24.03.2009 - 3 Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Ha...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 24.03.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Dorothee Jacobs
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Grothe weist darauf hin, dass die Verwaltung
in die Fällen der Erweiterung des Stadtteilzentrums Elsey und des Wunsches,
Sportartikel nicht als zentrenrelevante Leitsortimente zu definieren, nicht den
Wünschen der Bezirksvertretungen Hohenlimburg und Haspe folgen könne. Bezogen
auf die Sportartikel gebe es erhebliche rechtliche Bedenken. Allen anderen
Wünschen aus den Bezirksvertretungen sei gefolgt worden.
Herr Dr. Ramrath wünscht eine vollständigen und
aktuelle Zusammenfassung und Darstellung der in den Vorberatungen gefassten
Beschlüsse. Konkret spricht er den von der Bezirksvertretung Mitte gewünschten
Ergänzungsstandort im Bereich
beiderseits der Rehstraße (SEWAG – Gelände), das Stadtteilzentrum
Westerbauer sowie den Nahversorgungsstandort Emst an.
Zum Bereich Rehstraße führt Herr Grothe aus, dass
es sich hier um einen Potentialstandort handele, der bei entsprechender
Nachfrage sofort entwickelt werden könnte, jedoch nicht in Richtung
Einzelhandel. Diese Nutzung wäre schon im Vorfeld einvernehmlich ausgeschlossen
worden. Zum Standort Emst erklärt er, dass von der dortigen Bevölkerung eine
Entwicklung im Bereich des Marktplatzes nicht gewünscht war und somit der
Standort beiderseits der Haßleyer Straße ins Gespräch gebracht worden sei. Des
Weiteren macht er deutlich, dass Potentialflächen wie in Haspe, Hohenlimburg
und Rehstraße im Gutachten vermerkt und namentlich Bestandteile des Konzeptes
seien. Dies solle erst dann konkret umgesetzt werden, wenn auch Investoren
bereit ständen. Der jetzige Planungsstand
stelle die konzeptionelle Ebene dar, die Voraussetzung, um überhaupt z. B.
Ergänzungsstandorte machen zu können. Hier anschließend würden die Einzelschritte
bearbeitet. In das vorliegende Konzept sei alles aufgenommen worden, was in den
letzten zwei Jahren nachgefragt worden sei und es zeige sich, dass die Stadt
hiermit auf dem richtigen Weg sei. Dies zeige die Nachfrage von Investoren nach
Flächen. Das Konzept sei ein wichtiger Schritt für die Zukunft und sollte
deshalb so schnell wie möglich zum Tragen kommen.
Zu der angesprochenen Fläche
„Augsburg“ ergänzt Herr Schädel, dass die Planung derzeit
bearbeitet würde, jedoch hierfür eine Änderung der Gebietsentwicklungs- und
Regionalplanung erforderlich sei. Die entsprechenden Unterlagen wären der Bezirksregierung
zugeleitet worden und würden im nächsten Regionalrat diskutiert. Zielsetzung
sei die Festlegung eines allgemeinen Siedlungsbereiches einschließlich der
gesamten Brandt – Flächen, wo großflächiger Einzelhandel stattfinden
könne. Dies seien Konsequenzen aus der neuen Landesgesetzgebung und beträfen
auch – wenn es um großflächigen Einzelhandel gehe – die Flächen
beiderseits der Rehstraße und entlang der Bahnhofshinterfahrung.
Herr Romberg kritisiert den hohen Zeitaufwand,
der durch die Verfahrensabwicklung einschließlich der Beratung im Regionalrat
entstehe. Hierdurch würden Investoren abgeschreckt.
Herr Schädel erwidert, dass bei Vorlage einer
Flächennnutzungsplanänderung in Arnsberg, die großflächigen Einzelhandel
beträfe, auch wenn er nicht zentrenschädlich sei, von dort sofort nach Haupt-
und Nebensortimenten gefragt würde. Es müssten schon auf dieser Ebene genau die
vorgesehenen Größen definiert werden. Hierzu brauche die Stadt die Aussagen und
das Konzept eines Investors. Natürlich würde die Verwaltung gerne Vorarbeiten
leisten, was meistens jedoch nicht möglich sei.
Herr Meier legt Wert auf die weitere Beteiligung
der Politik bei der Weiterbearbeitung und Umsetzung des Konzeptes. Die
Ablehnung der Erweiterung des allgemeinen Siedlungsbereiches in Elsey sei für
ihn nachvollziehbar, jedoch sollte der Empfehlung der Bezirksvertretung Haspe
in Bezug auf die Teilsortimente gefolgt werden. Auf Emst bezogen gebe es leider
keine anderen Standorte für eine Nahversorgung.
Er gehe davon aus, dass die jetzt
vorgesehenen von der Bevölkerung akzeptiert würden.
Auf Nachfrage von Herrn Dr. Ramrath zum
Verhältnis des städtischen zum Regionalen Einzelhandelskonzept antwortet Herr
Schädel, dass diese Konzepte jederzeit geändert und angepasst werden könnten. Es
gebe auch Prüfkriterien, die jedoch von den nachgefragten Nutzungen abhängig
seien. Das städtische Konzept setze
jetzt einen Rahmen, in welchem man sich bewegen könnte.
Nach einer Sitzungsunterbrechung erklärt Herr
Asbeck, dass es erforderlich sei, die in den Anregungen der Bezirksvertretung
genannten und nach Darstellung von Herr Grote berücksichtigten Änderungen in
das Einzelhandelskonzept in Kapitel 9 einzuarbeiten, um so ein Gesamtkonzept
verabschieden zu können.
Es besteht im Ausschuss Einigkeit darüber,
dass dem Verwaltungsvorschlag für den
Bereich Elsey gefolgt werden kann.
Herr Grote sagt eine entsprechende Überarbeitung
des Einzelhandelskonzeptes, wobei die Änderungen in Kapitel 9 eingearbeitet
sind, für die nächste Sitzung zu.
Herr Asbeck lässt über den nachfolgenden Beschluss
abstimmen.
Beschluss:
1. Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.
2.
Das Kapitel
9 mit dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Hagen wird bis zur
nächsten Sitzung überarbeitet und neu vorgelegt. Dabei sollen die
eingeflossenen Änderungen herausgehoben
erscheinen. Im Einzelnen sind folgende Änderungen einzuarbeiten: Stadtbezirk Haspe
Anstelle eines Quartiersversorgungszentrums (QVZ) wird für Haspe Westerbauer ein
Stadtteilzentrum festgelegt.
Die Sortimentsliste der zentrenrelevanten Leitsortimente ist zu
modifizieren. Die Teilsortimente –
Fahrräder, Sportgroßgeräte, Reitsport, Waffen, Angler- und Jagdbedarf –
sind als nicht zentrenrelevant auf zu nehmen.
Stadtbezirk Hohenlimburg Dem
Vorschlag der Bezirksvertretung Hohenlimburg zur Abgrenzung des
Stadtteilzentrums Elsey wird nicht gefolgt.
Stadtbezirk Mitte Entsprechend
dem Beschluss der Bezirksvertretung Mitte zu den Sonderstandorten (Fachmärkte)
wird der Bereich beidseitig der Rehstraße sowie die Flächen entlang der
Bahnhofshinterfahrung als regionaler Ergänzungsstandort festgelegt.
Anlagen zur Vorlage
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