24.06.2009 - 6 Bericht der Schuldnerberatung der Stadt Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 24.06.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Dollberg berichtet über
die Arbeit der Schuldnerberatungsstelle (siehe
Anlage zu TOP 6).
Frau Machatschek bedankt
sich für den Bericht. Sie merkt an, dass dieser Bereich vom Sozialausschuss
immer als besonders wichtig erachtet worden sei. Hier sei man sich über alle
Fraktionen hinweg einig, dass hier Handlungsbedarf bestehe.
Herr Mervelskemper ist der
Meinung, dass das Hauptproblem in diesem Bereich die lange Wartezeit sei. Er
gehe davon aus, dass die Wartezeit nicht unerheblich unter einem halben Jahr
liege. Dies halte er insbesondere vor dem Hintergrund der SGB II-Empfänger für
besonders problematisch. Gerade die drückenden Schulden der Betroffenen führten
ja dazu, dass man keinen Arbeitsplatz bekäme. Er appelliere daher aufgrund der
schlechten finanziellen Situation der Stadt, im Interesse der Bürger die
Schuldnerberatung weiter zu stärken. Das sei seines Erachtens nur mit mehr
Personal zu schultern. Der Personenkreis der Ratsuchenden werde sicher in den
nächsten Jahren noch zunehmen.
Auf die Frage von Herrn Hentschel, was denn mit den Wartenden
geschehe, antwortet Frau Dollberg, dass es auch eine telefonische Beratung
gebe. Diese Menschen bekämen Ratschläge, wie sie sich verhalten sollten. Für
die Leute im ARGE-Leistungsbezug gebe es eine Regelung, dass diese vorrangig beraten
würden. Diese kämen nicht auf die Warteliste. Dasselbe gelte für den
Personenkreis aus der Fachstelle für Wohnraumsicherung.
Herr Hentschel erklärt,
dass es doch eigentlich sinnvoller sei, Menschen zu beraten, die noch in Arbeit
seien, bevor sie diese verlören.
Frau Dollberg kann die
Anregung nachvollziehen, weist aber darauf hin, dass sie sich an die
bestehenden Regelungen zu halten habe. Es gebe in Hagen ja mit der AWO und der
Diakonie fünf Stellen, die Schuldnerberatung machten. AWO und Diakonie böten
auch freie Sprechzeiten an.
Frau Machatschek hält
dieses Netzwerk mit gegenseitiger Unterstützung für ein wesentlichen Baustein
der Schuldnerberatung.
Frau Helling möchte
wissen, ob die Beratung von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr täglich ausreiche. Wären
nicht andere Zeiten für eine gewisse Klientel angebrachter?
Frau Dollberg erklärt,
dass die Schuldnerberatung sich nicht als Rundumservice verstehe. Es gehe
darum, Menschen durch die Beratung zu einem eigenständigen Leben zu verhelfen.
Dazu gehöre auch, sich an vorgegebene Zeiten zu halten. Die Stunde zwischen
8.30 Uhr und 9.30 Uhr sei eine feste Zeit, zu der man telefonisch erreichbar
sein sollte. Man versuche jedoch, die Beratung so flexibel wie möglich zu
gestalten.
Herr Steuber weist darauf
hin, dass es sich bei den genannten Zeiten um eine allgemeine Angebotszeit des
Fachbereiches handele, die gut angenommen worden sei. Dies sei eingeführt
worden, nachdem die allgemeinen Öffnungszeiten abgeschafft worden seien.
Es sei natürlich möglich, in dieser Zeit einen Termin mit dem
Sachbearbeiter zu vereinbaren.
Frau Machatschek wünscht
für die weitere Arbeit alles Gute und bedankt sich bei den Kolleginnen der
Schuldnerberatung.
Anlagen
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