07.10.2009 - 4 Sanierung Sportplatz GarenfeldUmwandlung vom Te...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Mi., 07.10.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:15
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Neuhaus begrüßt den Ausbau des Platzes. Sie bittet um eine detaillierte Aufstellung
der Kosten i. H. v. 500.000,- €. Ebenfalls möchte Frau Neuhaus
wissen, wie hoch die zugesicherte Eigenleistung des Vereins FC Berchum /
Garenfeld ist.
Hinsichtlich der in der Vorlage aufgelisteten nötigen Zusatzleistungen,
spricht Frau Neuhaus an, dass der Erlös aus dem Verkauf des Sportplatzes
Berchum für Garenfeld eingesetzt werden soll. Dieses Vorgehen spiegelt sich im „Pakt
für den Sport“ wider, so Frau Neuhaus weiter. Es wird eine Anlage
aufgegeben, die zukünftig keine Kosten mehr verursacht. Neuinvestitionen sollen
aus dem Verkaufserlös dieses Platzes getätigt werden.
Herr Tenne spricht das in der Vorlage erwähnte Aufwärmfeld, mit einem Kostenfaktor
von rd. 70.000,- €, an. Einen entsprechenden Antrag zur Finanzierung aus
der Sportpauschale wird die Fraktion in der Sitzung noch stellen. Ebenfalls
spricht Herr Tenne an, dass das Umkleidegebäude zum Gesamtpaket
dazugehört. Die Vorlage vermittelt den Eindruck, dass die Entscheidung hierüber
Zeit habe.
Der erstellte Kunstrasen soll voll genutzt werden, so Herr Tenne weiter.
Der Verein soll nicht weiterhin auf die vorhandenen Umkleidegebäude in Berchum
und Garenfeld aufgeteilt werden. Es kann nicht auf die Vermarktung des Sportplatzes
Berchum gewartet werden, dieses kann Jahr dauern.
Herr Tenne stellt daher den Antrag, dass zusätzlich das Umkleidegebäude sofort realisiert
werden soll. Es soll geprüft werden, ob hierfür noch Mittel aus dem Konjunkturpaket
II zur Verfügung stehen. Sollte dies nicht der Fall sein, sollen die Mittel
ersatzweise aus der Sportpauschale bereitgestellt werden.
Wenn für die Aufwärmfläche aus dem Konjunkturpaket ebenfalls keine zusätzlichen Mittel mehr verfügbar sind, sollen diese
Kosten ebenfalls aus der Sportpauschale bezahlt werden, so Herr Tenne
weiter.
Frau Neuhaus betont nochmals, dass die Refinanzierung der Sportpauschale aus dem Verkaufserlös
erfolgen soll.
Auch Herr Wischnewski hält die Aufwärmfläche für organisatorisch
sinnvoll, um zwischen den Spielen keine großen Zeitverluste zu haben.
In Bezug auf das Umkleidegebäude betont auch Herr Wischnewski, dass man das Gesamtpaket
betrachten und dieses nicht in zwei oder drei Abschnitte aufteilen sollte.
Die Kosten für den Neubau eines Umkleidegebäudes würden rd. 380.000,-
€ betragen, so Herr Wischnewski weiter.
Beim Rat kann die Prüfung beantragt werden, ob diese Maßnahme noch in das
Konjunkturprogramm eingebunden werden kann. Herr Wischnewski weist jedoch
darauf hin, dass der Rat morgen eine Vorlage „Konjunkturprogramm“
auf der Tagesordnung hat. Sollte der Rat darüber beschließen, wären
grundsätzlich keine Mittel mehr verfügbar. Auch müsse zusätzlich noch die
Anwendbarkeit des Konjunkturprogrammes geprüft werden. Herr Wischnewski
schlägt daher vor, den Zusatzbeschluss zu fassen, dass die Mittel zunächst aus
der Sportpauschale zur Verfügung gestellt werden. Jedoch nach Verkauf des
Geländes soll der Erlös in die Sportpauschale zurückfließen.
Der Verkauf von Sportstätten soll zinsmindernd für die Stadt eingesetzt
werden, so Herr Dr. Schmidt. Er könne nachvollziehen, dass der Ausschuss
wünscht, dass aus Verkäufen sportliche Dinge refinanziert werden. Aus Sicht der
Gesamtfinanzlage, ist dies im Sparpaket jedoch nicht so vorgesehen, so Herr
Dr. Schmidt weiter.
Frau Neuhaus weist
ausdrücklich darauf hin, dass dies genau dem Prinzip des „Pakts für den
Sport“, entspricht. Durch Aufgabe des Sportplatzes Berchum fallen hierfür
keine Unterhaltungskosten mehr an. Nach Veräußerung muss von dem Erlös die
Neuinvestition gedeckt werden. Von dem Geld wird nicht der Platz neu gebaut,
sondern lediglich das bereits jetzt vorhandene Gebäude wird neu errichtet. Das
müsse für den Verein drin sein, so Frau Neuhaus weiter.
Herr Dr. Schmidt betont,
dass im Frühjahr beantragt wurde, das Umkleidegebäude aus Konjunkturmittel zu
realisieren. Verwaltungsintern ist es jedoch wieder herausgenommen worden.
Herrn Dr. Fischer
überzeugen die Argumente. Auf einem komplett sanierten Platz sollte auch ein
vernünftiges Umkleidegebäude stehen. Die Anträge sind daher sinnvoll, so Herr
Dr. Fischer weiter. Er verstehe jedoch auch die Argumentation der
Verwaltung durch Herrn Dr. Schmidt.
Herr H. Erlmann hat sich
die Situation vor Ort angesehen. Es werden 500.000,- € investiert. Hierfür
werden die in der Vorlage aufgelisteten Maßnahmen realisiert. Zusätzlich kommt die
Eigenleistung des Vereins i. H. v. 100.000,- €. Für 70.000,- €
könne die Aufwärmfläche realisiert werden und die restlichen 30.000,- €
könnten für die Sanierung des Umkleidegebäudes eingesetzt werden. Herr H.
Erlmann hält diese Summen für ausreichend.
Aufgrund der Anzahl der spielenden Mannschaften sind lange Pausen
zwischen den Spielen erforderlich, da nicht genügend Kabinen zur Verfügung
stehen, so Herr Tenne. Da das Vereinsheim an der Verbandsstr. aufgegeben
wird, muss dieses ersetzt werden.
Es war der Wunsch des Ausschusses, dass die Vereine Berchum und Garenfeld
zusammengeführt werden, so Herr Tenne weiter. Daher muss auch eine
vernünftige Anlage realisiert werden. Es muss ein Weg gefunden werden, wie das
Vereinheim in Verbindung mit dem Kunstrasen errichtet werden kann.
Wenn das Geld aus der Vermarktung zur Sportpauschale zurückgeführt werden
kann, sieht Herr Tenne keine Bedenken, dieses vorzustrecken. Herr
Tenne spricht an, dass im Pakt für den Sport für Garenfeld seinerzeit 500.000,-
€ vorgesehen waren. Daher ist diese keine Entnahme, welche die Verwaltung
ärmer macht, sondern die waren mal vorgesehen. Wenn wir uns in dem Rahmen
bewegen, haben wir den Auftrag der Verwaltung und des Pakts für den Sport
erfüllt und haben den Garenfeldern einen Gefallen getan.
Herr Dr. Fischer fügt
hinzu, dass die Duschen im jetzigen Vereinsheim unzumutbar sind. Daher ist eine
Sanierung dringend erforderlich. Er spricht sich für die Sanierung aus der
Sportpauschale aus. Der Verkaufserlös des Sportplatzes Berchum soll
zurückgeholt werden.
Beschluss:
- Der
vorgestellten Ausbauplanung wird zugestimmt.
- Die
Ausbaukosten in Höhe von 500.000,00 € für die Sanierung des
Sportplatzes werden aus dem Konjunkturpaket II bereitgestellt.
- Für die Aufwärmfläche in Kunstrasen am
Sportplatz Garenfeld werden 70.000,- € für 2010 aus der
Sportpauschale bereitgestellt.
- Der Sport- und Freizeitausschuss bittet die
Verwaltung, die Aufnahme einer zusätzlichen Maßnahme – Neubau
Umkleidegebäude Sportplatz Garenfeld – in Höhe von 380.000,- €
in das Maßnahmenpaket des Konjunkturpaketes II zu prüfen.
- Ersatzweise werden die notwendigen
Finanzmittel, abzüglich der Eigenbeteiligung des Vereins, für 2010 mit
insgesamt 280.000,- € aus der Sportpauschale bereitgestellt.
