18.03.2009 - 7 Kommunales Handlungskonzept Wohnen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 18.03.2009
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Korn erläutert die
Vorlage.
Frau
Frau Korn erklärt, dass
sie diese Kriterien nicht aus dem Stand konkretisieren könne. Sie müsse die
Information einholen.
Frau Timm-Bergs möchte
wissen, wer die -wie im Beschluss unter Punkt 2 formuliert – führenden
Hagener Wohnungsunternehmer seien. Ihrer Meinung nach würde es mehr Sinn
machen, flächendeckend vorzugehen.
Frau Korn antwortet, dass
es sich um die Wohnungsunternehmen handele, die sich auch an dem Masterplan
Wohnen beteiligt hätten:
-
HGW
-
Wohnungsverein
-
Eisenbahner
-
GWG
-
Hohenlimburger Bauverein.
Herr Insel hält es für
wichtig, herauszufinden, warum Wohnungen leer stünden. Er habe festgestellt,
dass in Hagen viele Wohnungen leer stünden, weil ihre Lage so ungünstig sei, dass ein Umbau auch nichts
daran ändern würde.
Man müsse feststellen, welche Maßnahmen erforderlich seien, Wohnungen
attraktiv zu machen? Wenige Leute, die im Besitz von Altbauten seien, würden
voraussichtlich in diese investieren, wenn sich das nicht amortisiere.
Herr Meier bestätigt, dass
75 % des Wohnungsbestandes im Eigentum von kleineren Hauseigentümern sei. Er
begrüße die eingeleiteten Schritte. Man habe immer wieder darauf hingewiesen,
dass es nicht reiche, an der Stelle mit den institutionellen Wohnungsbaugesellschaften
zu reden, sondern man müsse auch „die Kleinen“ mit einbinden. Es
unterbreitet im Namen seiner Fraktion den
Vorschlag, einen Vertreter des Haus- und Grundeigentümervereins mit in
diese Arbeitsgruppe zu holen. Dieser könne die speziellen Probleme der kleinen
Hauseigentümer mit einspeisen.
Weiterhin reiche es nicht mehr aus, nur einzelne Personengruppen im Blick
zu haben.
Damit der Arbeitskreis arbeitsfähig bleibe, solle ein Vertreter der
Wohlfahrtsverbände mit an den Tisch geholt werden. Es sei heute schon so, dass
bei vielen Wohnungsbauprojekten eine Kooperation zwischen den
Wohnungsbaugesellschaften und den Wohlfahrtsverbänden vorhanden sei. Er halte
es für zwingend erforderlich, dass diese Erfahrungen aus dieser Zusammenarbeit
in diesen Arbeitskreis einflössen. Daher sei ein Vertreter der
Wohlfahrtsverbände auch zwingend erforderlich, um diese Informationen weiterzugeben.
Frau Kuschel-Eisermann
möchte wissen, wer denn überhaupt in
dieser ämterübergreifenden Arbeitsgruppe sitze. Es stelle sich ihr die Frage,
warum es ämterübergreifend sein müsse. Sie stellt die Frage an Frau Korn, warum
ihr Amt das nicht alleine leisten könne. Sie zitiert aus der Vorlage, dass “die
gesamtstädtische Wohnungsmarktbeobachtung nicht geeignet sei, die bestehenden
Problematiken wiederzugeben“. Sie sei der Meinung, dass es sehr wichtig
sei, die Problematik gesamtstädtisch zu betrachten.
Frau Helling nimmt Bezug
auf die genannten Zielsetzungen. Ihr erschlösse sich nicht, wo dort Prioritäten
liegen sollten.
Frau Korn nimmt Bezug auf
die Anregung von Frau Kuschel-Eisermann, die Aufgabe allein zu stemmen. Das
könne sie nicht. Es sei wichtig, dass ganz viele verschiedene Aspekte einflössen.
Auf die Frage von Frau Helling teilt sie mit, dass die Prioritäten durch die
Arbeitsgruppe festgelegt würden. Das wolle die Verwaltung nicht vorwegnehmen.
Es müsse sich heraus kristallisieren, wo der größte Handlungsbedarf sei.
Herr Rubis wundert sich
darüber, dass ständig solche Broschüren auf dem Tisch lägen. Er ist der
Meinung, dass in einer Stadt wie Hagen sparsamer mit Geld umgegangen werden
sollte.
Er zitiert aus einem Presseartikel, der vor einiger Zeit erschienen sei,
dass 10 Eigenheimgrundstücke auf der Pferdewiese vergeben worden seien. Er gehe
davon aus, dass dieses Verfahren nicht zu beanstanden sei.
Frau Korn erklärt, dass
Herr Perkams dafür zuständig sei. Sie sei aber
sicher, dass dort alles korrekt gelaufen sei.
Frau
Herr Halbeisen merkt an,
dass er über die Meinungsänderung der
Er fragt, ob es möglich sei, Teilergebnisse für Stadtteile auf
Stadtteilkonferenzen quer zu lesen.
Diese Frage wird von Frau Korn bejaht. Sie sei in der letzten Woche in
Dortmund gewesen. Dort habe man auch ganz nah am Bürger gearbeitet. Diese seien
mit einbezogen worden.
Frau Helling hält es nicht
für den richtigen Weg, die Lösungen in den Stadtteilen zu entwickeln. Die Sache
müsse doch gesamtstädtisch betrachtet werden. Es müsse einen übergeordneten
Plan geben.
Frau
Frau Korn erklärt, dass
sie davon ausginge, dass sich das differenzieren ließe. Das Konzept würde dann
im Dezember vorgestellt, aber die Rahmenbedingungen könnten schon vorher
geliefert werden. Das könne sie zusichern.
Frau
Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Basis des
Masterplans Wohnen und der Erkenntnisse aus den Erhebungen und
Beratungsergebnissen zum demographischen Wandel ein Handlungskonzept Wohnen zu
erarbeiten. Hierzu wird die Verwaltung
1.
eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe einrichten,
2.
die führenden Hagener Wohnungsunternehmen, einen Vertreter des Vereins
„Haus- und Grund Hagen und Umgebung e.V.“ und einen Vertreter der
Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege einbeziehen,
3.
in einem weiteren Schritt die Wohnungseigentümer mittelfristig
einbinden,
4.
der Politik halbjährlich Bericht erstatten.
Die Zielsetzungen des strategischen
Handlungskonzeptes sollen darin liegen,
-
das Wohnraumangebot an die durch den demographischen Wandel veränderte
Bedarfslage anzupassen,
-
für Menschen aller Bevölkerungsschichten jeden Alters und entsprechend
ihrer Lebenslage ein angemessenes Wohnraumangebot in Hagen vorzuhalten,
-
einen kleinräumigen Quartiersansatz zu verfolgen, um Quartiere,
insbesondere solche mit hohem Erneuerungsbedarf, durch ein abgestimmtes
Vorgehen in der Wohn- und Lebensqualität aufzuwerten.
Die Verwaltung legt dem Rat der Stadt Hagen in seiner Sitzung am 17.12.2009 den ersten Entwurf eines kommunalen Handlungskonzeptes vor.
