07.10.2009 - 6 Haushaltskonsolidierung - Pakt mit dem Hagener ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Mi., 07.10.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:15
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Katja Bannenberg
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Wischnewski berichtet über die bisherigen Gremienbeschlüsse. Da in den Gremien
teilweise die 1. Lesung beschlossen wurde, steht die Vorlage bei der morgigen
Ratssitzung nicht auf der Tagesordnung. Daher kann prinzipiell im
Sportausschuss heute keine Beschlussfassung erfolgen, da die vorberatenden
Gremien teilweise keine Empfehlungsbeschlüsse abgegeben haben, so Herr
Wischnewski weiter.
Leider entsteht durch die Presse der Eindruck, so Herr Dr. Schmidt,
dass die Verwaltung und der Stadtsportbund nicht mit den Vereinen gesprochen haben.
Dies weist Herr Dr. Schmidt entschieden zurück. Die ersten Gespräche mit
den Vereinen hat der Stadtsportbund geführt. Auf seinen Wunsch hat es im
Frühsommer einen weiteren Gesprächstermin beim Sportamt mit SC Concordia und
Blau-Gold Hagen gegeben.
Es ist die Absicht der Verwaltung erläutert worden, in Emst eine
Verlagerung durchzuführen.
Da viele Punkte auf Schätzungen beruhen, konnte es noch keine endgültige
Diskussion geben bzw. eine ausführliche Vorlage zum Thema vorgelegt werden, so Herr
Dr. Schmidt weiter.
Seinerzeit standen fünf Plätze zur Aufgabe im Rat zu Diskussion. Dies
wurde so nicht weitergeführt, jedoch ist es bei der Größenordnung geblieben.
Das Sparfeld, Plätze aufzugeben und die verbleibenden zu modernisieren
ist unter dem Gesichtspunkt der demographischen Entwicklung die richtige
Vorgehensweise, so Her Dr. Schmidt weiter. Ob der Loheplatz am Ende aus
der Diskussion rausfällt, ist denkbar. Jedoch ist der Loheplatz von der Lage her, der wertvollste
Platz, was eine mögliche Bebauung angeht, so Herr Dr. Schmidt weiter. Daher beschäftigt sich die Verwaltung mit dem
Loheplatz, obwohl hier die Verlagerung am kompliziertesten ist.
Frau Neuhaus beantragt im Namen der CDU-Fraktion die 1. Lesung. Es besteht noch
Klärungsbedarf in einigen Punkten.
Nicht nur aus dem Grund, dass einige BVs noch nicht abschließend beraten
haben, sondern auch aufgrund bestehender inhaltlicher Fragen, stimmt Herr
Tenne dem zu.
Für den Loheplatz soll lt. Aussagen aus dem Mehrerlös für 900.000,-
€ eine neue Anlage errichtet werden. Diesen Betrag hält Herr Tenne
für nicht realistisch. Die Kosten für Vorhalle bei vorhandenem
Infrastrukturprogramm betragen bereits jetzt 980.000,- € nur für den
Kunstrasen. Da noch eine Aufarbeitung der Zahlen erfolgen muss, so Herr Tenne
weiter, beantragt auch die SPD-Fraktion die 1. Lesung.
Der Loheplatz ist bei den ersten Runden Kunstrasen nicht berücksichtigt
worden, da dieser im Jahr 2003 für über 600.000,- DM saniert worden ist, so Herr
Dr. Fischer.
Herr Dr. Fischer betont, dass der Verein nur von der Gastronomie vor Ort leben
kann. Bei Verlagerung wird auch in dieser Hinsicht Ersatz erforderlich.
Herr Dr. Fischer bittet die Verwaltung Zahlen zu liefern, was eine Verlagerung definitiv
kostet. Herr Dr. Fischer möchte wissen, was ein Verkauf bringt und was
eine Neuerrichtung kostet. Auch Herr Dr. Fischer geht davon aus, dass
für einen Neubau wesentlich mehr als 900.000,- € erforderlich sind.
Herr Thieser betont, dass die Diskussionen in den letzten 1,5 Jahren zwischen SSB und
Verwaltung nicht immer einfach waren.
Ursprung für das Papier „Pakt für den Sport“ war eine Vorlage
mit Vorschlägen des Mentors, die gravierend in den Hagener Sport eingegriffen
hätten. Man hat zu dieser Vorlage den Vorschlag gemacht, eine Alternative zu
erarbeiten, so Herr Thieser weiter.
Herr Thieser betont, dass hierzu mehrfach mit den Vereinen gesprochen wurde.
Der SSB hat der Grundsatzvorlage nur zugestimmt, da diese einige wichtige
Punkte enthält. Einer dieser Punkte ist, dass keine Sportanlage wegfällt, wenn
nicht die Alternative realisiert ist. Definitiv verliert kein Sportverein seine
Anlage.
Im Detail muss in vielen Gesprächen noch geklärt werden, ob dies
realisierbar ist.
Die angegebenen Zahlen sind von den Fachämtern geliefert worden. Sicherlich
gibt es neben der Verwaltung Fachleute, die sich noch ausführlicher damit beschäftigen
und andere Zahlen liefern würden. Aber diese können ja gegenübergestellt
werden.
Herr Thieser weist nochmals darauf hin, dass entsprechende Gespräche geführt worden
sind und jeder Verein selber entscheiden muss, wie er damit umgeht.
Zum Thema Emst erläutert Herr Thieser, dass es dort noch eine der
wenigen Sportflächen im Rahmen des Flächennutzungsplanes gibt. Ursprünglich gab
es die Überlegung, dort eine Bezirkssportanlage zu errichten. Diese Maßnahme
sollte jetzt vorzugsweise realisiert werden, bevor diese Fläche anderweitig
umgewandelt wird.
Herr Thieser bittet um Vorschläge aus den Fraktionen, wie die vorgegebene Einsparsumme
im Sportbereich erreicht werden kann.
Herr Heckrodt betont, dass die Grundüberholung auf dem Loheplatz rd. 500.000,- €
kosten wird. Hinzu kommen evtl. die Kosten für die Aufwärmfläche.
Für den Neubau eines Platzes wurde die Zahl 900.000,- € genannt.
Hier nicht enthalten, sind mögliche Kosten für ein Vereinsgebäude, Stellplätze
oder Zuwegung.
Diese offenen Zahlen können nachgeliefert werden.
Herr Wischnewski betont, dass die Vorlage prozessoffen formuliert ist. Es ist nicht formuliert,
dass in dieser Runde der Beschluss über den Verkauf der Fläche fällt oder dass
dort Wohnbebauung erfolgt. Es sind lediglich Vorschläge dargestellt, welche
Möglichkeiten es gibt. Diese Plätze sind nur zur Diskussion vorgeschlagen.
Durch den Beschluss soll die Verwaltung beauftragt werden, in echte
Verhandlungen mit den Vereinen einzutreten. Zum Zeitpunkt der bisherigen
Gespräche war es politisch und verwaltungsseitig zunächst undenkbar,
Ersatzinvestitionen vorzunehmen. Das hat sich mit der Zeit erst entwickelt, so Herr
Wischnewski weiter.
Bei den angegebenen Zahlen handelt es sich bisher um grobe Schätzungen,
die sich noch ändern können. Wenn genaue Kostenschätzungen in Auftrag gegeben
werden, kostet dies viel Geld, so Herr Wischnewski weiter.
Dies habe er bereits in den Sitzungen der BVs schon deutlich gemacht. Wenn
baurechtlich und vermarktungsrechtlich alle Punkte geklärte sind, muss später
über jede einzelne Fläche entschieden werden.
Bevor viele teure Gutachten in Auftrag gegeben werden, soll vorher die
Tendenz erkannt werden, ob sich die Politik mit diesem Thema beschäftigen will.
Herr Wischnewski betont, dass die Verwaltung nicht böse, sondern dankbar ist, wenn
weitere Kritik und Anregungen folgen. Herr Wischnewski spricht auch sein
Verständnis für die Vereine aus. Es ist verständlich, dass kein Verein
glücklich ist, wenn er seinen Standort verlassen muss.
Herr Wischnewski hält eine 1. Lesung für sinnvoll. Die Punkte 1 und 3 des Beschlussvorschlags
sollten jedoch alsbald beschlossen werden, da hier sofort Gelder eingespart
werden können.
Herr Meier erläutert, dass sich auch die Emster Vereine unter Einbeziehung der Vorlage
Gedanken zum Thema gemacht haben. Es ist legitim, dass solche Flächen näher betrachtet
werden, wenn sie auch für eine andere Nutzung in Frage kommen. Da widersprechen
die Vereine nicht.
Da die Vorlage in sehr kurzer Zeit entstanden ist, fehlen noch
wesentliche Kostenansätze, so Herr Meier weiter. Gemachte
Gewinnerwartungen können möglicherweise nicht erreicht werden.
Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Verwaltung bereits gebeten,
exaktere Zahlen nachzuliefern.
Man muss sich über die konkreten Nutzungswünsche der Fläche auf Emst klar
werden.
Herr Tenne spricht seinen Dank aus, an alle Beteiligten, die am Pakt für den Sport
mitgearbeitet haben.
Es wurde durch den Pakt für den Sport verhindert, dass die Zuschüsse an
die Vereine gekürzt werden; so wie es vom Mentor angedacht war.
Herr Tenne möchte wissen, wie es technisch ablaufen soll, wenn der Platz von Hagen
11 aufgegeben wird und von dem Mehrerlös ein neuer Platz in Hassley errichtet werden
soll. Dazwischen können Jahre liegen. Wie soll der Verein zwischenzeitlich seinen
Spielbetrieb aufrecht erhalten?
Darüber soll von der Verwaltung in der nächsten Runde berichtet werden,
so Herr Dr. Fischer.
