06.05.2009 - 4 Ausweisung von Mountainbikerouten

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Meilwes verteilt ein Konzept des Vereins Zee Aylienz e. V. zur Einrichtung eines Mountainbike – Trailparks in Hagen (Anlage I) und einen Lageplan vom Eilper Berg (Anlage II), die er von dem Jagdpächter des abgebildeten Jagdreviers erhalten hat. Ferner verteilt er einen Auszug aus dem Internet (Anlage III), aus dem sich ergibt, dass auf der v. g., noch nicht errichteten Strecke im September 2009 ein Großveranstaltung stattfinden soll, wie sie im Jahre 2008 im Fleyer Wald durchgeführt wurde. Er erinnert daran, dass im Jahre 2007/2008 die Einrichtung zweier schmaler Mountainbikeabfahrten auf Kyrill-Schadensflächen am Goldberg diskutiert wurde. Auf diese Planung stütze sich das vorgelegte Konzept. Im Jahr 2008 hatte der LB die Ausweisung der Mountainbikewanderstrecken im Stadtwald positiv begleitet. Das vorliegende Konzept ist verwaltungsseitig noch nicht freigegeben. Nach seiner Kenntnis wurden an der Planung bis jetzt der RVR und das städtische Forstamt als Flächeneigentümer, der Landesbetrieb Wald und Holz (UFB) und die untere Landschaftsbehörde (ULB) als Sonderordnungsbehörden und der SGV beteiligt. Er macht deutlich, dass er sich einen offeneren Planungsprozess wünsche. Ferner vermisst er die Betrachtung von Standort- und Vorhabensalternativen. Klärungsbedarf sieht er bei der Genehmigungspraxis, bei Verkehrssicherungsfragen, bei naturschutzfachlichen Fragen und bei dem Konfliktpotential mit anderen Nutzungsarten wie z. B. Reiterei und Jagd.

 

Herr Wischneweski erklärt, dass die Planung eines dauerhaften Trailparks und die Durchführung einer Rennveranstaltung voneinander getrennt zu betrachten sind. So handelt es sich bei der Rennveranstaltung um eine Einzelfallgenehmigung, die nicht abhängig von dem Vorhandensein eines Trailparks ist.

Die Einrichtung eines dauerhaften Trailparks am Eilper Berg hingegen sei eine Projektidee der Institution Stadt Hagen, die sich noch in einem völlig offenen Planungsprozess befinde. Die vom Vorsitzenden angesprochenen Fragestellungen könnten somit noch nicht beantwortet werden. Chronologisch sehe dass Procedere wie folgt aus: Nachdem die UFB und die ULB weitere Veranstaltungen im Fleyer Wald aufgrund der Störung der stillen Erholung abgelehnt hatten, wurde bei einem behördeninternen Gespräch der Eilper Berg als möglicher Standort vorgeschlagen. Daraufhin hat der Verein die Örtlichkeit gesichtet und die erste Idee einer Strecke entwickelt. Im Rahmen zweier Begehungen mit den Behörden UFB und ULB sowie Eigentümervertretern des RVR und der Stadt Hagen (Forstamt) wurde der Streckenverlauf jeweils geändert. Jüngste Änderungswünsche des RVR wurden von diesem zwar bereits mündlich vorgetragen, jedoch noch nicht schriftlich fixiert oder kartografisch dargestellt. Somit ist noch nicht bekannt, wie ein Streckenverlauf aussehen könnte und unter welchen Bedingungen der Betrieb möglich wäre. Erst wenn die Vorstellungen und Bedingungen der Eigentümer bekannt seien, werde seitens der Verwaltung geprüft, ob die Planung weiter verfolgt werden soll. Bei einer Weiterführung der Planung werde man sich in einem offenen Verfahren mit allen Beteiligten zusammensetzen und die einzelnen Belange abstimmen. Hierzu soll dann, wie bei der Ausweisung der Mountainbikerouten im Stadtwald, eine Steuerungsgruppe eingerichtet werden. Aufgrund der Vielzahl der zu prüfenden Dinge gehe man nicht davon aus, noch im Jahre 2009 ein förmliches Genehmigungsverfahren zu beginnen.

Er verwehrt sich gegen den Vorwurf der Jagdpächter, „Planungen über die Hintertür“ zu betreiben und bittet den Beirat, den weiteren Prozess offen zubegeleiten. So werde der Vorsitzende selbstverständlich Mitglied der Steuerungsgruppe. Er bedauert, noch einen Anschlusstermin zu haben und bietet an, in einer der nächsten Sitzungen erneut zu dem Thema zu Verfügung zu stehen. Abschließend erklärt er auf Anfrage von Herrn Meilwes, dass bei einer Weiterführung der Planung, die notwendigen Gutachten von der Stadt Hagen beauftragt würden und dass es geplant sei, die Strecke für jedermann offen zu betreiben.

 

Unter Beteiligung von Herrn Thiel, Herrn Hüsecken und Herrn Schumacher wird diskutiert, ob man alternativ zu der Planung am Eilper Berg in vorbelastete Bereiche gehen könne. So schlagen die beiden erstgenannten vor, das vorhandene Mountainbikeroutennetz im Stadtwald um Querfeldeinfahrten zu bereichern.

 

Herr Bühren lehnt die Einrichtung eines Trailparks aus Sicht der Waldbauernschaft ab. Er sieht Konflikte mit forstbetrieblichen Arbeitsabläufen und weist auf die erhöhte Verkehrssicherungspflicht der Waldeigentümer hin.

 

Auf Anfrage von Herrn Meilwes erklärt Herr Thomys, dass die reine Umnutzung von Wegen keiner Baugenehmigung bedürfe. Anders sei dies gelagert bei geschlossenen Anlagen (ähnlich von Spielplätzen oder Waldklettergärten). Auf den ersten Blick sehe er für den hier aufgezeigten Trailpark keine Genehmigungspflicht nach Baurecht. Gleichwohl müsse man die Genehmigungspflicht nach Baurecht für Teile der Anlage bei der konkreten Planung prüfen. Er sieht hier mehr das Forstrecht und das Landschaftsrecht betroffen.

 

Herr Dr. Braun erinnert an das Projekt Demografischer Wandel - lebendiges Hagen, in dessen Arbeitskreisen festgestellt wurde, dass die Stadt Hagen ihre Potentiale besser nutzen müsse. Ein großes Potential stelle in Hagen der Waldreichtum und der Außenbereich dar, welches im Rahmen einer gelenkten verträglichen Naherholung genutzt werden solle, so ein Ergebnis des v. g. Projektes. An dem Verlauf der Diskussion erkenne man, welch großer Aufgabe man sich dabei stellen müsse. Er zählt noch einmal die unterschiedlichsten Interessensgruppen im Zusammenhang mit der Nutzung des Waldes auf und begrüßt die Initiative des LB, sich frühzeitig mit dem Thema zu befassen.

 

Unter Beteiligung von Herrn Meilwes und Herrn Fähmel wird empfohlen, das Einzelrennen auch in diesem Jahr im Fleyer Wald stattfinden zu lassen. Nach ihrer Kenntnis war die Veranstaltung dort im Jahre 2008 gut organisiert und erfolgreich. Ferner bestehe damit nicht das Problem, dass der Eilper Berg vor Abschluss eines Genehmigungsverfahrens über eine Einzelveranstaltung in das verstärkte Interesse der regionalen Mountainbikeszene gerate und sich dort etabliere. Herr Schumacher sieht dieses Problem nicht, da ein Rundkurs mehrfach befahren werden soll, was für Radwanderer uninteressant sei. Seitens der Veranstalter habe man mit der Örtlichkeit Fleyer Wald kein Problem, die Rennveranstaltung im Jahr 2008 sei dort sehr erfolgreich gewesen.

 

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Beschluss:

 

Der Landschaftsbeirat empfiehlt, die diesjährige Mountainbike-Rennveranstaltung des Vereins Zee Aylienz e.V. auf der Strecke des letzten Jahres im „Fleyer Wald“ durchzuführen.

 

Der Landschaftsbeirat empfiehlt, für die dauerhafte Einrichtung einer Mountainbikestrecke auch Alternativen zu prüfen, z.B. die Strecke parallel - auch abschnittsweise - zu den vorhandenen Mountainbike-Crossrouten im Stadtwald und in durch Waldnutzer stärker frequentierten Bereichen zu führen.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

        12

Dagegen:

          0

Enthaltungen:

          1

 

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Anlagen

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