16.09.2010 - 4.2 Vorschlag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünenh...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.2
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 16.09.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- Fachbereich des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Melanie Langer
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Dehm verweist auf den ausliegenden Vorschlag zur
Tagesordnung der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen (ANLAGE 5 der Niederschrift).
Herr Grothe sichert zeitnah eine schriftliche Stellungnahme mit beigefügtem
Ablaufplan zu. Im übrigen beantwortet er die Fragen der Fraktion Bündnis 90 /
Die Grünen wie folgt: Die Mittelfreigabe erfolgte am 31.08.2010. Das Projekt soll
beschleunigt werden, damit es unter den gegebenen Rahmenbedingungen des
Konjunkturpaketes II bis zum 30.10.2011 zu realisieren ist. Eine
Entwurfsplanung liegt bereits vor. Im Anschluss erfolgt eine
Ausführungsplanung. Dabei muss berücksichtigt werden, dass mit dem Neubau
voraussichtlich in den Wintermonaten Januar/Februar begonnen wird, daher ist abweichend eine Fertigbauweise wahrscheinlich.
Diese Planung soll durch einen Generalplaner beschleunigt werden, da dieser
alle erforderlichen Fachbereiche abdecken kann, die Ausschreibung durchführt
und aus einer Hand arbeitet. Der Auftrag soll aus denselben Gründen durch einen
Generalunternehmer durchgeführt werden. Es sind nur zwei Ansprechpartner vorhanden,
es müssen keine Einzelaufträge vergeben werden, dadurch wird eine Zeitersparnis
erreicht, die zwingend benötigt wird, um die Frist einhalten zu können. Aus
Vergabegründen soll dieser Auftrag bis zur dritten Dezemberwoche vergeben
werden. Das bedeutet, dass drei Monate Zeit für die Vergabevorbereitung und
Planungen zur Verfügung stehen. Der Baudezernent ist für die fristgemäße
Abwicklung des Projektes zuständig. Eine Baugenehmigung liegt vor.
Herr Oberbürgermeister Dehm merkt an, dass bei einem solchen Verfahren keine
Garantie gegeben werden kann, da es im Prozess zu viele unbekannte Faktoren
gibt. Die Verwaltung kann aber garantieren, dass alles getan wird, damit das Verfahren
so organisiert ist, dass die Fristen eingehalten werden können.
Frau Kingreen fragt nach, ob eine vorbereitete Ausschreibung aus dem letzten Jahr vorliegt.
Des Weiteren möchte sie wissen, wie die Honorare für den Generalplaner und
–unternehmer finanziert werden, da diese Kosten bislang nicht eingeplant
worden sind. Es sei fraglich, ob dieses nicht zu einer Zeitverzögerung führt,
sofern es noch keinen Generalplaner gibt. In diesem Zusammenhang weist sie auf
die Vorschriften des Konjunkturpakets hin. Demnach seien Handwerker aus der
Region mit den Projekten zu beauftragen. Daher sei es ebenfalls fraglich,
weshalb nicht die GWH, wie ursprünglich geplant, diese Aufgaben übernimmt.
Frau Kramps berichtet, dass der Tierschutzverein das Gespräch mit dem Regierungspräsidenten
Bollermann sehr positiv fand. Die Gewichtung des Ehrenamtes fand ausreichend
Beachtung und Anerkennung. Sie begrüßt die Fragen der Fraktion Bündnis 90 / Die
Grünen und bittet darum, dass die Politik über die einzelnen Schritte laufend informiert
wird. Des Weiteren möchte sie in Erfahrung bringen, ob ein Gründungsgutachten
vorhanden ist.
Herr Strüwer bezieht sich ebenfalls auf das Gespräch mit dem Regierungspräsidenten
Bollermann. Dieser hat deutlich darauf gedrängt, dass der Kostenrahmen von 1,5
Mio. € öffentlichen Mitteln einzuhalten und eine Kostensenkung unterhalb
dieses Rahmens anzustreben ist. Er möchte wissen, durch welche Schritte die
Verwaltung dieses bereits im Vergabeverfahren berücksichtigt.
Herr Grothe führt aus, dass der Kostenrahmen in Höhe von 1,5 Mio. € bewilligt
worden ist. Das Ziel ist, geringere Kosten zu verursachen. Diese werden im
Rahmen der Kostenschätzung berechnet. Die endgültige Summe steht erst nach der
Ausschreibung fest. Es wird erwartet, dass der Neubau des Tierheims in dem
Zeitrahmen von 16 Monaten abgerechnet ist. Daher wird ein Generalplaner
benötigt, der leistungsfähig ist, die Herkunft des Planers wird dabei in der
Hauptsache nicht ausschlaggebend sein. Die Planungskosten enthalten bereits
Positionen für den Generalplaner und -unternehmer. Ein Gründungsgutachten liegt
ebenfalls vor. Die Bodenaufbereitung soll zeitnah erfolgen und daher nicht vom
Generalplaner, sondern durch die GWH begleitet werden. Die Ausschreibung für
den Generalplaner wird vorbereitet. Es wird eine regelmäßige Besprechung mit
dem Tierschutzverein geben, damit das Projekt gemeinsam organisiert werden
kann. Er bittet um Verständnis, dass die vergangenen zwei Wochen benötigt wurden,
um alle diese Fragen zu klären, damit das Projekt beschleunigt werden kann.
Herr Strüwer fragt nach, ob in der Ausschreibung die 1,5 Mio. € Mittel
zuzüglich der Spenden des Tierschutzvereins als Kostendeckel vorgeschrieben
werden.
Herr Grothe bejaht dieses.
Frau Neuhaus möchte wissen, ob auf dem Neubaugelände immer noch der Abfall der
Vormieter gelagert ist. Sollte dieses der Fall sein, sei es fraglich, warum
dieser seit letztem Jahr noch nicht entfernt wurde. Sie fragt, ob die
Beseitigung dann auf Kosten des Tierheimneubaus erfolgen wird.
Herr Krippner möchte den Zeitpunkt der Ausschreibung und den geplanten Beginn der
beiden Generalbeschäftigten in Erfahrung bringen.
Frau Kramps macht im Namen des Tierschutzvereins deutlich, dass es hinsichtlich der
Investitionskosten nach langen Verhandlungen und mehrfachen Umplanungen keine
Einsparpotentiale mehr gibt. Die vertraglich vereinbarten Qualitätsstandards
müssen eingehalten werden. Dieses ist vom Regierungspräsidenten Bollermann
akzeptiert worden. Vorschläge für mögliche Kosteneinsparungen sind in der
Niederschrift des Gespräches dargelegt, wie zum Beispiel der Erlös des Verkaufs
des alten Tierheimgrundstücks.
Herr Oberbürgermeister Dehm macht deutlich, dass sich darauf verständigt
wurde, das Tierheim zu bauen, ohne die Standards erneut in Frage zu stellen und
trotzdem 300.000 € einzusparen. Damit das Ziel unter den engen Vorgaben
und dem Zeitdruck erreicht werden kann, ist eine gut vorbereitete Ausschreibung
erforderlich. Herr Oberbürgermeister Dehm sichert laufende Berichte über den
Fortgang zu.
Herr Romberg möchte wissen, wie weit die Baugrunduntersuchung fortgeschritten ist und
ob die möglicherweise erforderlichen Kosten mit bei der Gesamtkostenplanung einfließen.
Herr Kayser geht auf die Aussage von Herrn Grothe bezüglich des gesuchten leistungsstarken
Generalplaners ein. Er möchte wissen, ob die GWH diese Voraussetzung nicht mehr
erfüllt.
Frau Neuhaus merkt zum Abfall auf dem Neubaugrundstück an, dass in den Verträgen
vereinbart worden ist, dass die Vornutzer diesen nach Verlassen des Grundstücks
zu entsorgen haben. Dieses hätte unabhängig von der Mittelfreigabe verfolgt
werden können.
Herr Grothe antwortet, dass die GWH zugesagt hat, die Maßnahmen des Konjunkturpaketes,
die normale Bauunterhaltung sowie die Rückstellung in Höhe von 55 Mio. €
abzuarbeiten. Dieses erfolgt mit einem zwischenzeitlich minimierten Mitarbeiterstamm.
Das bedeutet, dass die GWH derzeit nicht die Kapazität für ein solches Projekt
hat. Die personelle Kompetenz liegt vor, aber nicht in allen Fachbereichen. Es
müsste beispielsweise ein Statiker beauftragt werden. Mit der Bodenaufbereitung
wird in der kommenden Woche mit einem Hagener Unternehmen begonnen.
Anschließend wird über die Kostenaufteilung entschieden. Der Zeitplan sieht
vor, dass bis Ende September der Generalplaner bestellt wird, im Oktober die
Leistungserstellung vorgenommen wird, von der vierten Oktoberwoche bis zur
ersten Dezemberwoche soll die Ausschreibung des Generalunternehmers laufen, so
dass vor Weihnachten der Auftrag vergeben werden kann.
Herr Weber unterstützt den Vorwurf bezüglich der Abfallentsorgung auf dem Neubaugrundstück.
Des Weiteren kritisiert er, dass die GWH als nicht leistungsstark genug dargestellt
wird. Er wird durch die GWH aufbereiten lassen, wann die Planungen bezüglich
des Tierheims eingestellt werden mussten. Dieses sei durch den Verwaltungsvorstand
mindestens drei Monate vor der Mittelsperrung durch den Regierungspräsidenten
Diegel erfolgt. Des Weiteren könnte die GWH die Planungen, gemeinsam mit
Statikern der Stadtverwaltung, wie ein Generalplaner durchführen. Er hat den
Eindruck, dass das Ziel, das Tierheim fristgerecht abzuwickeln, nicht von allen
verfolgt wird.
Herr Oberbürgermeister Dehm merkt an, dass Unterstellungen und Vorwürfe
nicht zielführend sind. Er bittet darum, nicht mehr über die Vergangenheit zu
diskutieren, sondern nach vorne zu schauen und die Probleme zu lösen, damit das
Ziel des Tierheimneubaus im Rahmen der Fristen erreicht wird.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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328,4 kB
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Anlagen
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