2014

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Frau Osbahr informiert ergänzend zur Vorlage, dass dem Fachbereich Mittel aus dem Konjunkturpaket II für den Ausbau des Jugendzentrums Eilpe zugesprochen worden sind.

Nach den Sommerferien werden die Ausbauarbeiten im Dachgeschoss beginnen. Dies, so von der Gebäudewirtschaft Hagen mitgeteilt, könne nur schrittweise passieren. Sobald die Arbeiten fertig gestellt sind, werde das Angebot im Jugendzentrum entsprechend erweitert.

 

Das Jugendzentrum in Rummenohl soll laut Festschreibung im Jugendförderplan spätestens 2013 aufgegeben werden. Unter Berücksichtigung des demographischen Wandels habe dies ferner damit zu tun, dass der derzeitig dort tätige Kollege in Altersteilzeit gehe. So müsse man damit rechnen, ausgehend von der Haushaltssituation der Stadt Hagen, dass diese Stelle nicht wiederbesetzt werde. Die evangelische Jugend im Kirchenkreis Hagen habe Interesse signalisiert, dort eine Offerte zu bieten.  

 

An der nachfolgenden Diskussion beteiligen sich Frau Priester-Büdenbender, Frau Köppen, Frau Hentschel, Frau Ellner, die Herren Beyer, Schulz, Neuhaus, Beuth, Dahme, Pfeiffer, Schmidt und von der Verwaltung Frau Osbahr.

 

So werde der Stadtteil Rummenohl nach und nach ausgebootet. Einerseits bemühe man sich im oberen Bereich um weitere Bebauung. Andererseits halte man dort nichts vor, was dieses Gebiet für junge Familien attraktiv mache.

 

Ferner könne es nicht sein, den angesprochenen Ausbau mit Mitteln des Konjunkturpakets zu finanzieren, dort notwendige Stellen aber nicht wiederzubesetzen. So könne doch eine Person mehr Räumlichkeiten sowie ein erweitertes Angebot nicht schultern.

 

Da die Umsetzung der Kollegin in den Allgemeinen Sozialen Dienst erst seit kurzer Zeit  bekannt ist, könne bisher keine Aussage zum Ersatz dieser gemacht werden.

 

Andererseits wird auf die Zahlen eingegangen. So sei das Jugendzentrum Rummenohl nur schwach frequentiert, was eine Fortführung einfach nicht rechtfertige. Überdies soll es in Dahl weiterhin, wie mitgeteilt, ein Angebot geben. Wenn das Angebot gut sei, so werden auch die Rummenohler Jugendlichen dieses Angebot nutzen. Auch stimme die Relation in Eilpe nicht bezüglich der Investition in Höhe von 300.000 Euro von denen etwa 18 Jugendliche profitieren.

 

Frau Osbahr berichtet dazu, dass nach dem Ausbau die Räumlichkeiten auch für andere Arbeitsbereiche im Fachbereich genutzt werden sollen. So musste man sich, um Maßnahmen im Rahmen der Aufgabe Städtepartnerschaften durchführen zu können, immer teuer einmieten.

 

Frau Hentschel erklärt sich mit den Schließungen der Jugendzentren und mit dem dazugehörigen Stellenabbau nicht einverstanden. Dies sei den Kindern und Jugendlichen gegenüber keinesfalls verantwortbar. 

 

 

 

Herr Neuhaus möchte zur Seite 55, sowohl zum Sozialraum Dahl/Priorei/Rummenohl als auch für den Sozialraum Eilpe/Delstern/Selbecke wissen, welche Einzelposten in den jeweiligen Gesamtkosten alt enthalten seien.

So könne es nicht sein, das einerseits Rummenohl aufgelöst werde, ohne zu wissen welche Kosten entstehen, andererseits werde Eilpe aufgestockt darüber hinaus noch Personal abgezogen, ohne zu wissen, welche Effektivität bei dieser Investition herauskomme.

So habe die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl den Beschluss gefasst, das Jugendzentrum Eilpe nur dann auszubauen, wenn feststehe, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Brandschutzsicherung dort festzustellen.

Herr Neuhaus spricht sich gegen den Ausbau des Jugendzentrums Eilpe aus. Diese Investition sei einfach nicht gerechtfertigt. 

 

Frau Osbahr teilt dazu mit, dass die Brandschutzsicherung bereits inklusive sein müsse.

 

Problem sei, so Frau Köppen, dass das Land für laufende Betriebskosten Mittel bereitstelle und damit gleichzeitig die Kommune verpflichte, entsprechendes Personal vorzuhalten und auch zu bezahlen. Dies könne sich insbesondere eine Nothaushaltkommune nicht leisten.

Als Investition in die Jugend müsse die Politik sich für die Erhaltung der Jugendzentren aussprechen.

 

Frau Priester-Büdenbender möchte wissen, ob der Fachbereich gewährleisten könne, dass das Angebot der evangelischen Jugend auch dann noch Bestand habe, wenn freiwillige Aufgaben zukünftig nicht mehr bezuschusst werden.

Die Aussage auf der Seite 57, „sämtliche schulischen Angebote in Dahl zu konzentrieren“, beschreibe bereits den Vorsatz, den Standort Rummenohl ausbooten zu wollen.

 

Einerseits spricht man sich deutlich für den Erhalt der Jugendzentren aus, andererseits ist man der Auffassung, dass Einsparungen einfach notwendig sind und deshalb auch unbequeme Entscheidungen getroffen werden müssen.

 

Weiterer Diskussionsbedarf besteht nicht. Man einigt sich auf folgende Beschlussvorschläge: 

 

 

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Beschluss:

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl berät die Vorlage in 1. Lesung.

 

Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 10

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

 

Der entsprechende Unterausschuss sowie die weiteren zuständigen Gremien werden gebeten, die für den Ausbau des Dachgeschosses des Jugendzentrum Eilpe vorgesehenen Mittel aus dem Konjunkturpaket II nicht zu beschließen.

Gleichwohl soll das Angebot des Jugendzentrums in Eilpe in gleicher Qualität und im bisherigen personellen Umfang erhalten bleiben.

 

Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 9

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 1

 

 

Das Jugendzentrum Volmetal in Rummenohl soll dauerhaft erhalten bleiben.

 

Abstimmungsergebnis:

X

 Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:

 8

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 2

 

 

 

Die Sitzung wird für eine Pause von 18:25 bis 18:30 Uhr unterbrochen.

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=1403&TOLFDNR=102527&selfaction=print