30.09.2009 - 4 Bewirtschaftung der Ruhraue Syburg - Problemati...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Mi., 30.09.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Meilwes begrüßt die Referenten Frau Kaschke des Umweltamtes
Lüdenscheid, Herrn Grunewald von der Landwirtschaftskammer, Herrn Welzel,
Buchautor der Avifauna Hagen und Herrn Külpmann , Landwirt und Pächter der
Ruhraue Syburg.
Frau Tommack des Umweltamtes stellt das Problem des Antrages vor. Das
berechtigte Anliegen des Pächters, das eingewanderte und für das Vieh giftig
wirkende Greiskraut Senecio jacobaea durch Antrag auf Aufhebung/Änderung der
Bewirtschaftungsauflagen des Landschaftsplanes bekämpfen zu können, ist mit den
Schutzfestsetzungen des Landschaftsplanes, der Pflege- und Entwicklungsplanung
sowie den Bewilligungsauflagen im Vertragsnaturschutz nicht zu vereinbaren
(s.hierzu das den Beiratsmitgliedern zugesandte
Informationsblatt v. 22.09.2009).
Der anschließende Folienvortrag von Frau Kaschke diente der näheren
Information rund um das Jakobsgreiskraut und dessen nicht unerhebliche
Giftwirkung, in der Nahrungskette auch für den Menschen. Sie stellte bestimmte,
das Kraut eindämmende Bewirtschaftungsmaßnahmen vor, die Herrn Grunewald von
der Landwirtschaftskammer weiter ergänzte.
Mit der Tischvorlage „Jacobskreuzkraut-
Die tödliche Gefahr“ des Arbeitskreises Jacobskreuzkraut aus Uetze lag
dem Beirat eine umfassende Information vor. Ebenso riet Frau Kaschke, die in
der Beilage des verteilten Flyers empfohlenen Internetadressen aufzusuchen ( eine
Kopie des Flyers und die Internetangaben liegen dem Protokoll bei).
Herr Welzel, Autor des Buches „Die Brutvögel Hagens“,
berichtete über die Bestandsrückgänge seltener Vogelarten in der Ruhraue Syburg
wie die der Feldlerche, der Wiesenschafsstelze, des Wiesenpiepers, des Wachtelkönigs
und einiger Limikolen wie des Bruchwasserläufers. Die Ursachen stünden im
Zusammenhang mit der geänderten landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsweise. Eine Wiederherstellung der ursprünglichen
Bewirtschaftung wie noch in den 80er Jahren würde dem völligen Verschwinden der
Arten entgegenwirken.
In der folgenden Diskussion ging es um die Fragestellung, ob die Schutzmaßnahmen
noch greifen würden. Ebenso sei die Vernässung zurückgegangen, womit das Verschwinden
der Kreuzkröte begründet wurde. Der anwesende Pächter und Nutzer der Flächen,
Herr Külpmann, signalisierte Bereitschaft, die Bewirtschaftung in Richtung
Ackerbau ändern zu können, um das Greiskraut bekämpfen zu können. Der Beirat bittet
an dieser Stelle die Verwaltung, in dieser Richtungsweise zu verhandeln.
Abschließend wurde festgelegt, dass die
Diskussion im Beirat, in der Biostation sowie in der unteren Landschaftsbehörde
weiter geführt werden müsse. Dazu sei die Bildung einer Arbeitsgruppe vorzunehmen.
