23.09.2009 - 6 Kürzung der Zuschüsse an die freien Träger
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 23.09.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Petra Seifert
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Machatschek weist
darauf hin, dass bei dieser Vorlage für die heutige Sitzung eine zweite
Lesung vorgesehen sei. Sie erinnert an
die letzte Sitzung des Sozialausschusses, in der gesagt worden sei, dass noch
Gespräche in der Sache stattfinden müssten.
Diese Gespräche hätten teilweise stattgefunden. Es sei jedoch in der
heutigen Sitzung noch nicht möglich, zu einer Beschlusslage zu kommen. Sie
bittet Herrn Haensel, über die stattgefundenen Gespräche zu berichten und darzustellen, wie der zeitliche
Ablauf geplant sei.
Herr Haensel erklärt, dass
sich aus seiner Sicht ein Kompromiss in der Sache abzeichne. Klar sei, dass in
Abstimmung mit Verwaltung, Wohlfahrtpflege und Politik in einem Zeitraum von
ca. einem halben Jahr ein Vorschlag erarbeitet werden solle, der sich nicht
mehr nur ausschließlich auf die Fragen bezüglich der Kürzung der Mittel
beziehen solle, sondern der insbesondere noch einmal die Schnittstellen
zwischen den einzelnen Angeboten, Handlungsfeldern und Inhalten beschreiben
solle. Dann könne man im Gesamtkonzept aller Maßnahmen, die zu erbringen seien,
schauen, ob ein solcher Vorschlag Sinn mache. Bis Ende März solle ein Vorschlag
erarbeitet sein.
Die AG Sozialhilfe, die aus Vertretern der Wohlfahrtspflege und der
Verwaltung bestehe, solle zeitnah einberufen werden und durch Vertreter aus den
Fraktionen ergänzt werden. Bei dieser Sitzung könnten dann die Themenfelder
identifiziert und entsprechende Untergruppen gebildet werden.
Diese Arbeitsgruppen würden dann in einer zweiten Sitzung der AG
Sozialhilfe Anfang März ihre Ergebnisse einbringen. Diese würden dann
insbesondere über die Vertreter der Politik in den politischen Raum
transportiert werden. Dann könne sich der Fachausschuss und endgültig der Rat
der Stadt Hagen damit befassen.
Damit könne das geforderte Ziel einer Restrukturierung seines Erachtens
erreicht werden.
Herr Steuber weist darauf
hin, dass auch zu beachten sei, dass man nicht nur über die Ratsvorgabe der
106.000 Euro diskutieren müsse. Aus dem Zukunftspapier sei für den Fachbereich Jugend
& Soziales eine Quote im Personal- und Sachkostenbereich in Höhe von 4,1
Millionen Euro und im Bereich der Transferleistungen in Höhe von 3 Millionen
Euro vorgegeben worden. Insgesamt seien also 7,2 Millionen Euro einzusparen. Seines
Erachtens gehöre das in den Gesamtkontext mit hinein. Er erinnert daran, dass
die Kündigungsfristen bedacht werden müssten. Diese sollten bis zum 31. März
rausgeschoben werde mit der Fixierung der Kündigungsoption auf den 31.12.2009.
Darüber solle man sich in den nächsten Tagen austauschen.
Frau Machatschek warnt
davor, notwendige Strukturen bei diesem Prozess zu zerschlagen. Sie gehe davon
aus, dass es trotz allem gute Möglichkeiten gebe, zusammen zu guten Ergebnissen
zu kommen und Hagen als soziale Stadt zu erhalten.
Herr Halbeisen äußert
seine Fassungslosigkeit und Frustration angesichts der gesamtpolitischen Lage,
in der man sich derzeit befände. Er bemängelt die finanzielle Ausstattung der
Kommunen durch den Bund. Leidtragende seien die bereits benachteiligten Menschen.
Frau Machatschek kann die
Aussage von Herrn Halbeisen nachvollziehen. Man habe die Möglichkeit, über die
zukünftigen Bundestagsabgeordneten auf die Politik des Bundes einzuwirken. Man
müsse sich den Aufgaben stellen und deutlich machen, was man als Kommune an
Angeboten vorhalten wolle. Sie wünsche allen Beteiligten an diesem Prozess viel
Ausdauer und Geduld.
Frau Kurnoth vom
Gesundheitsamt lässt sich noch einmal bestätigen, dass die Verlängerung der
Kündigungsfristen auch für die Verträge in ihrem Bereich gilt.
