07.10.2009 - 5 Projekt Kunstrasen -Vorlage wird ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Mi., 07.10.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:15
- Anlass:
- normale Sitzung
- Vorlage:
-
0850/2009 Projekt Kunstrasen
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Katja Bannenberg
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Nach ausführlicher Beratung in der Fraktion befürwortet Frau Neuhaus
eine1. Lesung und stellt für die CDU-Fraktion entsprechenden Antrag. Es sind zu
wenig belastbare Zahlen gegenüber gestellt. Ebenfalls sind ihrer Meinung nach
einige Positionen teuer gerechnet.
Die Verwaltung wurde beauftragt, so Herr Tenne, die Kostenlagen
der Plätze gegenüberzustellen. Ebenfalls wurden Kriterien zur Auswahl
vorgegeben. Dieser Auftrag wurde planmäßig erfüllt und eine umfangreiche
Vorlage liegt vor.
Von der Nutzungsintensität und Platzsituation her, war nie zweifelhaft,
dass in Vorhalle der Anfang gemacht werden muss.
Die SPD-Fraktion stimmt den Punkten 1. und 2. des Beschlussvorschlags zu.
Zu Punkt 3 erläutert Herr Tenne, dass die Entscheidung über die
weitere Priorisierung vom zukünftigen Ausschuss getroffen werden soll, unter
Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.
Man weiß nicht, ob und in welcher
Höhe die Sportpauschale zukünftig zur Verfügung steht. Die SPD-Fraktion ist dafür,
dass in der Folgezeit weitere Kunstrasenplätze geschaffen werden, jedoch soll
der neue Ausschuss unter Berücksichtigung der dann aktuellen Faktoren
entsprechende Priorisierung vornehmen.
Auch Herr Dr. Fischer befürwortet die 1. Lesung der Vorlage. Dies
bedeutet ausdrücklich kein Votum gegen Vorhalle.
Die Situation Kunstrasen hat sich verändert. U. a. gibt es mit Hagen 11
einen neuen intensiven Bewerber für einen Kunstrasenplatz. Auf Seite 11 unter
Punkt 4 der Vorlage hat die Verwaltung bereits
einen entsprechenden Hinweis gegeben. Demnach muss der Loheplatz möglicherweise
in weitere Überlegungen einbezogen werden, so Herr Dr. Fischer. Vor
diesem Hintergrund ist man in der Fraktion zu dem Entschluss gekommen, die 1.
Lesung zu beantragen und dann weitere Überlegungen anzustellen. Es soll nicht
der Eindruck entstehen, dass Vorhalle verhindert werden soll, so Herr Dr.
Fischer.
Herr Wölm spricht die unterschiedlich großen Flächen der Plätze Vorhalle und Dahl
an. Betr. der Geländevorbereitung sind für Dahl 54.000,- € und für
Vorhalle 48.000,- € vorgesehen. Bei der Zaunanlage ergibt sich eine
Differenz von 8.000,- €, obwohl die Vorhaller Fläche größer als die
Dahler Fläche ist.
Auch die Pflasterung ist bei der größeren Fläche in Vorhalle günstiger
als in Dahl. Herr Wölm bittet um Erklärung, wie diese Unterschiede
zustande kommen.
Herr Wölm ergänzt, dass der TSV Dahl bereits im September schriftlich eine
Eigenleistung von 30.000,- € in bar zugesagt hat. Auch die
Leichtathletikgelegenheit an der Hauptschule wird durch Eigenleistung von
30.000,- € erbracht. Ebenfalls will der Verein die Wartung der Fläche
übernehmen, was in 10 Jahren eine
Kostenersparnis von rd. 60.000,- € für die Stadt bedeutet. Zuzüglich
MwSt. ergibt sich ein Betrag von rd. 143.000,- €. Stellt man diesen
Betrag den Ausbaukosten entgegen, ist der Standort Dahl eindeutig vorzuziehen,
so Herr Wölm.
Für Unterhaltungsaufwand sind bei Vorhalle 190.000,- € und bei Dahl
0,- € eingesetzt. Frau Neuhaus ist sich sicher, dass auch in Dahl
Kosten für die Instandhaltung anfallen würden, wenn kein Kunstrasen realisiert
wird.
Herr Heckrodt erläutert, dass die Berechnungen bei allen Plätzen auf der Grundlage der
Preise vom Kirchenbergstadion erfolgt sind. Alle Plätze wurden gleich
berechnet, Unterschiede ergeben sich durch die Massen.
U. a. wird in Dahl nicht nur das Spielfeld sondern auch das Aufwärmfeld mit
Pflasterflächen umrandet. Bei der Zaunanlage kommt es u. a. zu Unterschieden,
da in manchen Bereichen keine Zaunelemente erforderlich sind, so Herr
Heckrodt weiter. Deutlich teurer wird ein Platz natürlich, wenn ein
zusätzlicher Leichtathletikbereich vorhanden ist.
Dahl wurde nicht schöngerechnet, so Herr Heckrodt weiter. Auch der
Rückbau verursacht Kosten. Aufgrund der präzisen Planungen kann man ebenfalls
schon sagen, an welchen Stellen die Entwässerung gemacht werden muss. Dies ist
auf den Plätzen unterschiedlich und ebenfalls in die Berechnung mit
eingeflossen.
Herr H. Erlmann betont, dass die Anzahl der in Vorhalle (14) und Dahl (6) spielenden Mannschaften
die Entscheidung leicht machen würde.
Herr Heckrodt erläutert, dass durch die geringere Anzahl von Dahler Mannschaften hier
evtl. eine Aufwärmfläche verzichtet werden kann.
Frau Neuhaus korrigiert die in Dahl spielenden Mannschaften auf 8 zuzügl. Senioren.
Man habe immer fair und zum Wohl der Sportler entschieden, so Herr
Tenne. Dies soll auch in der letzten Sitzung so sein. Die Entscheidung für
Vorhalle ist begründet, so Herr Tenne weiter. Man soll sich aber heute
nicht die Mühe machen und die beiden anderen Plätze zu vergleichen und
abzuwägen. Dies soll in die Verantwortung des neuen Ausschusses gelegt werden. Es
sollen in dieser Sitzung keine Vorentscheidungen getroffen werden.
Da mehrere Plätze saniert werden sollen, möchte Herr Hoffmann
wissen, ob man ggflls. durch gemeinsame Ausschreibung mehrerer Plätze
Einsparungen erzielen kann.
Fa. Heiler hat den Kunstrasenplatz am Kirchenberg gebaut, so Herr
Heckrodt. Aufgrund der sehr guten Auftragslage und hohen Nachfrage können
die günstigen Preise des vergangenen Jahres schnell in die andere Richtung
umschlagen, so Herr Heckrodt weiter.
Frau Neuhaus betont, dass bei der Entscheidung für einen Platz auch das Kriterium der
Ortsteile berücksichtigt werden muss. Der Hagener Süden hat in den letzten
Jahren viele Einsparungen gemacht. Die geleistete Arbeit des Vereins muss honoriert
werden.
Herr Dr. Fischer stellt den Antrag der CDU-Fraktion auf 1. Lesung zur Abstimmung. Dieser
wird mit Mehrheit abgelehnt.
- Auf Wunsch von Frau Neuhaus erfolgt eine Sitzungsunterbrechung -
Frau Neuhaus spricht die
zugesagten Eigenleistungen der Vereine in Dahl und Garenfeld an. Sie möchte wissen,
welche Eigenleistung der TSV Vorhalle erbringt.
Frau Neuhaus beantragt,
den Punkt 1. des Beschlussvorschlags zu beschließen. Jedoch soll unter 1b.
ergänzt werden, dass innerhalb der nächsten 2 Jahre ein Kunstrasenplatz in Dahl
realisiert werden soll.
Herr Tenne bittet darum,
dass zunächst über den Antrag der SPD-Fraktion abgestimmt werden soll. Die
Vorlage soll so beschlossen werden, unter dem Zusatz, dass die weitere Priorisierung
in die Verantwortung des neuen Ausschusses übergeben werden soll.
Herr Dr. Schmidt
erläutert, dass bis einschl. 2010 rd. 1,4 Mio. € Sportpauschale zur Verfügung
stehen. Der Betrag für den Ausbau der Kanu-Strecke ist hiervon bereits abgezogen.
Zu den bereits verplanten Mitteln i. H. v. 960.000,- € für …. kommen nun die Mittel für das Umkleidegebäude
Garenfeld. i. H. v. 280.00,- €. Somit ist man bereits an der Grenze der
Sportpauschale angelangt. Es ist noch unbekannt, welche Mittel im Jahr 2011 vorhanden ist.
Der Beschluss zum Sportplatz Dahl kann nur unter Vorbehalt erfolgen, so Herr
Dr. Schmidt weiter. Vor 2012 ist dort ein Platz nicht zu realisieren. Herr
Dr. Schmidt weist zusätzlich auf den nichtöffentlichen Teil der Sitzung
hin, in dem es ebenfalls um die Vergabe von Mitteln aus der Sportpauschale geht.
Herr Dr. Fischer erläutert
zum Beschlussvorschlag, dass Punkt 1 zu 1a wird. Unter Punkt 1 b soll der
Vorschlag von Frau Neuhaus aufgenommen werden.
Punkt 2. soll belassen, unter Punkt 3 der Antrag von Herrn Tenne
aufgenommen werden.
Da es sich inhaltlich um 2 verschiedene Anträge handelt, so Herr
Hoffmann, muss darüber einzeln abgestimmt werden.
Herr Grzeschista betont,
dass es nicht korrekt ist, wenn über Vorhalle und Dahl beschlossen und Helfe
aus der Priorisierung rausgenommen wird.
Herr Dr. Fischer stellt
die Anträge und den Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
Der Antrag, bis zum Jahr 2012 einen Kunstrasenplatz in Dahl zu
realisieren, wird vom Ausschuss mit Mehrheit abgelehnt.
Beschluss:
1. Der
Sport- und Freizeitausschuss beschließt, als nächste Anlage den Sportplatz
Voßacker in der aufgeführten Form zu sanieren und stellt hierfür 960.000,-
€ aus der Sportpauschale zur Verfügung.
2. Die
nutzenden Verein haben sich finanziell angemessen zu beteiligen. Über das
Ergebnis berichtet die Verwaltung im Rahmen der Baubeschlussvorlage.
3. Die
weitere Priorisierung, unter
Einbeziehung der finanziellen Rahmendaten aus der Sportpauschale und aller
weiteren bekannten sportfachlichen Faktoren, wird in der nächsten
Legislaturperiode festgelegt.
